UNO setzt Al-Nusra-Front auf Terrorliste

Veröffentlicht: Juni 1, 2013 in Krieg
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Türkische Medien werfen sunnitischen Rebellen vor, Giftgas-Anschläge gegen US-Truppen im Süden der Türkei geplant zu haben

Der UNO-Sicherheitsrat hat die syrische Rebellengruppe Jabhat al-Nusra als Terrororganisation eingestuft. Nach den Worten von US-Diplomaten sprachen sich alle 15 Mitglieder des Sicherheitsrates für die Aufnahme der mit dem Terrornetzwerk Al-Kaida verbundenen Al-Nusra-Front in die Sanktionsliste aus. Die USA haben die Gruppierung bereits auf ihre Terrorliste gesetzt. Den Antrag, Jabhat al-Nusra als Terrororganisation einzustufen, hatte das syrische Außenministerium Mitte April beim UNO-Sicherheitsrat eingereicht. Einen Tag vor dem Einreichen des Antrages hatte Abu Bakr al-Baghdadi, der Anführer der irakischen Al-Kaida, mitgeteilt, dass Al-Nusra eine Zelle dieses internationalen Terrornetzwerkes sei. Bereits zuvor erklärte die Al-Nusra-Front ihre Loyalität zu Al-Kaida-Chef Ayman al-Zawahiri.

Journalisten ermordet

Jabhat al-Nusra bekannte sich zu mehreren Terroranschlägen in Syrien, zum Überfall auf das Fernsehzentrum in Damaskus und zum Mord an einer Reihe von syrischen Journalisten. Die Al-Nusra-Front gehört zu den radikal-sunnitischen Gruppen, die im syrischen Bürgerkrieg neben den anderen Aufständischen gegen Präsident Bashar al-Assad kämpfen.

Giftgas-Anschläge gegen US-Truppen geplant?

Mutmaßliche Mitglieder  Al-Nusra-Front in Syrien sollen Giftgas-Anschläge gegen US-Truppen im Süden der Türkei geplant haben. Eines der Ziele sei das US-Patriot-Kontingent in der Stadt Gaziantep gewesen, meldete die türkische Zeitung „Vatan“ am Freitag. Auch die von den USA genutzte Luftwaffenbasis Incirlik bei Adana sei im Visier der Extremisten gewesen. Die Behörden in Adana hatten am Donnerstag die Festnahme mehrerer Verdächtiger bestätigt, bei denen „chemische Stoffe“ gefunden wurden. Von zunächst zwölf Festgenommenen waren sechs wieder auf freien Fuß gesetzt worden. Die Provinzregierung von Adana wollte nicht bestätigen, dass die Verdächtigen der Al-Nusra-Front angehören, wie mehrere türkische Medien dies unter Berufung auf Sicherheitskreise meldeten. Al-Nusra gehört zu den radikal-sunnitischen Gruppen, die im syrischen Bürgerkrieg neben den anderen Aufständischen gegen Präsident Bashar al-Assad kämpfen. Die Miliz hatte sich kürzlich zur Al-Kaida bekannt. Wie andere syrische Rebellengruppen nutzt Al-Nusra die Türkei als Ausgangsbasis für Aktionen innerhalb Syriens.

Türkei dementiert Sarin-Fund

Die Regierung in Ankara hat Medienberichte über einen Fund von zwei Kilogramm des Giftgases Sarin bei einer Festnahme von Islamisten mit Kontakten zu Rebellen in Syrien dementiert. Der Gouverneur der Provinz Adana habe die Berichte bereits als falsch bezeichnet. In Gaziantep sind US-Truppen stationiert, die auf Antrag des NATO-Mitglieds Türkei dort ein Patriot-Raketenabwehrsystem aufgebaut haben, um türkisches Staatsgebiet vor möglichen Angriffen aus Syrien zu schützen. In Kahramanmaras, etwa 150 Kilometer nördlich der syrischen Grenze, sind Patiot-Raketen der deutschen Bundeswehr mit mehreren hundert deutschen Soldaten stationiert. In Adana steht zudem eine niederländische Patriot-Batterie.

Originalartikel Der Standard

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