Keine Mietzuschüsse mehr für Ute Bock

Veröffentlicht: Dezember 1, 2012 in Migration & Islam
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Eine Prüfung soll klären, ob öffentliche Gelder zweckentfremdet wurden.

Ich verstehe nicht, was ich falsch gemacht habe“, sagt Flüchtlingsbetreuerin Ute Bock. Vor wenigen Tagen hat sie erfahren, dass der Fonds Soziales Wien (FSW) die Zahlung des Mietkostenersatzes im Rahmen der Grundversorgung für Flüchtlinge bis auf Weiteres einstellt.
Betroffen sind bis zu 24 Familien bzw. 32 Einzelpersonen, die im Wohnprojekt von Ute Bock betreut werden. Sie erhielten bisher pro Monat maximal 110 Euro (Einzelpersonen) bzw. 220 Euro (Familien) als Mietkostenersatz. Erst wenn geklärt ist, dass dieser Zuschuss vom Verein Ute Bock nicht zweckentfremdet verwendet wurde, wird der FSW die Zahlung wieder aufnehmen. Bock muss nun eine Stellungnahme gegenüber dem FSW abgeben.

Hintergrund: Vor Kurzem hat der Immo-Unternehmer Hans Jörg Ulreich seine Zusammenarbeit mit Ute Bock eingestellt. Über Jahre hinweg hatte er dem Verein leer stehende Wohnungen zur Verfügung gestellt, in denen Flüchtlinge wohnen konnten. Auf Basis eines sogenannten Präkariumsver­trages übernahm Ulreich die anfallenden Betriebskosten, die Miete wurde als Sachwert gespendet.

Untermiete

Doch jetzt hat sich herausgestellt, dass ein Teil der Gratis-Wohnungen den Bewohnern untervermietet wurde – für den Betrag des Mietzuschusses, der damit an den Verein floss. Für Ulreich ist dies ein grober Vertrauensbruch und Anlass, das Sozialprojekt einzustellen. Daraufhin wurde auch der FSW hellhörig.

Wegen des Verdachts der unrechtmäßigen Bereicherung hat nun die FPÖ eine Anzeige gegen Bock eingebracht. Sie fordert zudem, dass ihr das Goldene Verdienstzeichens der Republik Österreich aberkannt wird.
„Ich habe das Geld nicht zweckentfremdet eingesetzt“, verteidigt sich Bock. „Vielmehr wurden damit die Strom- und Gasrechnungen beglichen.“ Laut Verein machen die Einnahmen aus dem Mietkostenersatz pro Jahr 80.000 Euro aus. Demgegenüber stehen Miet-, Energie- und Reparaturkosten von 660.000 Euro, die jährlich für das gesamte Wohnprojekt anfallen. 580.000 Euro werden von Spendern getragen.

Originalartikel Kurier

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