Integration der Muslime – Bist du nicht von uns, dann bist du des Teufels

Veröffentlicht: Mai 13, 2013 in Migration & Islam
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Die Vertreter der Islamkonferenz trafen sich zum zweiten Mal in ihren Arbeitsgruppen. In einer Streitschrift untersucht Necla Kelek, was die Muslime von Europas Werten trennt.

Es geht um die Integration der Muslime und somit um das Verhältnis der Religion, des Islam zur Gesellschaft, um Menschenrechte, die unteilbar sind, auch für muslimische Frauen und Männer. Es wird über europäische Werte wie die Religionsfreiheit gestritten und den säkularen Staat. Die Publizistin und Soziologin Necla Kelek („Die fremde Braut“) setzt sich in ihrer Streitschrift mit den Prämissen auseinander, unter denen diese Gespäche geführt werden. Ohne kritische Auseinandersetzung mit dem historischen Kontext, dem Koran, islamischen Traditionen und Sitten, der Freiheitsfeindlichkeit und dem kollektivistischen Gesellschaftsmodell, das der Islam verfolgt, werde es keine Integration der Muslime in Europa geben. Islamwissenschaftlern wie Tariq Ramadan wirft sie Frauenfeindlichkeit und eine Gegenaufklärung vor, die das Ziel hat, die europäische Moderne zu islamisieren und den Westen zu diffamieren.

In den aktuellen Grenzen der Europäischen Union leben zurzeit mehr als zwanzig Millionen Menschen, zwölf Millionen davon sind Migranten in Westeuropa, die zu den Muslimen gerechnet werden und deren Zahl sich in den kommenden Jahren verdoppeln wird. Erfüllen sich die Wünsche der Türkei, wird der Islam in absehbarer Zukunft ein bedeutender Faktor nicht nur der Außen-, sondern auch der europäischen Innenpolitik sein. Die Auseinandersetzung mit dem, was Islam ist und wie er gelebt wird, berührt also den Kern der europäischen Zukunft. Der Islam selbst hat in den 1400 Jahren seiner Geschichte in Europa so gut wie keine Wurzeln schlagen können. Der Islam ist eine arabische Religion, auch wenn sie sich universalistisch gibt. Er kennt keine Individualität, sein Menschenbild ist nicht gerüstet für die Moderne, die den selbstverantwortlichen Einzelnen braucht; der Islam verfolgt ein anderes, ein kollektivistisches Gesellschaftsmodell. Der Islam hat nicht nur den Anspruch, ein Glaube zu sein, sondern er steht als Religion für die Einheit von Leben, Glauben, Gesetzen und Politik. Dies widerspricht der Säkularisierung. Der Islam versucht, seine Rechte als Kollektiv von Gläubigen einzufordern, wobei die aufgeklärte Gesellschaft zuallererst das Recht des Einzelnen schützt.

Die militärischen Eroberungszüge scheiterten

Wenn jemand bei uns die Haltung der katholischen Kirche zur Verhütung oder zur Homosexualität kritisiert, würde niemand auf die Idee kommen, dass damit zugleich der katholische Glaube an sich oder die Religiosität Einzelner in Frage gestellt wird. Kritisiert man aber die Haltung der Muslime zu Frauen und nennt man diese unmenschlich, kommt der Einwand, man könne doch den Glauben nicht in Frage stellen. Das ist das Dilemma des Islam: dass er im Persönlichen ein Weg zur Spiritualität sein kann, dass niemand das Erleben des Einzelnen in Frage stellen will, sich aber der einzelne Muslim als ein der Gemeinschaft verpflichtetes Sozialwesen verhält, das die eigene Anschauung für das Ganze hält. Die ersten beiden großen Versuche des Islam, in Europa Fuß zu fassen, waren militärische Eroberungszüge und scheiterten – im siebten Jahrhundert in den Schlachten von Tours und Poitiers und 1683 vor Wien. Nach seiner intellektuellen Blütezeit im neunten Jahrhundert, als sich Mohammeds Lehre mit der Ratio des Aristoteles zu vereinen schien und die Neugier die Wissenschaften entfachte, gewann der Islam beispielsweise durch den islamischen Gelehrten Ibn Rushd, genannt Averroes (1126 bis 1198), Einfluss auf das christlich-europäische Denken und eröffnete Europa einen Zugang auf das umfassende Erbe der griechischen Philosophie. Aber spätestens mit Averroes‘ Niederlage verschwand der Zweifel und damit auch die Innovationskraft aus dem islamischen Denken und führte zu dem beklagenswerten Zustand, in dem sich die islamische Theologie und die Wissenschaften der muslimischen Welt nach Untersuchungen des Arab Human Development Report der Vereinten Nationen auch heute noch befinden. Weder von den militärischen noch von den intellektuellen Niederlagen hat sich der Islam seither erholt. Sie haben vielmehr ein nachhaltiges Minderwertigkeitsgefühl erzeugt, das seine Kompensation im Fundamentalismus sucht.

Der Versuch, die europäische Moderne zu islamisieren

Diese Haltung hat in Europa in Tariq Ramadan, einem Professor für Islamstudien an der Universität Oxford, ihren eloquentesten Fürsprecher. Er versucht die offensichtlichen Niederlagen des Islam in Siege umzudeuten. Ramadan ist ein Vertreter der Antiaufklärung und der Restauration des Islam. Wenn er in seinem Buch „Der Islam und der Westen“ zu dem Schluss kommt: „Die islamische Welt ist eine Welt der Erinnerung“, meint er damit die Haltung, das Streben danach, den Zustand des „Jahrhunderts des Propheten“ Mohammed wiederherzustellen. Er hält es demzufolge für sinnlos, gar beleidigend, eine Modernisierung des Islam einzufordern, weil die Umma im Medina des siebten Jahrhunderts das Ideal der islamischen Gesellschaft darstellt. Dafür muss er einen großen Teil der islamischen Theologie und Philosophie aus der Geschichte streichen. So kommen in seiner Darstellung der Geschichte des Islam das achte bis elfte Jahrhundert gar nicht vor, weil es ihm offensichtlich nicht passt, was die Mu’taziliiten über die Freiheit des Menschen, die Vernunft und den Glauben mit den Methoden der Rationalität gemeinsam mit Christen erdachten. Wenn Tariq Ramadan achthundert Jahre später immer noch die Vernunft und den Zweifel aus dem Glauben zu verbannen sucht – „Erforschen, erkunden, verstehen bedeutete niemals, mit Gott in Widerstreit zu treten oder die Spannung des Zweifels über das höchste Wesen und seine Präsenz zu erfahren“ -, dann bewegt er sich auf einer Linie mit dem Ajatollah Chomeini, der sagte: „Wir wollen keine Kopfmenschen.“ Und wie für Chomeini sind auch für Ramadan westliche Werte nichts anderes als Geißeln des Imperialismus: „Die westliche Lebensweise stützt sich auf und erhält sich durch die Verführung zur Aufstachelung der natürlichsten und primitivsten Instinkte des Menschen: sozialer Erfolg, Wille zur Macht, Drang zur Freiheit, Liebe zu Besitz, sexuelles Bedürfnis usw.“ Obwohl er darüber redet: Zur Integration der Muslime in Europa trägt Ramadan nichts bei, er sagt, es gehe nicht um eine „Integration der Muslime in ihre westliche Umwelt, sondern eine Integration der Umwelt in das ewige Universum der Muslime“. Es ist der Versuch, die europäische Moderne zu islamisieren.

Der „Islam an sich“ soll sauber bleiben

Das Bekenntnis zu westlichen Verfassungen und Gesetzen erscheint in diesem Kontext als Lippenbekenntniss. Wer wie Ramadan sagt: „Der Koran verbietet es, dass eine muslimische Frau einen Nichtmuslim heiratet. Wenn das geschieht, dann können wir sagen, dass die Frau die Gemeinschaft verlässt“. Wer sich dann konsequenterweise nicht zur Ächtung der Steinigung von Frauen bekennen kann, der schließt sich selbst aus dem Diskurs über die Reform des Islam und der europäischen Werte aus. Das scheint ganz im Sinne einer anderen Reformbewegung des Islam, der von der türkischen Religionsbehörde Diyanet geförderten „Ankaraner Schule“. Den Ankaraner Gelehrten zufolge ist der Koran kein Buch, sondern eine Rede Gottes an eine bestimmte Gruppe von Menschen zu einer bestimmten Zeit in einer bestimmten Region. Nur wer die Umstände der Offenbarung kennt – die Geschehnisse um den Propheten Mohammed vor 1400 Jahren -, kann verstehen, was Gott den Menschen mitteilt. Nur zehn Prozent dessen, was der Koran sagen will, stehen im Text, der Rest sei interpretationsbedürftige Geschichte. Neu an dieser Auffassung und zu begrüßen ist, dass der Koran im historischen Kontext gelesen werden soll. Das war überfällig, für die Rechtsschulen aber stellt diese Auffassung ein Sakrileg dar. Doch ein heiliger Kernbestand bleibt auch in dieser Auffassung. Sie unterstellt, es gäbe eine „wahre“ göttliche Botschaft, einen mythischen Kern, der sich nur verberge und den es zu suchen gelte. Um eine historisch-kritische Annäherung geht es auch den Ankaranern nicht. Eher um eine listige Aussperrung aller Grausamkeiten der islamischen Geschichte und gegenwärtigen Praxis. Der „Islam an sich“ bleibt sauber.

Der Prophet als Freund der Frauen

Mir kommt diese Methode vor, als schäle jemand eine Zwiebel, um ihren eigentlichen Kern freizulegen. Ich fürchte nur, die Häute, der Geruch, der Geschmack, die Tränen waren schon das Eigentliche. Den Islam von den Sitten, den Riten, den Traditionen, der Sunna, den Hadithen, dem historischen Kontext zu befreien und zu hoffen, so auf die eigentliche Offenbarung zu stoßen, scheint mir aussichtslos. Ähnliche Schwierigkeiten weisen die Argumentationsketten der feministischen Koranauslegung auf, wie sie in den verdienstvollen Büchern von Fatima Mernissi und derzeit auch von Nahed Selim mit ihrem Buch „Nehmt den Männern den Koran!“ entwickelt werden. Beide verstehen sich als Teil einer Frauenbewegung im Islam. Beide wollen den muslimischen Frauen zu ihrem Recht verhelfen und berichten von aufschlussreichen historischen Begebenheiten um den Propheten, seine Frauen und die Deutung von Koran und Hadithen. Fatima Mernissi ist bemüht, den Propheten als Freund der Frauen zu rehabilitieren, und schiebt die Schuld an ihrer Unterdrückung seinen Nachfolgern zu.

Freiheit erlangt, wer sich Allahs Gesetzen unterwirft

Nahed Selim macht deutlich, welche patriarchalischen Interessen hinter einzelnen Geschichten um Mohammed und Aisha verborgen sind, und empfiehlt schlicht, die diskriminierenden Verse des Korans einfach zu ignorieren. Sie schreibt: „Muslimische Frauen von heute brauchen persönliche, intime Interpretationen der Texte, die so weitgehend ihr Leben bestimmen . . . Persönliche Interpretationen, in denen die Frau nicht wie selbstverständlich der geborene Sündenbock der Familienehre ist und dem Fortbestand des Stammes geopfert wird.“ Ihre Empfehlung lautet: jeder Frau ihren Koran. Die Frauen sollten doch einfach bestimmte Verse „vergessen“. Solange sich Frauen in einer ausweglosen sozialen Situation befinden, solange sie „unter“ dem Islam und „unter“ ihren Männern leben, muss alles, was gepredigt und verlangt wird, darauf überprüft werden, ob es überhaupt mit den Lehren übereinstimmt. Diese feministische Interpretation des Korans ist legitim. Aber sie ist nicht die Lösung. Zumindest in Europa haben wir diese Lösung schon – die Gleichberechtigung der Frau und die Trennung von Staat und Religion. Der Koran, Sure 3, Vers 20 sagt über den Kern des Glaubens: „Ich ergebe mich.“ Stellen wir die Frage: Wann ist der Mensch frei? Das arabische Wort für Freiheit ist „hurriyya“, es meint, erläutert der Historiker Dan Diner, in seiner ursprünglichen Bedeutung einfach das Gegenteil von Sklaverei und nicht die Befreiung des Einzelnen von jedweder, auch jeder religiösen Bevormundung sowie das Recht, sich in die politischen Angelegenheiten einzumischen. Für gläubige Muslime besteht in diesem Sinne Freiheit in der bewussten Entscheidung, „den Vorschriften des Islam zu gehorchen“. Freiheit erlangt, wer sich Allahs Gesetzen unterwirft. Und da Gott auf Erden „vertreten“ wird durch die Väter, die Brüder, die Onkel und so weiter, ist der Gehorsam gegenüber allen Autoritäten des Patriarchats gottgegeben.

Gleiche Würde, nicht gleiche Rechte

Die europäischen westlichen Gesellschaften halten den Menschen für vernunftbegabt und fähig, seine Triebe zu beherrschen. Selbst der Mann, der in der eigenen Wohnung seiner Frau Gewalt antut, muss mit Strafverfolgung rechnen. Wenn die Muslime meinen, die Triebhaftigkeit des Mannes nur dadurch beherrschen zu können, dass man die Frau aus der Öffentlichkeit verbannt oder die Frauen und Töchter unter den Schleier zwingt oder verheiratet, dann widerspricht das den Werten unserer Gesellschaft von der Selbstbestimmung des Menschen. Der Koran, Sure 4, Vers 34 sagt: „Die Männer stehen über den Frauen, weil Gott sie von Natur vor diesen ausgezeichnet hat und wegen der Ausgaben, die sie von ihrem Vermögen gemacht haben. Und die rechtschaffenden Frauen sind (Gott) demütig ergeben und geben acht auf das, was den (Außenstehenden) verborgen ist, weil Gott darum besorgt ist, weil Gott darauf acht gibt. Und wenn ihr fürchtet, dass Frauen sich auflehnen, dann vermahnt sie, meidet sie im Ehebett und schlagt sie!“ Diese und andere Verse, die die Frauen mal freundlicher, mal feindlicher behandeln, beschreiben Frauen nicht als Wesen mit gleichen Rechten, sondern bestenfalls mit gleicher Würde. Die Gesellschaft bleibt vertikal getrennt, in die Gesellschaft der Männer, denen die Öffentlichkeit gehört und die Gesellschaft der Frauen, die ins Haus und unter die Herrschaft der Männer gehören. Die Gleichberechtigung von Mann und Frau, von manchen Muslimvertretern als selbstverständlich dargestellt, gibt es im Islam nicht. Die ganzen Regelungen des Korans in Bezug auf Scheidung, Kinder, Sexualität stellen die Männer über die Frauen. Gleichberechtigung unter Muslimen gibt es nur in säkularen Gesellschaften und auch nur dort, wo die Muslime selbst sich säkularisiert und keine Parallelgesellschaften gebildet haben.

Zwangsheirat und Jungfernkult

Es gibt Säkularisierung und Gleichberechtigung in keinem islamischen Land, weder in Iran noch in Marokko, noch für große Gruppen von Frauen in der Türkei, offiziell ein laizistischer Staat, in dessen Verfassung die Gleichberechtigung verbrieft ist. Der Islam, seine Traditionen und Riten zwingen die Frauen überall dort, wo der Islam dominiert, in die Apartheid. Deutlich wird das auch in dem von den muslimischen Gemeinschaften in Europa praktizierten „Zwang zur Heirat“ und in dem auf den Propheten Mohammed zurückgehenden Jungfernkult. Der Koran sagt: „Und verheiratet die Ledigen unter euch und die Rechtschaffenden von euren Sklaven und Sklavinnen.“ Das bedeutet in der Tradition des islamischen Lebens, dass die Familie oder ein Vormund (ein männlicher Verwandter), „Wali“, für die Heirat der Kinder verantwortlich sind. Noch heute gilt in fast 52 Ländern mit muslimischen Ehestandsrecht, dass eine Frau, ganz gleich welchen Alters, ohne Zustimmung ihres Wali nicht heiraten darf. Die Praxis der Zwangsheirat und der arrangierten Ehe widerspricht den europäischen Werten und Gesetzen, wonach niemand zur Ehe genötigt werden darf. Mohammed sagt nach einem Hadith zu einem Mann, der nicht heiraten will: „Dann bist du nicht von unserer Gemeinde, dann bist du ein Bruder des Teufels.“ In Europa muss gewährleistet bleiben, dass jede Frau und jeder Mann frei entscheiden kann, wen, wann und ob er heiraten will. Das aber ist in der muslimischen Gemeinschaft nicht möglich, denn sie sieht in dem Menschen kein Individuum, sondern ein Sozialwesen, das der Gemeinschaft der Muslime, der Umma, verpflichtet ist.

Es geht grundsätzlich um das Selbstverständnis Europas

Am 5. August 1990 unterzeichneten 45 Außenminister der Organisation der Islamischen Konferenz, des höchsten weltlichen Gremiums der Muslime, die „Kairoer Erklärung der Menschenrechte“. Darin legten Muslime aus aller Welt gemeinsam ihre Haltung zu den Menschenrechten dar. Das Dokument hat keinen völkerrechtlich verbindlichen Charakter, erhellt aber die Haltung des Islam zu den Grundrechten. Die wichtigsten Feststellungen dieser Erklärung stehen in den letzten beiden Artikeln. Artikel 24: „Alle Rechte und Freiheiten, die in dieser Erklärung genannt werden, unterstehen der islamischen Scharia.“ Artikel 25: „Die islamische Scharia ist die einzig zuständige Quelle für die Auslegung oder Erklärung jedes einzelnen Artikels dieser Erklärung.“ Und in der Präambel heißt es: „Die Mitglieder der Organisation der Islamischen Konferenz betonen die kulturelle Rolle der islamischen Umma, die von Gott als beste Nation geschaffen wurde und die der Menschheit eine universale und wohlausgewogene Zivilisation gebracht hat.“ Anders als in demokratischen Verfassungen ist hier nicht vom Individuum die Rede, sondern von der Umma, der Gemeinschaft der Gläubigen, vom Kollektiv. In konsequenter Fortsetzung dessen erkennt die Erklärung der Muslime nur jene Rechte an, die im Koran festgelegt sind, und wertet – gemäß der Scharia – nur solche Taten als Verbrechen, über die auch Koran und Sunna gleichermaßen urteilen: „Es gibt kein Verbrechen und Strafen außer den in der Scharia festgelegten“ (Artikel 19). Gleichberechtigung ist in dieser Erklärung nicht vorgesehen, dafür soziale Kontrolle und Denunziation legitimiert, wie Artikel 22 deutlich macht: „Jeder Mensch hat das Recht, in Einklang mit den Normen der Scharia für das Recht einzutreten, das Gute zu verfechten und vor dem Unrecht und dem Bösen zu warnen.“ Das ist eine mittelbare Rechtfertigung von Selbstjustiz. Wenn wir also über den Islam in Europa reden, müssen wir ganz grundsätzlich über das Selbstverständnis Europas reden. Bei der geforderten Anerkennung der „Kultur des Islam“ geht es um Freiheit, Säkularisierung und um Menschenrechte. Können wir, wie Tariq Ramadan fordert, es den Muslimen überlassen, „selbst zu entscheiden“, was Integration für sie heißt?

Originalartikel Frankfurter Allgemeine Zeitung

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