Archiv für April, 2013

Archivmaterial zu Daniel Cohn-Bendit ist gesperrt. Pädophile Äußerungen findet man trotzdem. Von Cohn-Bendit selbst und von anderen, unter seiner Verantwortung.

Daniel Cohn-Bendit ist nicht interessiert, die Geschichte seiner pädophilen Äußerungen transparent zu machen. Sein Büro hat einen Archivbestand dazu mit der Überschrift „Pressekampagnen gegen Daniel Cohn-Bendit“ gesperrt – bis zum Jahr 2031. Im „Grünen Gedächtnis“ der Heinrich-Böll-Stiftung in Berlin befinden sich unter anderen Korrespondenzen zum Buch „Der Große Basar“, in dem Cohn-Bendit schilderte, wie Kleinkinder ihn im Hosenstall streicheln. In dem Archivmaterial seien auch Protest- und Solidaritätsbriefe von Eltern, sagte Archivleiter Christoph Becker-Schaum. Die Briefe reichen zurück bis 1975, sind aber in einem Band bis zum Jahr 2001 deponiert worden. Das bedeutet: Auch die Debatten um Cohn-Bendits Buch „Der Große Basar“ von 1975 sind damit für Forschung und Recherche blockiert – für dann insgesamt 60 Jahre, obwohl sie laut Archivgesetz längst zugänglich sein müssen. „Ich werde jetzt nicht jedes einzelne Blatt herausnehmen“, sagte Becker-Schaum der F.A.S., „die Akte wurde vom Büro Cohn-Bendit als eine Einheit angeliefert, also gilt die Sperrfrist des jüngsten Blatts darin.“ Daniel Cohn-Bendit, dessen pädophile Äußerungen im Zuge der Verleihung des Theodor-Heuss-Preises erneut Thema wurden, hat auf Anfrage der F.A.S. sowohl ein Interview als auch die Freigabe der Akten abgelehnt. Das mache die Böll-Stiftung, er habe keine Ahnung, was da liegt, sagte Cohn-Bendit. Und: „Ich habe nichts gesperrt.“ Archivleiter Becker-Schaum berichtete indes, die Akte sei mit der ausdrücklichen Bitte um einen Sperrvermerk aus dem Büro Cohn-Bendit ins Archiv geschickt worden. Im Grünen Gedächtnis befinden sich 40 Deposita und Parteiakten unter dem Schlagwort „Kindesmissbrauch“, nur zwei davon sind gesperrt, die Akte Cohn-Bendit und die eines Bundestagsabgeordneten.

„Ich bin nicht nur ein Papierwichser“

Unterdessen stellt sich heraus, dass es unter Cohn-Bendits Verantwortung weit mehr pädophile Äußerungen gibt, als bisher angenommen. Im „Pflasterstrand“, einem Stadtmagazin für die Frankfurter Linke der Jahre 1977 bis 1990, finden sich immer wieder abstoßende Texte. „Letztes Jahr hat mich ein 6jähriges Genossenmädchen verführt“, heißt es 1978 in den „Gedanken eines Sauriers“. „Es war eines der schönsten und sprachlosesten Erlebnisse die ich je hatte…und es ist jetzt auch nicht wichtig, ein Traktat über das für und wider von Päderastie zu schreiben.“ Cohn-Bendit zeichnete als presserechtlich Zuständiger für den „Plasterstrand“. Zwei Jahre später wird in dem Heft über die „Abschussquoten von Kindern“ räsoniert: „Für alle Altersstufen von Mai bis Juni (Regenerationszeit), für ein- bis dreijährige gilt die Schonzeit während der ganzen ersten Jahreshälfte… Das zulässige Höchstabschussalter wurde im Vergleich zu den Vorjahren (vor dem Jahr des Kindes) um zwei Jahre auf vierzehn Jahre gesenkt.“ Man kann das als eine Anspielung auf die damaligen Diskussionen über die Zulässigkeit von – wie pädophile Aktivisten es damals nannten – „Sex mit Kindern“ lesen. Cohn-Bendit hatte sich dazu im französischen Fernsehen geäußert. „Die Sexualität eines Kindes ist etwas Fantastisches. Man muss aufrichtig sein, seriös, mit den ganz Kleinen ist es etwas anderes“, sagte Cohn-Bendit, „aber wenn ein kleines fünfjähriges Mädchen beginnt, sie auszuziehen: Es ist großartig, weil es ein Spiel ist. Ein wahnsinnig erotisches Spiel.“ Cohn-Bendit selbst begründete 1978 als Verantwortlicher des Herausgeberkollektivs, warum der „Pflasterstrand“ immer wieder solche Texte druckte. „Ich bin nicht nur ein Papierwichser, sondern ein überzeugter Wichser mit vielen Phantasien und Träumen, die weder alle häßlich noch schön sind… Nur das Ausloten von dem, was wir in uns haben, was in unseren Beziehungen schwelgt, ist schwer. Die Nummern des PS waren dazu ein Ansatz, den man sicher infrage stellen kann. Aber nur unter der Maxime ,im Zweifel für die Veröffentlichung‘, denn was im Dunklen kocht, ist schrecklicher als das, was im hellen nackt steht. Wenn Jürgen Bartsch im PS seine Story angebracht hätte und sich öffentlich zum Kindsmord bekannt hätte, wäre ich für Veröffentlichung.“

Im Kontext der Zeit

Cohn-Bendits umstrittenes Kapitel in „Der große Basar“ erschien als Vorabdruck. Der hieß „Damals im Kinderladen“ und wurde in einer einschlägigen Postille veröffentlicht, dem von Klaus Rainer Röhl gegründeten Monatsmagazin „das da“, einer Art linkem Sexheftchen mit eindeutig pädophilen Anspielungen. Die Beschreibungen erfüllen genau wie die in der französischen Talkshow im Jahr 1982 geschilderten sexuellen Handlungen den Tatbestand des Paragrafen 176 – sexueller Missbrauch von Kindern. Derlei Textpassagen passten in den Kontext der Zeit. Bis Mitte der achtziger Jahre gab es eine linke und homosexuelle Szene, die sich als Emanzipationsbewegung verstand und immer wieder auch gleichberechtigten Sex mit Kindern propagierte. Teile der Grünen versuchten bis weit in die achtziger Jahre, den Missbrauchs-Paragraf 176 abzuschaffen oder wenigstens einzuschränken. Die sogenannten Stadtindianer, die Pädosexualität offen propagierten, waren auf vielen Grünen-Parteitagen präsent. Aber es gab auch innerhalb der Partei Gruppen, die auf Legalisierung sexueller Kontakte zu Kindern drängten. Die Bundesarbeitsgemeinschaft Schwule und Päderasten (SchwuP) etwa protestierte scharf, als die Grüne Fraktion im Bundestag 1985 eine Anfrage zur sexuellen Gewalt gegen Kinder einbringen wollte. „Die große Anfrage enthält als zentralen Begriff den des sexuellen ,Mißbrauchs‘“, schrieben die grünen Schwulen und Päderasten. Der Begriff „Mißbrauch“ – der bei den SchwuP-Aktivisten stets in Anführungszeichen steht – behaupte aber, „daß alle sexuellen Beziehungen zwischen Erwachsenen und Kindern Gewaltbeziehungen und deshalb die Bestrafung mit den Paragrafen 174 und 176 aufrechtzuerhalten sei.“ Die Päderasten bei den Grünen bestanden darauf, dass es einvernehmlichen Sex mit Kindern gebe. Daher sei der gesamte 13. Abschnitt des Strafgesetzbuches zu streichen, „da Sexualität als solche nicht strafbar sein sollte“.

Einige Grüne wollen aufarbeiten

Als damals ein grüner Ratsherr in Nordrhein-Westfalen wegen Vergewaltigung der zwei Jahre alten Tochter seiner Freundin zu acht Jahren Haft verurteilt worden war, meldete sich empört eine „Fachgruppe Knast und Justiz“ zu Wort. Die Grünen dürften ihn weder ausschließen, noch ihn „schutzlos der Strafjustiz“ überlassen. „Der Verurteilte wird in die Männerwelt des Gefängnisses verbannt, in der bedingt durch den Mangel an Zärtlichkeit, Zuwendung, den Mangel an Möglichkeiten, wirklich menschliche Beziehungen herzustellen und aufgestaute (auch sexuelle) Spannungen eine Atmosphäre sexueller Rohheit herrscht, in der Frauen allzuoft zu Wichsvorlagen reduziert werden“, heißt es in dem Papier von 1985, das heute im „Grünen Gedächtnis“ liegt. Der nordrhein-westfälische Stadtrat hatte das Baby anal vergewaltigt und dabei schwer verletzt. Das Bundesprogramm gab der grünen Partei indes den Auftrag, intensiv über einvernehmliche und nicht einvernehmliche Beziehungen zu diskutieren. Vielleicht ist heute die Zeit reif, dass die Grünen das pädophile Kapitel ihrer Geschichte insgesamt diskutieren? „Wir Grüne haben diese Zeit nie konsequent aufgearbeitet“, sagte der hessische Landtagsabgeordnete Marcus Bocklet dieser Tage der „tageszeitung“. Er bekräftigte nun gegenüber der F.A.S., dass er dies auf Ebene der Bundespartei vorantreiben wolle. Auch der grüne Ministerpräsident Winfried Kretschmann hat sich in der F.A.Z. dafür ausgesprochen, die pädophile grüne Vergangenheit zu untersuchen. Er vermutete allerdings, es gebe dazu im Landesverband Baden-Württemberg zu wenig Material. Auch die Südwestgrünen rangen auf Parteitagen mit sich und einer AG „Kinder und Jugendliche“, die 1985 beantragt hatte, „einvernehmliche sexuelle Beziehungen zwischen Erwachsenen und jungen Menschen straffrei“ zu stellen. Der Landesvorstand trat dem damals entgegen, eine Entkriminalisierung sei „im Moment unvertretbar“.

Originalartikel Frankfurter Allgemeine Zeitung

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Jeder Zweite hält den Islam für eine Bedrohung

Veröffentlicht: April 29, 2013 in Migration & Islam
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Der Islam ist bedrohlich und passt nicht hierher. Das sagen laut Bertelsmann-Studie 50 Prozent der Deutschen. Das Demokratieverständnis sei jedoch bei Muslimen ausgeprägter als bei Ostdeutschen.

Jeder zweite Deutsche hält den Islam für eine Bedrohung. 50 Prozent, der Deutschen sind zudem überzeugt, dass der Islam nicht nach Deutschland passt. Dieser Ansicht sind auch 18 Prozent der Muslime in Deutschland und 25 Prozent der Befragten in der Türkei. Zu diesem Ergebnis kommt der neue „Religionsmonitor“ der Bertelsmann Stiftung, dessen Zahlen der „Welt am Sonntag“ exklusiv vorliegen. Er zeigt: Die Hälfte der Bevölkerung teilt nicht die Auffassung von Ex-Bundespräsident Christian Wulff, dass der Islam nach Deutschland gehöre. Auch international wird der Islam als eine Bedrohung wahrgenommen: 76 Prozent der Israelis, 60 Prozent der Spanier, 50 Prozent der Schweizer und 42 Prozent der US-Amerikaner schätzen ihn als gefährlich ein. Aber auch das Judentum sehen 19 Prozent der Ost- und Westdeutschen als Bedrohung. Die Zweifel an der Vereinbarkeit von Islam und westlicher Welt sind in Ostdeutschland stärker ausgeprägt als im Westen (57 zu 49 Prozent), obwohl dort weniger Muslime leben. Ältere und Menschen mit niedrigerem Bildungsgrad neigen stärker dazu, den Islam als Gefahr wahrzunehmen.

Viele Muslime sagen: Nur meine Religion hat Recht

Deutliche Unterschiede zeigen sich auch beim Verhältnis zur Religion: 39 Prozent der Muslime in Deutschland sind der Ansicht, dass in religiösen Fragen nur ihre Religion Recht und die anderen Unrecht haben. Bei den Christen sind es nur zwölf Prozent. Insgesamt stimmen 15 Prozent der Befragten dieser Aussage zu. Kaum Unterschiede gibt es hingegen bei der Frage, ob die Demokratie eine gute Regierungsform ist: 88 Prozent der Christen bejahen das, 79 Prozent der Muslime und 80 Prozent der Konfessionslosen. Zudem ist das Demokratieverständnis bei Muslimen in Deutschland offenbar ausgeprägter als bei Ostdeutschen. Während 80 Prozent der Muslime den Satz „Die Demokratie ist eine gute Regierungsform“ bejahen, sind es bei den Ostdeutschen nur 76 Prozent. In Westdeutschland liegt die Zustimmung bei 88 Prozent. Unter den Konfessionen ist die Zustimmung bei den Protestanten am höchsten (90 Prozent), gefolgt von den Katholiken (86 Prozent) und den Konfessionslosen (80 Prozent).

Ost-West-Trennlinie bei ethischen Fragen

Auch bei ethisch-moralische Fragen verlaufen die Trennlinien eher zwischen Ost und West oder zwischen den Konfessionen als zwischen westlicher und muslimischer Welt. Dass ein Schwangerschaftsabbruch grundsätzlich erlaubt sein sollte, finden laut Studie 54 Prozent der Westdeutschen, aber 69 Prozent der Ostdeutschen. Bei Konfessionslosen (73 Prozent) und Protestanten (62 Prozent) spricht sich jeweils eine klare Mehrheit für den legalen Abbruch aus, bei den Katholiken (46 Prozent) und Muslimen (35 Prozent) nur eine Minderheit. Bei der Frage, ob Homosexuelle heiraten dürfen sollten, gibt es unter Muslimen zwar deutlich weniger Zustimmung (48 Prozent) als bei Katholiken und Protestanten (70 und 78 Prozent) sowie den Konfessionslosen (87 Prozent), aber dennoch spricht sich fast jeder zweite Muslim dafür aus. Anders bei der Sterbehilfe. Während bei allen anderen Konfessionen das Thema auf hohe Zustimmung trifft, glauben es nur 42 Prozent der Muslime, dass ein unheilbar Kranker das Recht auf einen selbstbestimmten Tod habe.

Muslime wollen mehr Einfluss für religiöse Vertreter

Deutliche Unterschiede gibt es bei Fragen nach dem Verhältnis von Religion und Politik. Jeder dritte Muslim ist der Ansicht, dass führende Vertreter der Religionen Einfluss auf die Entscheidungen der Regierung nehmen sollte – das sind deutlich mehr als bei den anderen Konfessionen. 39 Prozent der Muslime bejahten die Aussage, „dass in religiösen Fragen vor allem meine eigene Religion Recht und andere Religionen eher Unrecht haben“ – mehr als dreimal so viel wie Katholiken (12 Prozent) und Protestanten (11 Prozent). Für den Religionsmonitor wurden im November und Dezember 2012 insgesamt rund 14.000 Menschen in 13 Ländern zu ihrer persönlichen Religiosität, ihren Wertehaltungen und dem Verhältnis von Religion, Politik und Gesellschaft befragt.

Originalartikel Die Welt

Häßlichkeit kennt keine Grenzen

Veröffentlicht: April 29, 2013 in Migration & Islam
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Hahaha! Ich lach´ mich gerade kaputt. Und zwar nach dem Fertiglesen eines Artikels über Alltagsästhetik. Ist von einer Frau geschrieben, und sie beschreibt darin sehr ehrlich, sehr sarkastisch und ohne politische Korrektheit die alltäglichen Häßlichkeiten, die einem draußen zugemutet werden.

Auch kennt sie keinen Schmerz und keinen Ekel und überschreitet die Grenze des Erträglichen, was Intimität und Körperlichkeit anbelangt. Ihre ästhetischen (Haß-)Objekte sind deutsche Männer und Frauen. Dabei durchbohrt sie ihren Gegenstand mit einem Röntgenblick, der selbst mich Staunen macht und ihr Respekt zollen läßt. Zunächst nimmt sie den deutschen Mann im Sommer ins Visier. Mit seinen knielangen Billig-Shorts, den verwaschenen geschmacklosen Shirts, auf denen irgendein englischer Fuck-you-Spruch, den hierzulande eh keine Sau versteht, oder Werbung für eine trendy Firma steht. Ein Globus an Bauch lugt unter dem Saum hervor, schmierig und haarig, mit einem abnormal großen Bauchnabelbutton, unterhalb gekrönt von so einer Gürteltasche. Er trägt weiße oder schwindelerregend bunte Socken und Birkenstock-Latschen. Sein Gesicht ist aufgedunsen von vielem Fressen und Saufen, er hat einen Stiernacken, auf dem Kopf sitzt ein lächerliches, ausgeblichenes Käppi. Dann geht sie in die Vollen und beschreibt, wie es wohl “innen” aussehen mag. Die angegilbte Arschritze, die vermutlich immer schweißfeucht ist – und dann die Gerüche … Als nächstes bekommt die Damenwelt ihr Fett weg. Die dicken Preßwurstkörper in viel zu engen Jeans und Bodys, die jeden Moment aufzuplatzen drohen, das schwere, billige Parfüm, die welke Haut, die unterm Kinn schon schlabbert, die häßlichen Tattoos und Piercings, die man sich allen Ernstes noch mit Fünfundvierzig hat drauf tun lassen, und die abartig langen Fingernägel mit aufgeklebtem Strass. Sie stellt sich vor, wie diese Leute es miteinander treiben und muß dabei in Gedanken kotzen. Am Ende beschreibt die messerscharfe Analytikerin der derangierten Alltagsästhetik, wie solche Leute wohnen. Sie bedauert, daß heutzutage das noch bis in den Neunzigern erwerbbare urdeutsche Gelsenkirchener-Barock-Ambiente fast kein Möbelhaus mehr anbieten würde, so daß die Häme über diese Leute differenzierter ausfallen müsse und deshalb mehr Arbeit mache. Entweder gibt es nun IKEA oder verspießerte Verniedlichungsformen von Designermöbeln, deren originale Lienen man solange auf Massen- und Billiggeschmack ummanipuliert hat, daß sie zwar noch irgendwie “modern” wirken, nichtsdestotrotz das Moderne an ihnen auf dem Niveau einer Gute-Zeiten-Schlechte-Zeiten-Deko reduziert ist. Irgendso ein vergrößertes Foto von einer Schönen aus der Chanel-Werbung an der Wand anstatt des röhrenden Hirschs, irgendso ein dreißigfach billigeres, feuerwehrrotes Sofa in der guten Stube als das im Atelier eines Avantgardekünstlers und irgendso eine Kaffeemaschine, für welche die Visage von George Clooney für Weltläufigkeit selbst in Castrop-Rauxel sorgt. Ich habe solche defätistischen Texte stets geliebt. Daß man mit dem schriftstellerischen Messer tiefer stößt als der weichgespülte Rest. Daß man das Negative und das Häßliche des Alltags und des Lebens nicht nur in pathetischen Tragödien feiert, sondern sich mithilfe bitterbösen Humors direkt in das Reich des Schmutzes, Ekels und “der letzten Dinge” der Intimität begibt, um aufzuzeigen, wie klein und elendig wir Menschen auf diesem Planeten doch sind. Oder anders anders gesagt, ich liebe es, mich im Dreck zu suhlen.

Nun frage ich mich, ob ich zu aller Belustigung auch so einen Text verfassen könnte. Hätte ich eigentlich das Talent dazu? Ich versuche es einfach mal … Aber halt! Bei mir ist das Vorhaben ein wenig problematisch. Wegen, Sie wissen schon, meines Migrationshintergrund-Dingsbums. Man würde mir Deutschfeindlichkeit vorwerfen. Denn eins ist klar: Samt und sonders handelt es sich bei den zum vernichtenden Spott Freigegebenen um den “weißen Mann” und die “weiße Frau”. Außer ihr scheint keine Ethnie auf der Welt häßliche, stinkige oder ekelerregende Eigenschaften zu besitzen. Nur über sie darf man sich lustig machen und ekeln. Jetzt, wo ich es mir so überlege, erscheint mir die Verfasserin des Artikel doch nicht mehr so mutig. Doch wie gut, daß wir inzwischen in einer bunten Republik leben, so daß ich meinen Senf zum Thema auf meine mogrationshintergründliche Art geben darf. Ja, und wie ich so durch die Straßen flaniere und es der Zufall so will, watschelt mir auch schon die erste übelkeitserregende Ästhetikkatastrophe entgegen: Eine halb verschleierte Muslimin. Über sie wird in der Regel stets in einem gesellschaftspolitischen und religionsphilosophischen Sinne diskutiert. Keiner traut sich aber zu sagen, wie beschissen so eine Verschleierte aussieht. Ich kann mir nicht helfen, aber der Kopfbereich dieser Kopftuchtanten erinnern mich immer an die Spitze eines Penis´, wobei das Tuch die Vorhaut darzustellen scheint und das Gesicht die hervorlugende Eichel. In meiner Jugend pflegten wir uns Jungs gegenseitig ganz böse mit “Fotzengesicht” zu beschimpfen. Die Kopftuchtanten scheinen auf ihrem Hals stets ein “Eichelgesicht” zu tragen, sofern dies nicht auch noch verschleiert ist. Sie ist ein älteres Semester und das Wort “füllig” würde ihr eher schmeicheln. Ich habe nie verstanden, warum im Islam sich auch potthäßliche Frauen verschleiern müssen. Lösen sie bei den Männern andernfalls auch sofort den Vergewaltigungsreflex aus? Interessant. Sie steckt in so einem fußlangen grauen Staubmantel, und an solch einem sonnig warmen Tag mag ich mir ehrlich gesagt die Sache mit dem Schwitzen und Stinken unterm Kaftan auch nicht vorzustellen, geschweige denn das Kondensieren in der Arschritze. Dann streift eine Junge von diesen Aliens an mir vorbei. Sie sieht ziemlich abgespaced aus. Kennt noch jemand die Comedy-Serie “The Coneheads”? Das waren lustige Außerirdische, die auf der Erde gestrandet sind und deren Schädel sich konisch und spitz so lang wie der Kopf selbst in die Höhe zogen. “Modische” Musliminnen (ich weiß, daß es Muslima heißt – aber ich scheiß was drauf) binden ihre langen Haare zu solch einem bizarren Turm auf, stülpen ein feines Kopftuch darüber und machen sich so zum Conehead. Vermutlich denken sie, das sieht total geil aus. Nee, tut es nicht, sieht total kacke und lachhaft aus. Es wirkt irgendwie, als sei bei ihnen irgendwas da oben erigiert, das nicht weiblich ist. Zudem ist die Kleine stark geschminkt und trägt eine hautenge Jeans und eine noch engere Tittenverstärker-Bluse. Welche Art von Signal soll von ihrer Aufmachung ausgehen? Etwa: Ich bin keine Nutte wie alle deutschen/westlichen Frauen, weil ich Allah anbete und kopfbetucht bin und so, aber ich möchte im Kampf mit meinen Konkurrentinnen die gleichen Nuttensignale aussenden, weil ich sonst liebes- und fortpflanzungstechnisch in die Röhre schaue? Naja, Frauen …

Ich stelle gerade fest, daß man mir bei all meinem Gerede über die allgegenwärtige menschliche Unästhetik eine Migranten-, insbesondere jedoch Muslimfeindlichkeit unterstellen könnte. Völlig falsch! Im Gegenteil, Professor Akif will nur helfen, das Menschengeschlecht zu veredeln. Und hier kommt wieder die Evolution ins Spiel. Ihr kopfbetuchten und verschleierten Frauen, ich appelliere an euer Mutterherz und an euren Mutterstolz. Nicht nur, daß ihr in dieser Aufmachung wirklich widerlich aussieht, nein, dadurch bekommt ihr auch total häßliche, doofe und im schlimmsten Fall mißgebildete Kinder. Ihr ahnt es vielleicht, aber es ist wahr, wer die Karten in diesem Spiel nicht offen auf den Tisch legt, hat von vornherein verloren. Damit meine ich Folgendes: Wir finden etwas häßlich, weil es für uns ungesund erscheint. Gesund gleich bessere Reproduktionschance, ungesund gleich das Gegenteil. Alles klar? Bei einer Begegnung der paarungswilligen Geschlechter spielen neben Körper- und Gesichtssymmetrie, Alter, Größe, Geruch, geschlechtsspezifische Abmessungen (z. B. das sogenannte gebärfreudige Becken) im Falle der Frau die Haare eine eminente Rolle. Der jeweilige Bewerber hakt diese Punkte selbstverständlich nicht anhand einer Checkliste ab, sondern erfaßt sie vermittels seines evolutionären Programms intuitiv, also gefühlsmäßig, denn bekanntlich sind Gefühle die Instrumente der Gene. Der Glanz, die Beschaffenheit und die Geschmeidigkeit des Frauenhaars ist hierbei für den Mann ein wichtiger Indikator für das Gen-Setting des potenziellen Sexualpartners. Deshalb machen Frauen auch solch eine Wissenschaft um ihre Haare und lassen sie meistens lang wachsen. Wenn man jedoch diesen wichtigen Indikator für die natürliche Auslese unter einem Tuch verschwinden läßt, bei einer Verschleierung gar die anderen Indikatoren gleich mit, so zwingt man dem evolutionären Prozeß eine Deformierung auf. Welche Art, dies zu analysieren würde hier zu weit führen. Das Verbergen der weiblichen Haare und damit auch die Verstellung des Gesamteindruck des Gesichtes führt jedenfalls automatisch dazu, daß “Bewerber” ungenügende oder falsche Informationen erhalten. Oder platt ausgedrückt, je mehr die Frau zeigt, desto passender die natürliche Auslese ergo “gesünder” die folgende Generation. Der Intelligenz-, Körpergrößen- und Alterungsschub des weißen Mannes beginnt denn auch folgerichtig nach dem Mittelalter, an dem die Frau sich immer mehr zu “öffnen” beginnt und so dazu beiträgt, daß die optimalen evolutionären Zahnränder ineinander greifen. Bekanntlich liegt Schönheit im Auge des Betrachters. Häßlichkeit ebenso. Doch wenn Autoren und Geistesmenschen, die für ihre Neutralität und ihren Scharfsinn bekannt sind, sich in dieses verminte Gelände begeben, sollten sie des Zeitgeistes wegen auf einem Auge nicht blind sein. Das evolutionäre Erbe in unseren Genen weiß sehr wohl zwischen schön und unschön zu unterscheiden, wenn auch nicht immer und hundertprozentig – sonst wären wir alle nicht hier. Ja, Häßlichkeit kennt keine Grenzen. Aber auch keine Ethnie.

Originalartikel Die Achse des Guten

Das ist das Schöne an wahrer Wissenschaft: sie gilt der Suche nach Wahrheit. Und wenn man erkennt, dass man sich getäuscht hat, darf man frühere Aussagen korrigieren

So sagt James Lovelock im Frühling 2012 in einem Interview mit msnbc: “Das Problem ist, dass wir nicht wissen, was mit dem Klima los ist. Vor zwanzig Jahren dachten wir, das zu wissen und veröffentlichten alarmistische Bücher – meine eigenen eingeschlossen – weil alles klar schien. Aber nichts von dem, was wir vorausgesagt haben, ist eingetreten.” Der inzwischen 92-jährige britische Wissenschafter James Lovelock wurde schon in den 80er Jahren zum Säulenheiligen der ökologischen Bewegung. Er war einer der ersten, die vor einer gefährlichen Aufwärmung der Atmosphäre durch die Einleitung von immer mehr CO2 warnten und galt in der grünen Szene als “Gottvater der Erderwärmung”. In einem Interview mit der amerikanischen msnbc verkündete er, er habe sich geirrt, als er zusammen mit Al Gore und anderen prominenten Politikern und Wissenschaftlern auf der Grundlage von Computer-Extrapolationen vor einer heraufziehenden Klimakatastrophe warnte. Die vorausgesagte galoppierende Erderwärmung sei nun schon zwölf Jahre lang ausgeblieben, obwohl der CO2-Gehalt der Luft in dieser Zeit munter weiter gestiegen ist. Interessant – zu James Lovelock finden sich dank Google beinahe 1 Million Internet Seiten – und auch das erwähnte Interview findet sich mehrmals auf britischen und amerikanischen Sites – aber in den deutschsprachigen Tages- und Fachmedien fand es bisher einfach keinen Eingang. Weshalb nicht? Ein junger Ökonom und Politologe, der an der ETH im Bereich der Klima-Ethik forscht, konterte auf dieses Interview, dass es sich bei Lovelock um einen ” 92-jährigen halb-esoterischen Querkopf handle”. Immerhin hat es dieser Querkopf James Lovelock zum Mitglied der Royal Society, zur Ernennung zum C.B.E. durch die Königin von England, zum Ehrendoktor der Universität Edinburgh , Ehrendoktor der University of Kent, Ehrendoktor der University of East London, Ehrendoktor der University of Colorado, Honorary Visiting Fellow der Universität Oxford, zu über 200 wissenschaftliche Veröffentlichungen und über 50 Patenten gebracht. Aber das war, bevor er seinen Klima-Alarmismus wiederrief … Wir warten auf alle Fälle mit Neugierde auf die angekündigte Publikation von John Lovelocks neuem Buch. Nun, James Lovelock wäre nicht der erste und nicht der einzige Wissenschafter, der sich geirrt hat, aber sicherlich einer der wenigen, der den Mut besitzt, diesen Irrtum nicht zu vertuschen und durch Studien zu zementieren versucht. Naja, und die paar Milliarden Forschungs- und Alternativenergie-Förder-Gelder, die man in den Sand gesetzt hat, kann man vielleicht durch Windräder amortisieren und wenn das nicht funktioniert kann man diese ja verheizen, dann erwärmt sich die Erde vielleicht ja doch noch.

Originalartikel Die Weiterdenkerin

Jahrelang schien es, als ob Demonstrieren ein Privileg der Linken wäre. Eine einseitige Medienlandschaft hat diesen Eindruck noch verstärkt.

Sie jubelte ein paar Dutzend Camper einer sogenannten Occupy-Bewegung zu einer relevanten Größe hoch. Sie behandelte die skurrilen Typen von Attac als ernsthafte Ökonomen. Sie berichtete über nichtlinke Kundgebungen hingegen nur dann, wenn man diesen einen extremistischen Anstrich geben konnte. Inzwischen aber haben sich die Dinge massiv geändert. Jetzt hat das konservative Erwachen eine Größenordnung erreicht, welche die Medien nicht mehr totschweigen können. Bisheriger Höhepunkt des neuen bürgerlichen Erwachens in Europa sind die riesigen Kundgebungen in Frankreich gegen die Gleichstellung der Schwulenehe mit normalen Ehen und Familien durch die Linke. Diese ist ja heute so ausgelaugt, dass sie ausgerechnet durch die schwule Karte ihr geistiges wie sozial- und wirtschaftspolitisches Scheitern zu verdecken versucht. Dabei sind schwule Allianzen in den Vor-68er-Zeiten der Arbeiterbewegung völlig undenkbar gewesen. Die heutigen Linksparteien begreifen nicht einmal, wie sehr diese Karte einer zweiten widerspricht, die sie noch aus dem Ärmel ziehen, nämlich der islamischen. Da ihnen ja die traditionellen Arbeitnehmer davonlaufen, versuchen die Linksparteien halt, auf die Zuwanderer zu setzen, die sie deshalb auch möglichst rasch stimmberechtigt machen wollen. Da jedoch diese Zuwanderer überwiegend aus dem islamischen Raum kommen, schadet den Linken ihre Schwulisierung mehr, als sie nützt. Denn im Islam werden Schwule überall verfolgt – sehr zum Unterschied von Europa, wo die Diskriminierung längst nur noch eine geschickte Propagandabehauptung der schwulen Wortführer ist. Ebenso wie diese beispielsweise die Aids-Erkrankungen raffiniert benutzt haben bis hin zur Veranstaltung von Bällen (während mir Bälle und Fahnen für – oder gegen – Lungenkrebs und Herzinfarkt nicht bekannt sind). Frankreichs Bürger reagieren auch noch aus einem anderen Grund besonders sensibel: Frankreich ist nämlich – trotz all seiner seit langem angewachsenen und durch die jetzige Regierung noch dramatisch verschärften Probleme – ein sehr familienfreundliches Land. Es hat eine weit höhere Geburtenquote als etwa Österreich (und das nicht nur bei den Zuwanderern). In Frankreich werden Kinder auch nirgendwo als Störfaktor empfunden. Aber das ist schon wieder ein anderes Thema. Mehr zum Thema gehört hingegen die Tatsache, dass Präsident Hollande bei Umfragen schon heute so unbeliebt ist wie noch nie ein französisches Staatsoberhaupt. Offensichtlich wird der Protest des bürgerlichen Frankreichs gegen die Schwulen-Ehe keineswegs rasch verebben, auch wenn es nicht jede Woche über eine Million in die Straßen von Paris treiben wird. Wo immer rote und grüne Minister und Politiker jetzt auftreten, werden sie nun mit Jugendlichen und deren Protesten gegen die Schwulenpolitik der derzeitigen Mehrheit konfrontiert. Das ist für Linke eine ziemlich unangenehme Erfahrung, haben doch etwa die Sozialdemokraten umgekehrt in Deutschland CDU-Politiker jahrzehntelang bei Wahlkampfveranstaltungen zu stören versucht. Ähnliche Massenkundgebungen aus dem selben Anlass hatte es schon davor in Spanien gegeben. Auch dort haben Kirche und konservative Parteien einen mächtigen Schulterschluss vorgenommen und die größten Massenkundgebungen der Geschichte veranstaltet. Freilich warten viele Spanier heute schon ungeduldig darauf, dass sich nach dem Machtwechsel in Madrid dieser Schulterschluss in konkreten Beschlüssen umsetzt.Das Selbstbewusstsein der Katholiken hat in letzter Zeit auch durch den neuen Papst Auftrieb erfahren. Dieser verwendet gerade zum Thema Schwulenehe mehr als deutliche Worte (während das Gerede mancher „Experten“ etwa über Frauenpriesterinnen als mediale Blase längst wieder geplatzt ist). Umso beschämender ist es freilich, dass sich die Kirche in Österreich derzeit nur als Wurmfortsatz der Linken präsentiert. Das zeigt sich bei jedem einzelnen politischen Auftritt des österreichischen und des Wiener Caritas-Chefs. Das zeigt sich an der erzbischöflichen Unterstützung für die Votivkirchenbesetzer. Das zeigt sich am Nichtstun gegen rebellische Linkspriester bei gleichzeitig scharfen Disziplinierungsmaßnahmen gegen ungeschickt formulierende konservative Kirchenmänner. Das zeigt sich am weitgehenden Desinteresse der österreichischen Amtskirche an allen Solidaritätskundgebungen für die verfolgten Christen (immerhin werden derzeit weit mehr Christen verfolgt und umgebracht als in den heroischen Zeiten der Katakomben). Umso erstaunlicher sind die Signale anderswo. Auf vielen Gebieten, bei denen die Konservativen früher nur deprimiert geschwiegen hatten, sind sie nun mutiger geworden. So ist auch im laizistischen Berlin jetzt die Auszeichnung Daniel Cohn-Bendits mit einem linksliberalen Preis auf heftige Proteste gestoßen. Mit gutem Grund: Hat der grüne Vormann doch in einem Buch selbst von – vorsichtig ausgedrückt – erotischen Begegnungen mit Kindern geschwärmt. Gegen einen Grünen ging aber natürlich – natürlich? – bisher kein Staatsanwalt vor. Grüne werden vielmehr noch immer mit Preisen geziert. Mit größerer Ambivalenz ist ein anderer Vorgang in Berlin zu bewerten. Da ist es zwar an sich sehr positiv, dass CDU/CSU und FDP im Bundestag den Vorstoß der Linken abgeschmettert haben, eine verpflichtende Frauenquote in Aufsichtsräten einzuführen. Die Mühe und die Not und die Begleitumstände, wie das geschehen ist, zeigen aber: In der CDU sind noch immer manche von linken Dummheiten erfasst, obwohl Angela Merkel seit ein paar Monaten angesichts nahender Wahlen verzweifelt wieder nach rechts schwimmt. Ein CDU-Parteitag hatte die Quote zwar vor kurzem strikt abgelehnt. Dennoch hat ein parteiinternes Grüpplein jetzt durchgesetzt, dass sich die CDU-Fraktion zugleich mit der Ablehnung des linken Antrags ausdrücklich für die Androhung einer Quote ab 2020 ausspricht. Diese Gruppe wird von der Ministerin von der Leyen angeführt. Ihr ist es egal, was ein Parteitag sagt. Und ebenso, dass die Mehrheit der Deutschen strikt gegen die Quote ist. Das ist bei Männern wie Frauen der Fall. Bei den Frauen sehen die einen die Aufsichtsrats-Debatte als absurdes Elitenthema; die anderen sehen, wie ihre Männer und Söhne jetzt schon allerorten diskriminiert werden, weil ja die Ausschreibungen schon überall im öffentlichen Bereich Frauen bevorzugen; und die Frauen, die längst interessante Karrieren machen, erkennen, dass sie nun als Quotenfrauen diskriminiert sind. Aber Frau von der Leyen ist halt bei linken Medien sehr beliebt; das war ihr oft wichtiger als die eigenen Wähler. Wie das alles zusammenhängt? Nun jedenfalls insofern, als die schweigende Mehrheit in Europa immer weniger schweigt; als die Linke geistig überall in der Defensive ist; als nur jene Bürgerlichen, die sich so gern dem Zeitgeist anpassen, das noch nicht gemerkt haben; als Europa in Wahrheit mehr mit einem christlich-jüdischen Abendland und dessen traditionellen Werten als mit hektischen Schuldenmachereien zu tun hat; als immer mehr grundsätzlich konservative Menschen auf der Suche nach einer neuen geistigen Heimat sind; als viele in den einst so großen Parteien der rechten Mitte, aber auch manche Amtsträger der Kirche, noch immer nicht erkennen, wo ihre Gefolgschaft steht; und als viele von ihnen daher immer stärker von Orientierungslosigkeit gepackt werden.

Originalartikel Andreas Unterbergers Tagebuch

Österreichische Sicherheitsbehörden befürchten eine Radikalisierung: Bis zu fünf Dutzend Flüchtlinge aus Syrien, Afghanistan, Pakistan und vor allem Tschetschenien sind in den Syrien-Krieg gezogen.

Der Bürgerkrieg in Syrien zieht Tausende Gotteskrieger aus aller Welt an. Die meisten pilgern aus arabischen Nachbarländern zum Kampf gegen den syrischen Diktator Bashar al-Assad. Zunehmend folgen zudem junge Muslime aus Europa dem Ruf zu den Waffen. Der Terrorismusexperte Gilles de Kerchove schätzt, dass derzeit rund 500 Islamisten aus Europa in Syrien kämpfen. Auch Österreich ist zu einem Ausgangspunkt für den bewaffneten Jihad geworden. Wie „Die Presse“ aus Sicherheitskreisen erfuhr, haben sich bis zu 60 Männer aus Österreich auf die Seite der Rebellen in Syrien geschlagen. Es handle sich dabei großteils um syrische, pakistanische, afghanische und tschetschenische Asylwerber oder Flüchtlinge. In den vergangenen Monaten hätten sich zehn bis 15 Tschetschenen aus Österreich auf den Weg in den Syrien-Krieg gemacht. Die österreichischen Behörden betrachten diese Entwicklung mittlerweile als „Sicherheitsrisiko“. Denn die Kriegserfahrung radikalisiere die Kämpfer oft. Besonders unter die Lupe genommen haben österreichische Verfassungsschützer in diesem Zusammenhang die tschetschenische Szene in Graz. Insgesamt leben rund 26.000 Tschetschenen in Österreich, die meisten davon sind infolge der Tschetschenienkriege (1994-96, 1999-2009) gekommen und leben hier als Asylwerber oder anerkannte Flüchtlinge. Die Konfliktlinien ihrer Heimat trennen sie auch hier: Es gibt Anhänger des früheren separatistischen Pragmatikers Aslan Maschadow, aber auch Sympathisanten Doku Umarows. Umarow ist ein islamistischer Rebellenführer („Kaukasus-Emirat“), der sich in den Wäldern der russischen Teilrepublik versteckt hält und gegen die Moskau-treue Führung von Ramsan Kadyrow kämpft. Auch Parteigänger Kadyrows halten sich in Österreich auf. Der Weg der Jihad-Touristen führt meist über die Türkei. Dort verliert sich ihre Spur. Deshalb kann die Polizei nur schätzen und nicht genau angeben, wie viele verdächtige Personen nun tatsächlich die Grenze nach Syrien überquert haben, um sich den Rebellen anzuschließen.

Werbevideos aus Syrien

Kämpfer mit Nordkaukasus-Hintergrund sind in Syrien recht aktiv. Nach Angaben der syrischen Armee seien es 100 Männer. Es dürften freilich um einige mehr sein: Allein im Februar sollen 17 nordkaukasische Kämpfer in der Region Aleppo ums Leben gekommen sein, geben die Rebellen an. Eine Schlüsselrolle im Engagement tschetschenischer Jihadisten spielt der Kommandant Abu Omar al-Shishani (auch al-Chechen genannt, „der Tschetschene“), ein Verbündeter Umarows und Veteran aus den Tschetschenienkriegen. Al-Chechen stammt aus dem georgischen Pankisi-Tal und befehligt in Syrien die „Brigade der Migranten und Unterstützer“ („Jaish al-Muhajireen wa Ansar“), die 1000 Kämpfer umfassen soll. Es ist eine internationale Brigade, der neben Tschetschenen auch Kämpfer aus Russland, der Ukraine, Türkei und Tadschikistan angehören – sogar ein Han-Chinese soll darunter sein. Ob es tatsächlich 1000 Kämpfer sind, ist schwer zu überprüfen. Auf einem Video, abrufbar auf der Webseite der Brigade, sind bei einer Versammlung höchstens 200 bis 300 schwer bewaffnete und teils vermummte Rebellen zu sehen. Die Brigade soll Mitte 2012 ursprünglich von libyschen Kämpfern gegründet worden sein. Al-Chechen – er trägt eine Wollmütze, einen auffälligen roten Vollbart und tritt stets in sportlicher Survivalkleidung auf – ist in der Stadt und Provinz Aleppo aktiv. Laut einschlägigen Webseiten hat die internationale Brigade am Dienstag den Militärflughafen von Aleppo erobert und 20 Schützen- und Kampfpanzer russischer Bauart erbeutet. Auch bei anderen Anschlägen in der Region soll sie sich beteiligt haben. In einem anderen Video ruft al-Chechen, umringt von Kämpfern, zum Jihad auf. „Wir haben viele Chancen verpasst“, sagt er. „Aber hier und heute besteht eine reale Chance, die Scharia in anderen Staaten zu verbreiten.“ Und al-Chechen verrät in seinem Werbevideo auch, was er und seine Kämpfer am dringendsten benötigen: „in erster Linie Geld“.

Originalartikel Die Presse

Daniel Cohn-Bendit, dessen Sätze über Sex mit Kindern nur „Fiktion“ gewesen sein sollen, erhält wütenden Protesten zum Trotz den Theodor-Heuss-Preis.

Es spielen sich ziemlich unschöne Szenen auf dem Stuttgarter Schlossplatz ab, der guten Stube der baden-württembergischen Landeshauptstadt. Die Theodor-Heuss-Stiftung hat ins Neue Schloss geladen. Daniel Cohn-Bendit soll im Weißen Saal mit dem nach dem ersten Bundespräsidenten benannten Preis ausgezeichnet werden. Als er aus dem Taxi steigt, rufen einige der etwa siebzig Demonstranten: „Schämt euch!“ Die Junge Union und Missbrauchsorganisationen haben zu dieser Demonstration aufgerufen. Auch der Oppositionsführer im Landtag, Peter Hauk (CDU), hat sich bei den Demonstranten eingereiht. „Heuss-Preis für Kindersex“ steht auf einem Transparent. Die Junge Union hat ein Plakat im Stil der Grünen vorbereitet: „Daniel Cohn-Bendit schwärmt von Sex mit Kindern – Winfried Kretschmann schwärmt von Cohn-Bendit.“ Als der Ministerpräsident ins Schloss geht, gibt es Buhrufe. Ein Missbrauchsopfer aus der Odenwaldschule stürmt mit einem Transparent die Treppen des Schlosseingangs empor. Polizisten werfen den Mann zu Boden. Dann gibt es Grußworte, Festreden, eine Laudatio auf den 68 Jahre alten grünen Politiker. Es sprechen: der Vorsitzende der Heuss-Stiftung, Ludwig Theodor Heuss, der Enkel des Bundespräsidenten; Ministerpräsident Kretschmann, ein alter Weggefährte des Preisträgers; Roger de Weck, ein Schweizer Publizist; und schließlich Cohn-Bendit selbst. Die Laudatoren und der Preisträger müssen so viele Worte zur Rechtfertigung dieser Preisvergabe verwenden, dass man sich fragt: Warum bekommt jemand einen Preis, wenn hierfür so viel Entschuldigungsprosa nötig ist?

Äußerungen sollten schockieren

Cohn-Bendit hat 1975 in dem Buch „Der große Basar“ Pädophilie als Teil der sexuellen Befreiung gerechtfertigt. „Es ist mir mehrmals passiert, dass einige Kinder meinen Hosenlatz geöffnet und angefangen haben, mich zu streicheln. Das stellte mich vor Probleme… Da hat man mich der Perversion beschuldigt… Ich hatte glücklicherweise einen direkten Vertrag mit der Elternvereinigung, sonst wäre ich entlassen worden.“ Cohn-Bendits spätere Erklärung lautete immer, die Beschreibungen dieser pädophilen Vorkommnisse seien „Fiktion“ gewesen, „schlechte Literatur“, es habe kein Missbrauch von Kindern „stattgefunden“. Als Persilschein für diese Version hatte sich der grüne Politiker stets auf einen Brief aus dem Jahr 2001 berufen. Darin hatten einige von Cohn-Bendits früheren Zöglingen und deren Eltern erklärt, dass es keinen Missbrauch gegeben habe. „Wir wissen, dass er niemals die Persönlichkeitsgrenzen unserer Kinder verletzt hat. Im Gegenteil, er hat sie geschützt“, heißt es in diesem Brief, der auch von der grün-roten Landesregierung zur Entlastung Cohn-Bendits zitiert wurde. Kurz vor der Verleihung des Heuss-Preises waren nach Recherchen und einem Vorabbericht der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung (F.A.S.) Zweifel an der Entlastung durch diese Aussagen aufgekommen. Die Initiatorin des Solidaritätsbriefes, Thea Vogel, hatte der F.A.S. gesagt, dass sie mit Cohn-Bendit nie über mögliche Vorfälle diskutiert habe. Sie habe ihn aus politischen Gründen entlastet: „Ich war empört darüber, dass daraus eine Kampagne gegen Dany gemacht wurde, um ihn politisch zu diskreditieren. Ich fand auch die Anschuldigung gegen Dany, dass er pädophil sei, vollkommen haltlos“, sagte Frau Vogel der F.A.S. Sie musste zugeben, dass ihr Sohn zur fraglichen Zeit gar nicht von Cohn-Bendit in der Universitäts-Kita betreut worden war. Auch habe sie Cohn-Bendits Buch nicht „so genau“ gelesen. Hierauf reagiert Daniel Cohn-Bendit am Samstag im Neuen Schloss. Er zitiert ausgiebig aus einem Leserbrief, der ihn seiner Auffassung nach entlastet: „Die Äußerungen in dem Buch waren eine Fiktion und Provokation, sie sollten schockieren. Wir haben in dem Brief damals schon erklärt, dass sie im Zeitkontext gesehen werden müssen. Sie sind und waren jedoch keine Beschreibung realer Vorkommnisse in der Kita“, zitiert Cohn-Bendit.

FDP verbreitet Auszug aus „Pflasterstrand“

Er behauptet, die F.A.S. habe das Interview verkürzt – „in alter stalinistischer Methode“. Er wäre doch mit den Kindern aus der Kita nicht „bis heute“ befreundet, die damaligen Kinder würden auch nicht zu seinem Geburtstag kommen, wenn er sie tatsächlich missbraucht hätte. Als Cohn-Bendit vom frühen Tod seiner Eltern erzählt, verschlägt es ihm die Stimme, er bricht in Tränen aus. Er sagt: „Kritisiert mich für das, was ich geschrieben habe, aber jagt mich nicht für etwas, was ich nicht gemacht habe.“ Kretschmann, de Weck und Heuss begründen, warum sie Cohn-Bendit trotz allem für preiswürdig halten. Der Ministerpräsident sagt, es habe während der Achtundsechziger-Zeit Tabubrüche gegeben, die richtig gewesen seien. „Früher war Homosexualität strafbar“, heute seien bekennende Schwule Bundesminister und Ministerpräsidenten. Doch: „Bei Sex mit Kindern hört der Tabubruch auf.“ Es sei ein „elementarer Unterschied“, ob Cohn-Bendits Irrtümer verbaler Natur seien oder tatsächlich stattgefunden hätten. Aber genau das ist durch die Aussagen Thea Vogels wieder fraglicher geworden. Die baden-württembergische FDP verbreitet am Samstag einen namentlich nicht gekennzeichneten Textauszug aus der früheren Zeitschrift „Pflasterstrand“ aus dem Jahr 1978, für die Cohn-Bendit damals redaktionell verantwortlich war: „Letztes Jahr hat mich ein 6jähriges Genossenmädchen verführt. Es war eines der schönsten und sprachlosesten Erlebnisse, die ich je hatte. Vielleicht war es so schön, weil es so sprachlos war. Es war das einzige Mal, wo es mir nicht zu früh kam. Aber das war nicht wichtig in dem Moment, und es ist auch jetzt nicht wichtig, ein Traktat über das Für und Wider von Päderastie zu schreiben“, heißt es in der Zeitschrift.

Heuss redet von Hetzjagd

Der Laudator de Weck sagt, die Grenze zwischen harter Auseinandersetzung und Verleumdung verlaufe dort, wo „der Citoyen Cohn-Bendit“ verächtlich gemacht werden solle. Diskussionen im öffentlichen Raum müssten weiter der Ratio verpflichtet bleiben, es sei gefährlich, wenn die politische Kultur der amerikanischen „Tea Party“-Bewegung auch in Europa Fuß fasse. Ludwig Theodor Heuss, der Vorsitzende der Stiftung, verteidigt die Auszeichnung Cohn-Bendits ebenfalls. Ursprünglich sollte der Präsident des Bundesverfassungsgerichts, Andreas Voßkuhle, die Festrede halten. Er sagte mit der Begründung ab, er wolle den Eindruck vermeiden, das Gericht billige Aussagen wie die von Cohn-Bendit. Auch Bundesjustizministerin Leutheusser-Schnarrenberger (FDP) erschien nicht zu der Ehrung. Die Stiftung hatte zunächst erwogen, den Preis an Bundestagspräsident Norbert Lammert (CDU) oder den Präsidenten des Europäischen Parlaments, Martin Schulz (SPD), zu vergeben. Schließlich entschied man sich für Cohn-Bendit, über die Pädophilie-Vorwürfe wurde erst in einer eilig einberufenen zweiten Sitzung gesprochen. Der FDP-Fraktionsvorsitzenden Hans-Ulrich Rülke kritisierte die Entscheidung, die linksliberale Stiftung beharrte danach erst recht auf ihrem Kandidaten. Heuss sagt, Kampagnen gehörten zwar zum politischen Geschäft, es habe jedoch im Internet eine „Hetzjagd“ gegeben. Heuss zitiert den Titel eines Buches von Horst Eberhard Richter: „Flüchten oder Standhalten“. Gesine Schwan, Vorsitzende des Kuratoriums der Heuss-Stiftung und somit eine der Hauptverantwortlichen für die Auswahl des Preisträgers, sagt, vielen Kritikern sei es nur darum gegangen, die Achtundsechziger-Bewegung zu diskreditieren.

Originalartikel Frankfurter Allgemeine Zeitung

Unmittelbar nach den Bombenanschlägen beim Boston-Marathon wurde in fast allen Nachrichten von einem jungen Saudi berichtet, der als „Person von Interesse“ in einem Krankenhaus unter Beobachtung stehe. Nun wurde eben dieser saudische Staatsbürger unter Berufung auf die „Nationale Sicherheit“ schnell abgeschoben.

Laut des Terrorismus-Experten Steve Emerson handelt es sich dabei um den 20-jährigen Abdul Rahman Ali Alharbi. Alharbi wurde vom saudischen Diplomaten Azzam bin Abdel Karim im Krankenhaus besucht. Erst danach sei seine Wohnung durch Bundesagenten durchsucht worden. Glenn Beck von „theblaze“ hat die ganze Geschichte unter Berufung auf seriöse Quellen in seiner Sendung aufgearbeitet. Er spricht von einem absoluten Wahnsinn, der sich da vor aller Welt abspielt. Die Nachrichtenagentur Reuters berichtete, dass sich US-Präsident Barack Obama am Mittwoch mit dem saudischen Außenminister Prinz Saud al-Faisal im Weißen Haus getroffen habe, um über den Konflikt in Syrien zu sprechen. Moderator Sean Hannity fügte dem Bericht hinzu: ”Das Treffen war nicht auf dem offiziellen Zeitplan Obamas.” Des weiteren wisse “theblaze” aus sicheren Quellen, dass das Visum des als  national eingestellt geltenden Mannes aus „den damit zusammenhängenden Gründen“ aufgehoben wurde und er abgeschoben werden solle.

  1. Eine Quelle beim FBI und eine andere aus der saudischen Botschaft bezogen sich darauf, dass  der Mann zu einer wichtigen saudischen Familie gehöre.
  2. Die Abschiebung solle unter Berufung auf die „Nationale Sicherheit“ und „terroristischer Aktivitäten“ erfolgen.
  3. Sein Visum wurde widerrufen.
  4. Das FBI sagte, es wäre eine Akte angelegt worden nur für den Fall, dass er mit dem Verbrechen in Zusammenhang stehe.  Aber genau diese Akte belege, dass die Abschiebung geplant gewesen sei. Es handle sich nicht um eine Vorsichtsmaßnahme, es sei ein Auftrag gewesen.
  5. Eine andere Quelle sagte, sie glaube, dass eine “freiwillige” Abreise unterzeichnet worden sei. Das bedeutet, der saudische Student könne das Land sofort verlassen.
  6. Wir glauben, dass die Ausweisungsverfügung als geheim eingestuft wurde um den FOIA (Freedom of Information Act), der besagt, dass jedem US-Bürger das Recht auf Zugang zu Dokumenten der Exekutive zustehe, zu umgehen.
  7. Die offizielle Geschichte würde dann lauten, „er wollte nach Hause gehen“.
  8. Unsere Quelle sagte, dass das FBI glaube, dass es zwei bis drei weitere Personen gebe, die mit der Sache in Verbindung stünden.
  9. Die Quelle sagte, so “sieht es aus, als würde es sich um ein Verbrechen eines einsamen Wolfes handeln“, so würden der saudische Regierung Peinlichkeiten erspart und die USA könnten es vermeiden, erklären zu müssen, dass hier eine Terror-Zelle aktiv gewesen sei, während sie al Quaida beobachteten.

Glenn Beck spricht davon, wie hysterisch CNN plötzlich von einem „weißen Mann“ berichtet habe, obwohl sie es besser gewusst hätten, denn alle ihm vorliegenden Information hätten auch alle anderen großen Medien gehabt. Breaking-news  hätte die Bostoner Polizei zitiert, wonach sie einen „dunkelhäutigen Verdächtigen” zum Gericht gebracht hätten. Beck sagt, dass „theblaze“ davon ausgehe, dass es sich bei Abdul Rahman Ali Alharbi um den Anführer der Anschläge handle und er mit Sicherheit involviert wäre. Er ereifert sich über die Berichterstattung. „Ein weißer Mann“, sagt er, „ein Araber ist verantwortlich.” Aber CNN hätte eine Clownshow abgeliefert. John King von CNN habe alle Informationen gehabt, aber nichts davon gebracht. „Mir ist es egal, welcher Religion der Verdächtige angehört oder wie er aussieht- ich will nur die Wahrheit“, sagt Glenn Beck. Eigentlich wolle er nicht glauben, dass der Präsident der Vereinigten Staaten so etwas zulasse, dass in Amerika so etwas geschehe. Aber die Fakten sagen offensichtlich etwas anderes. Der saudische Student Alharbi teilt seinen Nachnamen mit einem großen Saudi-Clan, der al-Qaida angehört. Der Alharbi-Clan ist seit langem aktiv in der al-Qaida. Khaled bin Ouda bin Mohammed al-Harbi zum Beispiel, ein saudischer Staatsangehöriger, der mit Osama bin Ladens Mudschaheddin-Gruppe in den 1980er-Jahren eng verbunden war. Er wurde angeblich Mitte der 1990er-Jahre al-Qaida-Mitglied. Im Jahr 2004 war er dann Teil einer Amnestie der saudischen Behörden. Die BBC berichtete, Khaled Alharbi sei mit der Tochter des zweiten Mannes von al-Qaida, Ayman al-Sawahiri, verheiratet. Er sei in einem Video von Osama bin Laden zu sehen gewesen, in dem die Angriffe des 11. September 2001 gelobt worden seien. Und Adel Radi Saqr al-Wahabi al-Harbi, ein saudischer Staatsangehöriger, ist ein weiteres Top-al-Qaida-Mitglied im al-Qaida-Netzwerk des Irans.

Originalartikel PI News

Armutseinwanderung stellt Städte wie Duisburg vor große Probleme. Die meisten, die nach Deutschland kommen, sind Roma. Viele befürchten, dass sich die Situation in den nächsten Jahren zuspitzen wird.

Das mit Backstein verklinkerte siebenstöckige Gebäude im Duisburger Stadtteil Rheinhausen-Bergheim war einmal eine begehrte Adresse. Früher lebten Bergleute und Stahlarbeiter mit ihren Familien hier. Doch längst haben die Zechen in Duisburg geschlossen, und auch die Stahlindustrie hat schon zu viele Krisen hinter sich. Heute ist das Hochhaus ein Symbol dafür, wie deutsche Kommunen mit einem ungelösten Problem der EU-Erweiterung zurechtkommen müssen: der Armutseinwanderung. Denn seit schätzungsweise 300 rumänisch- und bulgarischstämmige Personen in dem Gebäude wohnen, heißt es in Duisburg nur noch „Problemhochhaus“. Immer wieder kommt es zu Konflikten mit den Anwohnern eines angrenzenden bürgerlichen Viertels, weil die Hochhausbewohner wilde Müllkippen anlegen. Auch herrscht unter den Einheimischen Angst, denn mehr als 350 Strafverfahren leitete die Polizei allein gegen Bewohner des Hochhauses im vergangenen Jahr ein. Die Zahl der Armutseinwanderer aus Rumänien und Bulgarien nach Deutschland hat sich von 64000 im Jahr 2007 auf 147000 im Jahr 2011 mehr als verdoppelt. Im ersten Halbjahr 2012 stieg die Zahl im Vergleich zum Vorjahr nochmals um 24 Prozent. Und wenn vom 1. Januar 2014 an die volle Arbeitnehmerfreizügigkeit für Bulgaren und Rumänen in Europa gilt, könnte die Zahl weiter steigen. Besonders betroffen sind Großstädte wie Frankfurt, Mannheim, München, Dortmund oder Duisburg. Sie alle fürchten von 2014 an eine weitere Steigerung der Sozialkosten. Allein Duisburg rechnet mit Mehrausgaben von mehr als 18 Millionen Euro im Jahr, in Mannheim rechnen die Stadt und das Jobcenter mit Mehrausgaben von knapp 30 Millionen Euro pro Jahr.

Meist sind es Roma

Vergangene Woche warnte der Deutsche Städtetag deshalb in einem Positionspapier vor einem Ansehensverlust der Europäischen Union und der Gefährdung des sozialen Friedens in den Städten. Der nordrhein-westfälische Arbeits- und Integrationsminister Guntram Schneider (SPD) mahnte in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung: „Wenn nicht endlich gegengesteuert wird, spitzt sich die Situation nach dem 1. Januar 2014 zu.“ In Duisburg hat der seit gut einem Jahr amtierende Oberbürgermeister Sören Link (SPD) die Armutseinwanderung zum vordringlichsten Thema erklärt. Nach einem vor wenigen Tagen veröffentlichten Sachstandsbericht der Stadtverwaltung leben in Duisburg derzeit schon 6000 Armutsflüchtlinge, bei denen es sich zumeist um Roma handelt. Wie in den anderen deutschen Großstädten ist das Leben der Eingewanderten von extremer Armut geprägt. Duisburg gilt als einer der Zuzugsschwerpunkte in Nordrhein-Westfalen, weil es in der vom Strukturwandel gebeutelten Stadt viele leerstehende Häuser gibt, die sich oft nur noch an Einwanderer vermieten lassen. Was Duisburg in seinem Sachstandsbericht feststellt, gilt auch für andere Orte in Deutschland: Eine wichtige Rolle spielt, dass vor allem die aus Bulgarien kommenden Einwanderer Türkisch sprechen und damit eine Chance haben, Anschluss wenigstens an einen Teil der Stadtbevölkerung zu finden. Zudem haben Armutsflüchtlinge häufig Verwandte in den jeweiligen Städten. Auch Schlepperbanden spielen häufig eine Rolle. „Die Zuwanderer werden (…) oft schon im Heimatland angeworben, mit Handynummern und Anlaufadressen hier in Mannheim versehen“, heißt es im Mannheimer Lagebericht. Gegen hohe Honorare würden die Schlepper den Einwanderern Wohnraum und Beschäftigung vermitteln und ihnen Begleitung bei Behördengängen versprechen. Diese Honorare verschwänden in der Schattenwirtschaft.

Einwanderer wohnen in baufälligen leeren Häusern

Noch bedrückender ist vielerorts die Wohnsituation der Armutsflüchtlinge. Vermietet werden oft Häuser ohne Fluchtmöglichkeiten, ohne funktionierende Toiletten, Zimmer ohne Tageslicht. In Mannheim, der zweitgrößten Stadt Baden-Württembergs, spitzte sich die Situation im vergangenen Jahr derart zu, dass die Stadt nur noch eine Möglichkeit sah: Sie kaufte das Mietshaus in Hafennähe, in dem gewissenlose Geschäftemacher Zimmer und Matratzen zu Wucherpreisen an Armutseinwanderer vermietet hatten. Anders ließ sich die Lage nicht entschärfen. „Wir wollten das Haus vom Markt nehmen, das können wir natürlich nicht beliebig häufig wiederholen“, sagte der Mannheimer Ordnungsbürgermeister Christian Specht (CDU) damals. Dass es in den abbruchreifen Mietshäusern und notdürftig mit Elektroheizungen ausgestatteten Notunterkünften in Mannheim und andernorts noch nicht zu einer Brandkatastrophe gekommen ist, grenzt an ein Wunder. „Für eine Matratze werden etwa 200 Euro im Monat bezahlt, einzelne Räume werden an Familien, die dort mit sechs oder mehr Personen leben, für 400 bis 500 Euro vermietet“, heißt es in einer Situationsanalyse der Stadt Mannheim über die „extrem prekären Wohnverhältnisse“. Aus Sicht der Einwanderer seien „selbst die prekärsten Wohn- oder Lebensverhältnisse“ in Deutschland besser als die „Fortführung des Status quo“ im Heimatland. Im Duisburger Sachstandsbericht heißt es dazu fast lapidar, die Besonderheit bei diesen Einwanderern bestehe darin, „dass die Mieter über Wohnverhältnisse/Überbelegung, Wohnhygiene oder Wohnungsmängel nicht klagen“. Seit 2009 registriert auch Offenbach eine „extreme Belegung von baufälligen, unbewohnbaren Liegenschaften“ durch Einwanderer aus den südosteuropäischen Mitgliedstaaten. Allerorten rufen die Überbelegung der Wohnungen und die abweichenden Lebensgewohnheiten vieler Armutsflüchtlinge Ärger hervor. Musste die Duisburger Stadtreinigung 2011 noch 1300 wilde Müllkippen im Umfeld von Armutsflüchtlingssiedlungen beseitigen, waren es allein im Zeitraum Januar bis September 2012 mehr als 1600.

Armutseinwanderung ist kein Thema auf Bundesebene

Es gibt Kommunalverwaltungen in Großstädten oder Mittelstädten in Deutschland, die das Problem nur aus der Zeitung kennen, es gibt aber eben auch die Kommunalpolitiker aus Dortmund, Mannheim, Berlin-Neukölln, München, Frankfurt am Main oder Offenbach. Sie schreiben schon seit Jahren Briefe an die politisch Verantwortlichen in ihren jeweiligen Landeshauptstädten und in Berlin, ohne dass sie bisher das Gefühl gehabt haben, dort mit ihren Sorgen ernst genommen zu werden. „Wir fühlen uns von Land, Bund und der EU im Stich gelassen“, sagte die Leiterin des Duisburger Referats Integration, Leyla Özmal, nun der „Westdeutschen Allgemeinen Zeitung“. Viel Frustration ist auch in einem Bericht der Stadt Dortmund mit dem Titel „Kommunalisierung der Folgen von Regelungsdefiziten im EU-Erweiterungsprozess“ dokumentiert. Das Problem Armutseinwanderung sei absehbar gewesen, und trotzdem sei es „weder auf EU- noch auf Bundesebene zum Thema gemacht“ worden. Die Kommunen seien „Sammelbecken für alle Regelungsdefizite des vollzogenen Beitritts, die negativen Folgen der Beitritte werden kommunalisiert“. Die Dortmunder Stadtverwaltung formuliert ganz konkrete Forderungen an den Bund und an die EU: „Es müssen ‚Integrationskommissare‘ – ähnlich einem Haushaltskommissar – von der EU in die Herkunftsländer entsandt werden, die gemeinsam mit den betroffenen Menschen Strategien entwickeln“ und einen Verbleib in den Herkunftsländern bewirken. Auch müsse der Bund den Kommunen die aus seiner „verfehlten Erweiterungspolitik … entstehenden Soziallasten … vollständig erstatten.“ Die sozialen und kulturellen Konflikte, das Wohlstandsgefälle zwischen den Lebensverhältnissen in Osteuropa und einer deutschen Großstadt sind nun schon seit Jahren in nur wenige Quadratkilometer großen Stadtteilen Dortmunds, Offenbachs oder Mannheims zu besichtigen. Es beginnt beim fehlenden Impfschutz, dem vermehrten Auftreten von multiresistenten Tuberkulose-Infektionen und endet bei einem deutlichen Anstieg von Sozialausgaben und den Aufwendungen für die Krankenversorgung. „Kindeswohlgefährdung durch unzureichende Wohnverhältnisse“, heißt es in einer Tabelle mit einer Analyse der Situation in München. Die Antwort nicht nur der bayerischen Landeshauptstadt lautet: „Inobhutnahme“. In Dortmund mussten 2011 schon 45 rumänisch- oder bulgarischstämmige Kinder aus ihren Familien genommen werden, was alleine mit einer Million Euro zu Buche schlug. Nach der vollständigen Arbeitnehmerfreizügigkeit von 2014 an rechnet Dortmund mit hundert Fällen und Kosten von 2,2 Millionen Euro jährlich. Schon heute sind auch in Mannheim zehn Prozent der Einwanderer aus Bulgarien und Rumänien noch im Kindesalter. Längst fürchten die betroffenen Kommunen gravierende politische Konsequenzen, vor allem das Schüren fremdenfeindlicher Ressentiments. Im Duisburger Sachstandsbericht heißt es: „Weit über den Stadtteil Rheinhausen-Bergheim hinausgehend hat die Zuwanderung von Menschen aus Südost-Europa hohe Wellen geschlagen. Besonders im Umfeld des sogenannten Problem-Hochhauses, aber auch an anderen Stellen ist der soziale Frieden nachhaltig gestört“, warnen die Autoren des Berichts. „Darüber hinaus nutzen inzwischen auch rechte Gruppen die Situation für ihre ideologischen Zwecke.“

Originalartikel Frankfurter Allgemeine Zeitung

In Wien sind die Preise bei gebrauchten Eigentumswohnungen seit dem Jahr 2000 regelrecht explodiert. Analysten wollen keine Blase sehen, sondern sprechen von der Umorientierung der Investoren. So kann man eine Blase auch nennen.

Der österreichische Immobilienmarkt befindet sich nach wie vor in Hochkonjunktur. Aus einem aktuell erschienen Immobilienindex geht hervor, dass sich besonders gebrauchte Eigentumswohnungen in den letzten Jahren extrem verteuert haben. In Wien betrugen die Preissteigerungen zwischen 2000 und Ende 2012 in diesem Segment satte 91 Prozent. Zum Vergleich: der Verbraucherpreisindex (VPI) stieg im selben Zeitraum um 29,8 Prozent an. Auch bei neuen Eigentumswohnungen im Raum Wien war die Preiserhöhung seit der Jahrtausendwende rasant: 58 Prozent betrug dort der Anstieg. In den anderen Bundesländern war die Entwicklung nicht ganz so heftig: 46 Prozent betrug die Preissteigerung bei gebrauchten Wohnungen, mit 24 Prozent bei neuen Eigentumswohnungen lag die Teuerung in den Ländern sogar unter der Inflationsmarke. Der besagte Immobilienindex wurde von Professor Wolfgang Feilmayr (Technische Universität Wien) in Zusammenarbeit mit der Austria Immobilienbörse (AIB) und der Oesterreichischen Nationalbank (OeNB) entwickelt. Der Index wurde mittels eines komplexen ökonometrischen Modells berechnet, das auch die räumlichen Unterschiede, vor allem zwischen Land und Stadt berücksichtigt. Insbesondere seit Ausbruch der Finanzkrise im Jahr 2008 gab es demnach einen wahren Boom auf dem Immobiliensektor. Die teuersten Städte nach Wien sind vor allem Salzburg und Innsbruck. Der Schwerpunkt des durchaus als Run zu bewertenden Preisanstiegs der letzten Jahre lag aber eindeutig in der Bundeshauptstadt. „Blase ist dies aber keine“, sagt Studienautor Feilmayr im Gespräch mit den Deutschen Wirtschafts Nachrichten. Die Preissteigerungen seien nämlich nicht in erster Linie kreditfinanziert, sondern ergeben sich aus der Umorientierung vieler Investoren. Immobilien gelten also nach wie vor als sicherer Anlagehafen. Hinweise gebe es auch darauf, dass vermehrt Investoren aus den südeuropäischen Krisenländern und auch aus dem osteuropäischen Raum auf dem österreichischen Immobilienmarkt aktiv werden, so der Experte. Weniger betuchte Anleger lösen sogar ihre Ersparnisse auf, um sich eine Wohnung zu kaufen. Entsprechend war besonders in sehr guten Lagen wie im ersten Wiener Bezirk eine Verdoppelung der Preise zu verzeichnen. Gebrauchtwohnungen haben auch deswegen stark angezogen, weil in den teuersten Gegenden Wiens kaum mehr Neubauten errichtet werden können, und stattdessen der Altbestand renoviert wird. Der extreme Anstieg vor allem zwischen 2011 und 2012 sei jetzt trotzdem etwas abgeflacht, sagte Feilmayr. Auch in Zukunft sei aber kein nachhaltiges Absinken der Preise zu erwarten. Aus dem Bericht geht auch hervor, dass die Entwicklung bei den Wohnungsmieten nicht dermaßen dramatisch ist wie auf dem Eigentums-Markt. Sowohl Richtwert- als auch freie Mieten sind in Wien in den letzten Jahren kaum stärker als die Inflation angestiegen. Immobilien würden hauptsächlich als Geldanlage gesehen, die Mieteinnahmen für die Besitzer bisweilen nicht die entscheidende Rolle spielen, so Feilmayr. Auch die Ratingagentur Standard & Poor´s sieht die vor allem in den vergangenen drei Jahren rasant angestiegenen Immobilienpreise nicht als gefährliche Blase. Wie Immobilienexperte Feilmayr sagte auch Markus Schmaus, S&P Senior Director – Analytical Manager Financial Institutions in Frankfurt, dass der Preisanstieg nicht von einer Ausweitung an Hypothekarkrediten getrieben ist. Vielmehr sei der Grund in der vermehrten Immobilien-Orientierung von Investoren zu suchen, so wie in der Schweiz. Bei S&P erwartet man ein Abflauen der Preisrally. „Die Daten deuten auf Anfänge einer Marktüberreizung hin, die wir genau beobachten werden“, so der Analyst.

Originalartikel Deutsche Wirtschafts Nachrichten