Grazer Bandenkrieg eskaliert: Messerstecherei auf Straße

Veröffentlicht: Februar 7, 2013 in Migration & Islam
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Afghanen gegen Tschetschenen und umgekehrt: Unter den Asylwerbern ist ein blutiger Bandenkrieg ausgebrochen. Es geht um die Vorherrschaft im Drogengeschäft und um Rache.

Die Auseinandersetzungen zwischen afghanischen und tschetschenischen Asylwerbern erreichten am Dienstagabend einen blutigen Höhepunkt. Nachdem ein 26-jähriger Tschetschene auf offener Straße niedergestochen wurde, drohen die Afghanen nun mit Rache. „Es war ein wildes Gebrüll, ich habe kein Wort verstanden. Aus allen Ecken sind sie hervorgekommen und haben zugeschlagen. Ich habe schon viele Raufereien gesehen, aber so etwas habe ich bisher noch nicht erlebt“, schildert der Taxifahrer Gottfried Heinzl die blutige Auseinandersetzung. Und ein weiterer Zeuge, ein junger Türke, der namentlich nicht genannt werden möchte: „Ich habe sofort gewusst, die machen ihn kaputt.“ Im Bereich Orpheumgasse/Volksgartenstraße sind plötzlich 25 bis 30 afghanische Asylwerber aufgetaucht und haben sich auf vier Tschetschenen gestürzt. Diese setzten sich zur Wehr. Es kam zu einer Prügelei. Mit Zaunlatten und Messern sind die Afghanen auf die Tschetschenen losgegangen. Einer konnte entkommen, einer wurde durch einen Schlag ins Gesicht verletzt.

Hass auf Tschetschenen

Ein Tschetschene rannte die Annenstraße hinunter. An der Ecke Vorbeckgasse holte ihn die Meute aber ein. Sekunden später sank er durch einen Messerstich in den Oberschenkel schwer verletzt zusammen. Dann flüchteten die Täter in alle Richtungen. Einige von ihnen konnten später von der Polizei angehalten und verhört werden – als Zeugen, wie Hubert Miedl von der Mordgruppe des Landeskriminalamtes versichert. Denn wer zugestochen hat, steht noch nicht fest. „Wir kennen den Täter noch nicht, wir sind mitten in den Ermittlungen“, so Mordgruppenchef Anton Kiesl und sein Stellvertreter Peter Neubauer. Als Motiv für die Auseinandersetzung nannten die Afghanen den Russlandkrieg in ihrer Heimat. Die Tschetschenen hätten damals besonders grausam gewütet. Das dürfte aber nicht der wahre Hintergrund der Fehde zwischen Afghanen und Tschetschenen sein. Es geht dabei auch um die Vorherrschaft im Drogengeschäft. Die Polizei kennt die Probleme seit geraumer Zeit und hat auch schon darauf reagiert. Als sich Dienstagabend eine größere Anzahl afghanischer Asylwerber gegen 19 Uhr am Hauptbahnhof traf, war auch bereits eine Spezialeinheit anwesend. „Wir hatten einen Hinweis, dass etwas passieren könnte“, sagt Stadtpolizeikommandant Kurt Kemeter. Doch die Gruppe löste sich rasch wieder auf, die Polizei hielt sich daher im Hintergrund. Zwei Stunden später schlugen die Afghanen blitzschnell zu. Nachdem ein leicht verletzter Afghane im Krankenhaus behandelt worden war, warteten am Gang bereits sieben Tschetschenen auf ihn und wollten Rache nehmen. Die Polizei konnte rechtzeitig dazwischengehen.

Originalartikel Kleine Zeitung

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