Archiv für Juli, 2013

In wenigen Tagen erscheint im Verlag Antaios das neue Buch des Berliner Sozialwissenschaftlers und PI-Autors Manfred Kleine-Hartlage: “Die liberale Gesellschaft und ihr Ende. Über den Selbstmord eines Systems”. PI wird in den kommenden Tagen in lockerer Folge einige Abschnitte aus dem Buch als Serie vorab veröffentlichen und hat den Autor vorab zu einem Gespräch getroffen

PI: Manfred, in wenigen Tagen erscheint dein neues Buch „Die liberale Gesellschaft und ihr Ende. Über den Selbstmord eines Systems“. Steht es wirklich so schlimm um unsere freiheitliche Gesellschaft?

Kleine-Hartlage: Es steht schlimm um die westliche Zivilisation und damit auch um deren freiheitliche Errungenschaften. Ich vergleiche in meinem Buch unsere Zivilisation mit einem kühn konstruierten Wolkenkratzer, der immer weiter ausgebaut wird: immer höher, immer schöner, immer luxuriöser. Das Problem ist: Er wird ausgebaut mit Material, das den Fundamenten entnommen ist und wird deshalb einstürzen, wenn das nicht aufhört.

PI: Welche Fundamente meinst du?

Kleine-Hartlage: Damit meine ich grundlegende menschliche Solidargemeinschaften, insbesondere die Institution der Familie und die Existenz von Nationen, außerdem die letztlich im Christentum verankerten sittlichen Werte, deren allgemeine – meist unbewusste – Akzeptanz die Voraussetzung dafür ist, dass wir uns unsere Liberalität überhaupt leisten können. Die westliche Gesellschaftsauffassung geht ja nicht – wie etwa die islamische, aber auch andere traditionelle Auffassungen – davon aus, dass gesellschaftliche Ordnung und Stabilität oberste Gebote seien, und sie fasst demgemäß Freiheit nicht als Bedrohung der Ordnung auf, sondern als deren Komplement. Der Gedanke einer Ordnung in Freiheit und durch Freiheit konnte nur hier entstehen und ist eine historisch beispiellose Errungenschaft der europäischen Zivilisation. Unsere Gesellschaft beruht nicht auf einem straffen autoritären Korsett, aber eben auch nicht einfach auf „der Freiheit“ und sonst nichts. Sie beruht auf einem Gleichgewicht zwischen Freiheit und Bindung, Rechten und Pflichten, dynamischen und stabilisierenden Faktoren.

PI: Und dieses Gleichgewicht ist gestört?

Kleine-Hartlage: Freiheit gibt es nur dort, wo es eine sie ermöglichende Ordnung gibt, und damit meine ich nicht nur die Rechtsordnung. Die Rechtsordnung ist nur der Schlussstein auf einem sehr komplizierten kulturellen Gefüge, aber auch dieser Schlussstein wird fallen, wenn das Gefüge instabil wird.

PI: Das klingt sehr abstrakt, hast du dafür konkrete Beispiele?

Kleine-Hartlage: Nehmen wir nur diesen ominösen „Kampf gegen Rechts“: Man macht aus einer kulturell und ethnisch homogenen, eine multikulturelle und multiethnische Gesellschaft, das heißt man sperrt zusammen, was nicht zusammengehört, erzeugt systematisch alltägliche Konflikte, macht aus einer relativ harmonischen eine zunehmend spannungsgeladene Gesellschaft und kann der Spannungen dann nur noch mit immer mehr Repression Herr werden. Man zerstört das kulturelle Gefüge und erzeugt eine Situation, in der der Kampf gegen „Rassismus und Fremdenfeindlichkeit“, also gegen Meinungen und Gefühle, und das heißt: der Übergang vom Staat des Grundgesetzes zu einem totalitären Umerziehungsstaat als „Sachzwang“ erscheint. „Alternativlos“ würde die Kanzlerin sagen. Aber diese Alternativlosigkeit haben sie und ihre Vorgänger selber herbeigeführt.

PI: Ist das Fehler oder Absicht?

Kleine-Hartlage: Beides spielt eine Rolle: sowohl die Verblendung durch eine Ideologie, deren Verfolgung stets zum Gegenteil des Beabsichtigten führt und insofern ein „Fehler“ ist, als auch bestimmte materielle und Machtinteressen, die rücksichtslos – und durchaus mit Absicht – auf Kosten der Völker Europas durchgesetzt werden. In den Köpfen der Entscheidungsträger wird beides eine gewisse Rolle spielen, nur das Mischungsverhältnis unterscheidet sich von Person zu Person und von Interessengruppe zu Interessengruppe. Auf einer gedachten Skala zwischen den Extremen der reinen naiven Verblendung und der reinen Bösartigkeit gibt es viele Abstufungen.

PI: Welche Interessengruppen spielen dabei eine Rolle?

Kleine-Hartlage: Ohne Anspruch auf Vollständigkeit: die Klasse der wenigen hundert Superreichen des Planeten, die als Letzteigentümer einen Großteil der globalen Ökonomie kontrollieren; die politische Klasse des Westens, die sich selbst schon längst als globale Klasse begreift und deren Mitglieder sich von den Interessen ihrer Völker längst emanzipiert haben; die politische Linke; die Sozial-, Migrations- und Integrationsindustrie, die von den wachsenden gesellschaftlichen Spannungen profitiert; der ideologisch-mediale Komplex; und die Lobbyisten von ethnisch-religiösen Minderheiten und gesellschaftlichen Randgruppen.

PI: Und diese unterschiedlichen Gruppen wirken alle zusammen? Klingt schon wieder nach Verschwörungstheorie.

Kleine-Hartlage: Dieses Wort „Verschwörungstheorie“ ist doch eines dieser Triggerwörter – genau wie „Rassismus“ oder die diversen „-phobien“, die man den Vertretern nonkonformer Meinungen gerne aufklebt –, die nur derjenige benutzt, der nicht argumentieren und deshalb auch alle anderen dazu bringen will, sich mit den jeweiligen Positionen nicht auseinanderzusetzen. Es wurde sogar gegen mein Buch „Neue Weltordnung“ ins Feld geführt, in dem ich explizit zu dem Ergebnis gekommen war, dass von einer Verschwörung keine Rede sein kann, es sei denn, man würde sich unter einer „Verschwörung“ etwas vorstellen, bei dem die „Verschwörer“ ihre Absichten live im Fernsehen verkünden. Die Mechanismen, mit denen Menschen zusammenwirken, ohne auf ein steuerndes Zentrum angewiesen zu sein, die Art, wie die Interessen verschiedener Gruppen ineinandergreifen (ohne deshalb einfach dieselben Interessen zu sein), wie bestimmte gemeinsame ideologische Grundüberzeugungen politische Koalitionen hervorbringen, wie personelle Überlappungen zwischen den Eliten verschiedener Richtungen und Funktionsbereiche eine koordinierende Wirkung haben, wie innerhalb bestimmter Gruppen, Organisationen und Systeme Konformität erzeugt wird: Das alles ist das ureigenste Feld politikwissenschaftlicher und soziologischer Forschung, und wer die Ergebnisse solcher Analysen pauschal als „Verschwörungstheorien“ abtut (und sich darauf verlässt, dass dann schon keiner nachfragen und nachlesen wird, ob dieser Vorwurf überhaupt zutrifft), sagt damit nur, dass er so etwas wie kritische Sozialwissenschaft nicht will. Der erwähnte ideologisch-mediale Komplex, aus dem heraus solche Vorwürfe schon mal erhoben werden, gibt allein dadurch schon zu, dass er genau das ist, als was ich ihn in meinem Buch beschreibe: ein System zur Produktion affirmativer, herrschaftskonformer Ideologie, nicht anders als er es in der DDR war, und wie damals mit einem politischen Kampfauftrag ausgestattet.

PI: Die Mechanismen, mit denen diese Gruppen ihre Interessen durchsetzen, und wie ihr Zusammenspiel funktioniert, beschreibst du im letzten Drittel deines Buches. In den ersten beiden Teilen geht es vor allem um die Ideologien, die die heutigen Schieflagen hervorgebracht haben. Ist solche Ideologiekritik eigentlich von praktischer Bedeutung? Brauchen wir sie wirklich? Reicht nicht der gesunde Menschenverstand, um zu sehen, dass die europäischen Gesellschaften dabei sind, sich zu zerstören?

Kleine-Hartlage: Das Problem ist ja gerade, dass die herrschende Ideologie den gesunden Menschenverstand verteufelt und als „den Stammtisch“ diffamiert. Die herrschende Ideologie nimmt für sich in Anspruch, der Inbegriff der Vernunft und seriösen Erkenntnis zu sein. In Wirklichkeit ist sie ziemlich das Gegenteil davon. Es genügt aber nicht, das selber zu wissen, man muss es beweisen können, wenn man Andere überzeugen will. Man muss – und zwar bei Strafe des Untergangs der europäischen Zivilisation! – der herrschenden Ideologie ein alternatives Paradigma entgegensetzen, und dazu genügt eben nicht der gesunde Menschenverstand, dazu bedarf es der Ideologiekritik. Dieser ideologiekritische Aspekt ist vor allem deshalb zentral, weil unsere Gesellschaft niemals das alles hinnehmen würde, was man mit ihr macht, wenn nicht bestimmte ideologische Grundüberzeugungen so tief eingesickert wären, dass die meisten Menschen sie als Selbstverständlichkeiten und überhaupt nicht mehr als Ideologie wahrnehmen. Es handelt sich um ein dichtgewobenes Netz von einander stützenden Annahmen, die buchstäblich Vor-Urteile sind, weil sie in jedem einzelnen Kopf schon vorhanden sind, bevor so etwas wie bewusste Urteilsbildung stattfinden kann.

PI: Also ungefähr das, was du in deinem „Dschihadsystem“ mit Blick auf den Islam das „System der kulturellen Selbstverständlichkeiten“ genannt hast? Vorstellungen, gegen die kein Kraut gewachsen ist, weil man sich gar nicht bewusst ist, dass man sie hat?

Kleine-Hartlage: Genau. Allerdings sind die ideologischen Vorstellungen, von denen ich in meinem neuen Buch spreche, historisch wesentlich jünger als der Islam und konnten die westliche Gesellschaft nicht in derselben Tiefe durchdringen wie der Islam die arabische oder türkische. Insofern glaube ich schon, dass man dagegen noch ankommt, zumal es sich hier um eine Ideologie handelt, die älteren, zum Beispiel christlichen Bewusstseinsschichten im Grunde nur aufgepfropft wurde und obendrein – zumindest in ihren jüngeren Konsequenzen – allem ins Gesicht schlägt, was Menschen spontan für richtig halten. Sie ignorieren einfach die menschliche Natur.

PI: Einige Beispiele für solche Vorstellungen?

Kleine-Hartlage: Nun, zum Beispiel die Idee, man könne die Gesellschaft nach politisch-ideologischen Wunschvorstellungen nahezu beliebig gestalten, da man sie ja mit wissenschaftlichen Mitteln durchschauen und erklären könne, ungefähr so, wie man Maschinen bauen kann, weil man die Naturgesetze kennt. Im sozialen Bereich funktioniert so etwas aber nicht. Der Mensch ist von Natur aus ein soziales Wesen, auch ohne Gesellschaftsideologen. In dem, was man den gesunden Menschenverstand nennt, sind Lösungen für die Art von Problemen gespeichert, die die Menschen schon immer hatten. Wenn man nun diesen gesunden Menschenverstand beiseite schiebt, weil man es kraft „wissenschaftlicher“, das heißt ideologischer Erkenntnis ja viel besser wisse, ersetzt man ein evolutionär bewährtes Expertensystem durch ein Nichtexpertensystem und erleidet folgerichtig Schiffbruch. Wenn die Gesellschaft diesen Zusammenhang durchschauen würde, würde sie nicht mehr ängstlich zusammenzucken, sobald jemand das Wort „Stammtisch“ (auch so ein polemisches Triggerwort) in den Mund nimmt. Sie würde hinter solcher Polemik die volksfeindliche Arroganz und bornierte Wirklichkeitsresistenz erkennen, die tatsächlich dahintersteht.

PI: Im ersten Teil des Buches nimmst du praktisch die ganze Aufklärung aufs Korn. Ist das nicht ein Widerspruch für einen, der doch selber ein Aufklärer ist?

Kleine-Hartlage: Ich schreibe ja, dass es naturgemäß keinen Weg geben kann, der hinter die Aufklärung zurückführt, es sei denn als Ergebnis eines Zivilisationszusammenbruches und einer Re-Barbarisierung. Genau diese Gefahren drohen uns aber, wenn wir das aufklärerische Paradigma immer weiter auf die Spitze treiben. Ein Aufklärer bin ich in dem Sinne, dass ich auch über die Folgen der Aufklärung aufkläre.

PI: Was meinst du mit „aufklärerisches Paradigma“?

Kleine-Hartlage: Ich meine damit die Idee der schrankenlosen Selbsterschaffung, Selbstbestimmung und letztlich Selbsterlösung des Menschen. Wenn man sie zu Ende denkt (und sie wird ja nicht nur zu Ende gedacht, sondern mit allen Konsequenzen auch politisch propagiert und praktiziert), bedeutet sie, dass der Mensch alles, was er bloß vorfindet und nicht selbst nach bewusstem Plan geschaffen hat, als Einschränkung seiner Freiheit verwerfen soll, und zwar einschließlich seiner selbst bis hin zu seiner geschlechtlichen Identität. Wenn man sich die Konsequenzen dieser Ideologie bewusst macht, sieht man sofort, dass sie destruktiver Wahnsinn ist.

PI: Selbstbestimmung ist Wahnsinn?

Kleine-Hartlage: Nein, der Versuch, die Gesellschaft auf der Idee schrankenloser Selbstbestimmung aufzubauen, ist Wahnsinn, zumal ich auch zeige, dass ein solcher Versuch zwangsläufig das Gegenteil von dem bewirken wird, was er bewirken soll. Ich habe ja vorhin gesagt, dass es auf ein vernünftiges Gleichgewicht von Freiheit und Bindung ankommt, und dass darauf die europäische Zivilisation beruht. Wenn man aber die eine oder andere Seite verabsolutiert, zerstört man dieses Gleichgewicht. Der Westen und der Islam machen genau entgegengesetzte Fehler: Während die islamische Kultur nur Pflichten, Bindungen und Stabilität gelten lässt, setzt der Westen immer mehr nur noch auf Rechte, Freiheit und Dynamik. Führt das eine zur Erstarrung, so das andere zur Anarchie oder – zu deren Bändigung – in den Totalitarismus.

PI: Im zweiten Teil des Buches konkretisierst du deine Aufklärungskritik, indem du die aufklärerischen Hauptideologien Sozialismus und Liberalismus auf ihre grundsätzlichen Schwachstellen analysierst. Du arbeitest heraus, dass sie beide auf derselben “Metaideologie” aufbauen. Was meinst du konkret damit?

Kleine-Hartlage: Ich meine das in einem doppelten Sinne: zum einen, dass sie trotz aller vordergründigen Gegensätze auf einer tieferen, eben der Meta-Ebene, auf gemeinsamen Grundideen aufbauen, und zum anderen, dass diese Ideen zugleich für die ganze Gesellschaft Verbindlichkeit fordern. Sie sind eine Metaideologie in dem Sinne, dass sie definieren, welche politischen Ideen überhaupt als akzeptabel gelten. Da konservative Positionen in den letzten Jahrzehnten praktisch aus dem öffentlichen Diskurs verdrängt wurden, gibt es zum aufklärerischen Paradigma kein Gegengewicht mehr, das dafür sorgen würde, dass die Kirche im Dorf und die Tassen im Schrank bleiben. Da dieses Gegengewicht weggefallen ist, befindet sich die Gesellschaft im Griff von Ideologien, die bereits vom Ansatz her utopistisch sind. Sie betrachten die Gegenwart vom Standpunkt einer paradiesisch imaginierten Zukunft. Da stellt man fest, dass es gewachsene Strukturen gibt, die anders sind, als es der utopischen Verheißung entspricht, also will man sie ausmerzen. Und weil es Menschen – sogar eine Mehrheit – gibt, die diese Strukturen (etwa die Familie oder den Nationalstaat) für richtig halten, muss man deren „falsche“ Gedanken ausmerzen. Das ist ungefähr der Punkt, an dem wir jetzt sind. Die Entwicklung bleibt dabei aber nicht stehen: Sie unterliegt einer Eigenlogik, aufgrund derer man eines Tages dahin kommen wird, nicht nur die falschen Gedanken, sondern auch deren Träger zu beseitigen. Der tiefste Grund, warum Utopien – sofern ihre Verfechter mächtig genug sind – immer das Gegenteil von dem bewirken, was sie bewirken sollen, ist zugleich der banalste, nämlich dass sie eben – Utopien sind: Das heißt, sie gehen a priori nicht davon aus, wie die Welt tatsächlich ist, sondern wie sie sein soll. Sie erheben also nicht einmal den Anspruch, Wirklichkeit zu erkennen (es sei denn als ein Hindernis, das es zu beseitigen gilt). Die Realität lässt sich aber nicht ungestraft ignorieren, und sie rächt sich, wenn man es versucht.

PI: Deine Liberalismuskritik wird vielen Lesern nicht schmecken. Gehst du mit den Liberalen nicht zu hart ins Gericht?

Kleine-Hartlage: Mit den Liberalen gehe ich überhaupt nicht ins Gericht, sondern mit dem Liberalismus, in demselben Sinne, wie ich auch nicht mit den Moslems ins Gericht gehe, sondern mit dem Islam: Ideologien folgen einer jeweils bestimmten Eigenlogik, sie erzeugen gewissermaßen einen Sog, dem sich ihre Anhänger nur schwer entziehen können. Während man aber den Islam auf die Spitze treiben kann, ohne ihn zu zerstören, weil er sozusagen umso mehr er selbst ist, je radikaler man ihn praktiziert, zerstören linke und liberale Ideologien in dem Maße, wie man sie verwirklicht, ihre eigenen Voraussetzungen und letztlich sich selbst. Ich hoffe sehr, dass es unter meinen Lesern viele selbstkritische Liberale und auch Linke geben wird, die den Marsch in die Selbstzerstörung nicht mitmachen wollen und sich bei mir mit Argumenten bewaffnen, die es ihnen ermöglichen, sich und Andere dem Sog des Mainstreamliberalismus und der Mainstreamlinken zu entziehen.

PI: Vielen Dank für das Gespräch, Manfred.

Kleine-Hartlage: Ich danke auch.

Originalartikel PI News

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Zu den aktuellen Dauerbrennern „NSU“ und NSA gesellen sich zur Zeit die Nachrichten vom Freispruch George Zimmermans im Trayvon-Martin-Prozeß in den USA. Die Geschichte an sich wäre nicht weiter interessant, wäre da nicht die absurde mediale Psychose, die daraus in Obamas angeblichem „post-“, in Wirklichkeit: „hyper-racial America“ erwachsen ist

Es versteht sich von selbst, daß die deutschen Medien den Tenor der amerikanischen Pendants völlig ungefiltert übernommen haben, bis hin zur groben, den Leser geradezu beleidigenden Desinformation. Für letztere ist natürlich wieder Spiegel Online die trübe Hauptquelle, über die etwa massenhaft benutzte Gratis-Email-Portale wie gmx.net, web.de, 1und1.de mit Infotainment versorgt werden. Wer die Story bisher verpaßt hat: Im Februar 2012 erschoß der 29jährige George Zimmerman, Mitglied einer „Nachbarschaftswache“ einer multiethnischen „gated community“ in Florida den 17jährigen, unbewaffneten Schwarzen Trayvon Martin. Dem Todeschuß ging ein blutiges Handgemenge der beiden Männer voraus; das Opfer war kein unbeschriebenes Blatt, sondern hatte sich zuvor mutmaßlich an Einbrüchen und Drogenhandel beteiligt. Der Todesschütze beteuerte, er habe aus Selbstverteidigung gehandelt: Trayvon habe auf ihn eingeprügelt. Fotos von Zimmermans Aufnahme bei der Polizei zeigen ihn mit blutigem Gesicht und Hinterkopf. Diese tragische, aber keineswegs außergewöhnliche Geschichte wurde zur Staatsaffäre hochgespielt, und zwar durch die sich flächendeckend verbreitende Ente, es habe sich hier um einen dramatischen Fall von „Rassismus“ gehandelt, nach dem Strickmuster: waffennärrischer weißer Bürgerwehrler erschießt grundlos, aus purem Rassenhaß, einen harmlosen kleinen schwarzen Jungen. Im ganzen Land schrillten die Alarmsirenen, bis hinauf zu Präsident Obama, der die Emotionen zusätzlich anheizte: „Hätte ich einen Sohn“, gab er öffentlich zu Protokoll, „er sähe aus wie  Trayvon Martin.“ Das Bild vom unschuldigen schwarzen Opfer rassistischer weißer Gewalt  hielt sich auch dann noch mit verbissener Hartnäckigkeit, als sich herausstellte, daß George Zimmerman kein Weißer, sondern ein multipel gemischter Latino mit zum Teil afro-peruanischer Abstammung ist. Bis zum heutigen Tag bebildern die deutschen Medien die Berichte über den Fall mit Fotos , auf denen ein bulliger, finster dreinblickender Täter mit einem niedlichen, ungefähr dreizehnjährigen Jungen kontrastiert wird (ebenso hier, hier, hier und hier – dieser hartnäckige Wille zur Lüge ist verblüffend). In Wirklichkeit war Martin zum Zeitpunkt der Tat nicht nur zehn Zentimenter größer als Zimmermann, sondern posierte mit Vorliebe im „Gangsta“-Look, mit Goldzähnen und der genretypischen Kapuze über dem Kopf. Um Zimmerman rassistische Motive zu unterschieben (was in den USA heute als der Gipfelpunkt alles erdenklich Bösen gilt), wurde derart dreist gelogen, unterschoben und manipuliert, daß sich die Prawda geniert hätte. So schreckte etwa der Sender NBC nicht davor zurück, eine Tonaufnahme, die kurz vor der Tat entstand, entsprechend zurechtzuschneiden, um Belastendes aus ihr herauszukitzeln.  Während des Prozesses kam es zu farcenartigen Momenten, etwa als eine übergewichtige und (offenbar) unterintelligente Bekannte des Opfers zu Protokoll gab, Martin habe Zimmerman am Telefon als „Cracker“ bezeichnet – ein Schimpfwort für Weiße, das etwa dem berüchtigten „Nigger“ entspricht. Auf die Nachfrage des Anwaltes, ob sie das nicht als „rassistisch“ empfunden habe, antwortete die fast schon komikartig tränenverschnupfte Zeugin mit Nein. Die Faktenlage kann man im Detail auf Wikipedia nachlesen – sie gibt auch bei bestem oder schlechtestem Willen nichts her, das die entstandene Hysterie rechtfertigen würde. Nun also, wie Spiegel Online über den Freispruch Zimmermans und die Folgen berichtet:

  • Empörend, unfassbar, eine Ohrfeige fürs Volk: US-Bürgerrechtler sind entsetzt über den Freispruch für den Todesschützen des schwarzen Teenagers Trayvon Martin. Jetzt fordern sie, US-Justizminister Holder solle intervenieren. (…)
    Er könne die Entscheidung immer noch nicht fassen, sagt Jesse Jackson, der berühmte Bürgerrechtler. Einige Stunden zurück liegt da die Verkündung des Urteils, das Amerika bewegt und spaltet: Freispruch für George Zimmerman, 29, Todesschütze des schwarzen Jugendlichen Trayvon Martin.
    Jackson und andere Bürgerrechtler zeigten sich empört. Jetzt forderte er im Interview bei CNN: „Das US-Justizministerium muss eingreifen“, das Verfahren müsse auf eine andere Ebene gehoben werden. Ähnliches hatte zuvor bereits Benjamin Jealous angemahnt, Vorsitzender der NAACP, der National Association for the Advancement of Colored People. Sie ist die größte US-Bürgerrechtsorganisation. Der Todesschütze, so Jealous, müsse wegen Verletzung der Bürgerrechte von Trayvon Martin vor Gericht gestellt werden.
    Die Wut nach dem aktuellen Freispruch im Fall Trayvon Martin ist an vielen Orten in den USA zu spüren. In mehreren Städten versammelten sich spontan Menschen und protestierten gegen die aus ihrer Sicht rassistische Entscheidung der Geschworenen.
    In San Francisco etwa setzten Hunderte Demonstranten ein Zeichen der Solidarität mit Martins Familie. Begleitet von einem massiven Polizeiaufgebot strömten sie kurz nach dem Urteilsspruch im Stadtzentrum zusammen. Viele trugen Transparente mit der Aufschrift „Das Volk sagt ’schuldig‘“. Im benachbarten Oakland blieb es nicht so ruhig. Einige Demonstranten besprühen Autos und zertrümmern Fensterscheiben, wie ein Video auf der Website der Zeitung „Oakland Tribune“ zeigte. (…)
    Eine Online-Petition der NAACP an US-Justizminister Eric Holder, Zimmerman einer Zivilklage zu unterziehen, wurde innerhalb kürzester Zeit mehrere zehntausend Mal unterzeichnet.

Es ist nicht daran zu zweifeln: das schwarze Amerika und seine politischen Vertreter wollen Zimmerman offenbar um jeden Preis hängen sehen, koste es was es wolle – nicht anders als die von keinerlei rationalem Argument getrübten Südstaaten-Lynchmobs aus KuKluxKlan-Zeiten, wie man sie aus unzähligen antirassistischen Filmen kennt. Sie wollen, ja sie brauchen offenbar ihre „Rassisten“. Zur Not soll die Regierung von oberster Stelle aus Druck machen. Hier zeigt sich nicht nur eine aparte Rechtsauffassung, sondern auch eine klare ethnische Front: Blut ist dicker als Wasser, als Recht, als Gerechtigkeit, als jede Vernunft offenbar. Wenn Al Sharpton und Jesse Jackson vom „Volk“ reden, meinen sie ihr Volk. Die US-Schwarzen nehmen Trayvon Martin vorrangig als „einen von uns“ wahr, und diese Tatsache hat über allem anderen Priorität, selbst über die nüchternen Fakten – right or wrong, my race. Das zeigte sich bereits in den oben zitierten, doch recht seltsamen Äußerungen Obamas. All dies wagen die deutschen Medien, die wie immer „Mein Name ist Hase“ spielen, freilich nicht auszubuchstabieren. Auch in einem zunehmend multiethnischen Deutschland, wie es von Angela Merkel und Konsorten inzwischen ganz explizit gewünscht wird, wird man mit solchen Entwicklungen rechnen müssen. Jim Goad hat den Fall auf der US-Seite Takimag bereits mehrfach ebenso luzide wie sarkastisch kommentiert. In seinem aktuellen Artikel zum Freispruch Zimmermans konstatiert er das Fortwirken einer Art „Rassenpsychose“. Schwarze „Bürgerrechtler“ und weiße „Progressive“ und „Liberale“ klammern sich mit irrationalem Eifer an das liebgewonnene Szenario:

  • Diese Leute können sich nicht mehr von dem Drehbuch losreißen, das ihnen in ihre Dummköpfe eingebrannt wurde. Sie haben den rasse-fixierten Film, der ihnen von Anfang an vorgesetzt wurde, kritiklos aufgesogen. Und sie werden sich an dieser Version der Geschichte festbeißen, bis das ganze Land in Scherben fällt.

Der Irrsinn wird angesichts zahlloser anderer Gewalttaten, die von den Medien und den Politikern völlig ignoriert werden, deutlich:

  • Sie verschließen die Augen vor dem Fall des Daniel Adkins, wo das Opfer ein Latino und der Todesschütze ein Schwarzer war… Sie haben noch nie etwas von der Geschichte gehört? Fragen Sie doch den nächsten freundlichen Lokalreporter, warum.
    Sie ignorieren den gewaltsamen Tod von Joshua Chellew, der Anfang Juli von vier schwarzen Teenagern bewußtlos geschlagen und auf die Autobahn gelegt wurde, wo ihn schließlich ein Auto überfuhr. Das sind dieselben Medienspezis, die vor einem Vierteljahrhundert aus dem Fall von Howard Beach landesweit eine Riesenstory gemacht haben – eine Geschichte, die Chellews Tod in vielerlei Hinsicht ähnelt, mit einem entscheidenden Unterschied: die Rassen der Täter und Opfer waren umgekehrt verteilt.
    Das sind dieselben Leute, die kein Sterbenswörtchen darüber verlieren, daß 93% aller schwarzen Mordopfer schwarzen Tätern zum Opfer fallen, oder daß seit Trayvon Martins Tod rund 11,000 Schwarze von anderen Schwarzen getötet wurden.
    Denn diese Dinge passen leider nicht ins Drehbuch. Und an dieses müssen sich halten, ob nun die Städte brennen oder nicht. (…)
    Letztes Jahr gab es mehrere Vorfälle von schwarzer Gewalt gegen Weiße, aufgestachelt durch die massiv mißbräuchliche Art der Berichterstattung über Trayvon Martin. Es wohl nicht allzu abwegig, anzunehmen, daß nun eine zweite Welle von Vergeltungsgewalt bevorsteht.

Gehen uns diese Dinge in Deutschland etwas an? Natürlich. Denn die gleichen Muster zeichnen sich bereits auch bei uns ab. In modifzierter Form steht auch Deutschland im Bann ein- und desselben Drehbuches, woraus sich auch die durch die Bank verschwommene Berichterstattung über den amerikanischen Fall erklärt.

Originalartikel Sezession im Netz

Der Holocaustleugner David Irving soll in Berlin kein Hotelzimmer bekommen. Die Gedanken sind frei? Wenn man ein Bett in der Hauptstadt bekommen will, muss man sie wohl für sich behalten

David Irving ist ein unangenehmer Zeitgenosse. Noch unangenehmer sind in der Regel diejenigen, die den gerichtsnotorischen Holocaustleugner als Helden feiern. Ob Irving, der einmal ein ernst zu nehmender Historiker war, erst durch die öffentliche Ächtung in die rechtsradikale Ecke geriet, aus der er – altersstarrsinnig, opferstolz und britisch-trotzig – nicht mehr herauskommt; oder ob bei ihm schon immer ein Zug ins Antisemitische, Arierverherrlichende gegeben war, darüber mögen seine Biografen streiten. Doch sollte es unter Demokraten unumstritten sein, dass Irvings Thesen von der jüdischen Erfindung des Holocaust und dessen Instrumentalisierung durch „die Zionisten“ politisch entgegenzutreten ist. Auftritt Volker Beck, Parlamentarischer Geschäftsführer und menschenrechtspolitischer Sprecher der Grünen-Bundestagsfraktion. Ihm ist die politische Bekämpfung Irvings anscheinend zu anstrengend. Auf die Nachricht hin, dass der Brite in Berlin Freunde und Gesinnungsgenossen zu einer privaten Veranstaltung (Eintrittspreis 91 Euro) einladen wolle, reagierte Beck mit einem Brief – auf Bundestagspapier – an den Hauptgeschäftsführer des Hotel- und Gaststättenverbands Berlin, Thomas Lengfelder. Berliner Hotels, so Beck, sollten Irving kein Zimmer vermieten. Auf der Homepage des Verbands veröffentlichte Lengfelder daraufhin den Brief Becks, verbunden mit der Bitte an seine Mitglieder, „Rechtsextremen nicht auf den Leim zu gehen“. Für David Irving soll es offensichtlich in Berlin keinen Raum in der Herberge geben.

Bitte nur gedanklich saubere Gäste!

Die ganze Geschichte ist zunächst einmal absurd. Saudische Prinzen und iranische Diplomaten – um nur zwei im Hinblick auf die Holocaustleugnung und den Antisemitismus eher problematische Gastkategorien zu nennen – kommen regelmäßig in deutschen Hotels unter. Und auch sonst wird bei den russischen Mafiosi, internationalen Waffenschiebern und anderen hochkarätigen Benutzern der edleren Suiten eher selten nach ihren Ansichten zum Holocaust, zu Juden und zu Israel gefragt. Von den vielen weniger wichtigen Gästen der Hauptstadt abgesehen. Noch, zum Glück, ist es nicht so weit, dass man beim Einchecken auch ein Gesinnungs-Statement abgeben muss, auf dass der Berliner Hotelier sicher sein kann, nur gedanklich saubere Menschen bei sich zu beherbergen. Noch. Denn, wie Volker Beck die Berliner Hoteliers erinnert, kann die politische Überzeugung eines Gasts laut Urteil des Bundesgerichtshofs „die Ablehnung einer Übernachtung begründen, wenn diese Überzeugung nicht mit dem Charakter des Unternehmens vereinbar ist.“ Die Gedanken sind zwar frei, so behauptet es jedenfalls das Lied; aber wenn man wert auf ein Bett für die Nacht legt, sollte man sie in Berlin lieber nicht äußern. Das ist skandalös.

Was würde Voltaire dazu sagen?

Wohlgemerkt: Wenn ein Hotel Anstoß an einer geplanten Veranstaltung nimmt, darf es nicht gezwungen werden, Räume dafür zu vermieten. Etwas anderes ist es aber, einem Menschen wegen des vermuteten Inhalts seines Kopfes das Recht zu verwehren, diesen Kopf auf ein Hotelkissen zu legen. Das ist, um es deutlich zu sagen, totalitär. Es ist mir zwar zuwider, für das Recht eines Holocaustleugners einzutreten. Aber das Eintreten für die Rechte anderer Menschen macht überhaupt erst Sinn, wenn es um Leute handelt, mit denen man ansonsten ungern die Atemluft teilt. Von Voltaire ist der Spruch überliefert: „Ich mag verdammen, was du sagst, aber ich werde mein Leben dafür einsetzen, dass du es sagen darfst.“ In einem Land, das sich gerade einer Hysterie hingibt über die Maßnahmen, die ein befreundeter Geheimdienst zum Schutz der Demokratie ergreift, sollte man daran erinnern, dass es Schlimmeres gibt als Computer-Algorithmen: Der Wahn eines Volkskollektivs nämlich, sich in einem Akt symbolischer Reinigung des Bösen in seiner Mitte zu entledigen. Souverän wäre es, nach dem Berliner Spruch zu handeln: „Jar nich erst ignorieren.“ Wie auch bei Bushido. Der darf allerdings immer noch schlafen, wo er will.

Originalartikel Die Welt

Während in den meisten Meldungen zum Zugunglück in Brétigny bei Paris kaum oder gar nicht über die Plünderungen der Opfer und Steinwürfe auf die Rettungskräfte durch Jugendliche berichtet wird, gibt dieser Artikel des „journal du siecle“ einen guten Überblick über die bisher bekannten Fakten

Bemerkenswert auch die Reaktion des Transportministers, der die Vorfälle zu verharmosen sucht und von einem „etwas unsanften Empfang“ für die Rettungskräfte spricht. Es sind wohlgemerkt die Steinwürfe und andere Behinderungen während des Rettungseinsatzes gemeint!
Das „journal du siecle“ schreibt (Übersetzung: Johann):

  • Katastrophe von Brétigny: Jugendliche plündern Tote und Verletzte
    Während die Rettungskräfte den Opfern des Zugunglücks auf der Strecke Paris-Limoges in Brétigny-sur-Orge mit mindestens sechs Todesopfern erste Hilfe leisteten, wurden sie von einer kleinen Gruppe Jugendlicher mit Steinen beworfen.
    Vorausgegangen waren Plündereien an den Körpern der Toten und Verletzten.
    Nathalie Michel von der Polizeigewerkschaft berichtet dem Sender Europe 1:
    „Während unsere Kameraden gegen 17:30 Uhr am Unglücksort eingreifen, beobachten sie eine Gruppe Jugendlicher, die sich nähern und scheinbar den Opfern helfen möchten. Sehr schnell stellen sie aber fest, dass diese Personen nur gekommen sind, um die Verletzten und offenbar ersten Toten auszuplündern“, empört sich die Polizistin.
    Die Polizisten versuchen dann ohne Erfolg, die Jugendlichen zu vertreiben. Sie werfen jetzt sogar Steine auf die Polizei und die im Einsatz befindlichen Feuerwehrleute. Die Polizeikräfte sind gezwungen, Verstärkung anzufordern.
    Schnell hat es die Polizei mit einer Gruppe von etwa 50 Jugendlichen zu tun, die versuchen, die Absperrungen zu durchbrechen. Die CRS-Kräfte (Bereitschaftspolizei) haben dann begonnen, die Absperrungen um den Unglücksort ca. 100 Meter zu vergrößern. In diesem Moment begannen die Zusammenstöße mit einem Teil der Jugendlichen, von denen einige die Rettungsfahrzeuge außerhalb der Absperrung mit Steinen bewarfen.
    Einem Helfer ist dabei ein Mobitelefon gestohlen worden. Mehrere Polizeiquellen berichten, dass darüberhinaus einem Journalisten sowie Opfern Handtaschen und Telefone geraubt worden seien.
    Die Polizisten sprachen sechs Verwarnungen aus, in der Folge zwei kurzzeitige Festnahmen. Es besteht allerdings wenig Aussicht, sonstige Täter zu identifizieren, da ein Teil der Kameras im Bahnhof außer Betrieb war und die übrigen Polizisten die Rettungskräfte unterstützten.
    Ungefähr zwei Stunden nach der Entgleisung des Intercity-Zugs Paris-Limoges sind Rettungkräfte ebenfalls von ca. 15 Jugendlichen mit Steinen beworfen worden. Dies berichtet ein Fernsehteam von France 2. Diese Übergriffe fanden gegen 19:15 Uhr statt und dauerten fünfzehn Minuten. Ohne ersichtlichen Grund enstand plötzlich eine Auseinandersetzung zwischen einer Gruppe Jugendlicher und der Bereitschaftspolizei.
    Der Bürgermeister von Brétigny-sur-Orge, Bernard Decaux, bestätigt „Steinwürfe gegen die Feuerwehr- und Polizeikräfte“.
    Verkehrsminister Frédéric Cuvillier hat auf iTélé von „Einzeltaten“, einer „Verwarnung“, einem „Diebstahlsversuch eines Mobiltelefons“ bei einer Rettungskraft sowie einem etwas „unsanften Empfang für die Feuerwehrkräfte durch kleine Gruppen“ gesprochen. Von „bandenmäßiger Kriminalität“ könne man aber nicht sprechen.
    Der Unterpräfekt von Etampes, Ghyslain Chatel, bestätigt bei AFP die Verwarnung von einer Person sowie sechs am Freitag erfolgte Verhaftungen. Aus Justizkreisen wird berichtet, dass ein Minderjähriger am Freitag wegen „Beleidigung, Diebstahl und Gewaltanwendung“ in Untersuchungshaft genommen wurde.
    In einem tweet hat der Abgeordnete der PS von Essone, Jérome Guedj, von „düsteren inhumanen crétins“ geschrieben, die offenbar von dem Durcheinander des Unglücks profitieren wollten, um Telefone, portables und Gepäck zu stehlen.

Wie verroht muss man eigentlich sein, ein solch schweres Zugunglück dazu auszunutzen, die Toten und Schwerverletzten auch noch zu beklauen?

Originalartikel PI News

Tödliche Hetzjagd auf Christen in Ägypten

Veröffentlicht: Juli 15, 2013 in Migration & Islam
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Die Lage der koptischen Minderheit in Ägypten wird immer dramatischer: Mindestens fünf Menschen wurden seit der Absetzung von Präsident Mursi getötet, weil sie Christen waren

Die Flucht war filmreif: Emile Nasim und sein Neffe kletterten aufs Dach ihres Hauses in einem südägyptischen Dorf – und rannten um ihr Leben. Mit dem Mut der Verzweiflung sprangen sie von Hausdach zu Hausdach, um dem aufgebrachten Mob zu entkommen. Doch irgendwann gingen ihnen die Dächer aus und sie mussten runter auf die Strasse. Nasim wurde von mehreren Dutzend Männern erwischt und mit Äxten, Keulen und Ästen zu Tode geprügelt. Der Neffe entkam schwer verletzt. Der Grund für den Lynchmord: Nasim war Kopte, Angehöriger einer christlichen Minderheit in Ägypten. Etwa jeder zehnte Ägypter zählt zu den koptischen Christen, einer orthodoxen Religionsgemeinschaft, die sich in der Tradition des Evangelisten Markus sieht. Derzeit leben sie extrem gefährlich in Ägypten. Der Mord an Nasim fand zwei Tage nach der Absetzung des islamistischen Präsidenten Mohammed Mursi statt und war Teil eines Pogroms im Dorf Nagaa Hassan am Westufer des Nils unweit der Grossstadt Luxor. Dutzende von Häusern wurden in Brand gesetzt und drei weitere Christen wurden getötet. Nasim war der bekannteste von ihnen: Immer wieder hatte der 41-Jährige öffentlich zum Sturz von Mursi aufgerufen.

Christen als Sündenböcke

Auslöser der Hatz auf Kopten war ein Leichenfund im Morgengrauen: Ein muslimischer Bewohner von Nagaa Hassan war getötet worden, und für den Mob konnte es nur die verhassten Christen gewesen sein. Rund 30 Häuser und Geschäfte von Kopten wurden gestürmt, deren Fenster zerschmissen und die Gebäude teilweise in Brand gesetzt. Menschen, die das verhindern wollten, spielten mit ihrem Leben. Die meisten Christen flüchteten sich in ihre Kirche. Nasim aber hatte keine Chance: Der Geschäftsmann galt als wichtigster Gegner Mursis in seinem Dorf. Vorsichtshalber hatten er und seine Frau sich bei Verwandten versteckt, aber diese Information war bereits an die islamischen Fundamentalisten durchgesickert. Sie umstellten das Haus seiner Verwandten und zündeten es an, um die Familie auszuräuchern. Die Polizei tauchte zwar auf, war dem Mob jedoch zahlenmässig hoffnungslos unterlegen. Die Polizisten handelten immerhin aus, Frauen und Kinder aus dem Haus evakuieren zu dürfen. Nasim und seine männlichen Verwandten versuchten den naheliegenden Trick, sich mit Frauenkleidern in den Schutz der Polizei zu begeben, wurden aber von den Polizisten zurückgewiesen. Offenbar fürchteten die Sicherheitskräfte, dass die wütende Menschenmenge die Volte durchschauen würde. Nachdem die Polizei mit den Frauen und Kindern abgezogen war, stürmten die bärtigen Männer das Haus. Zwei Cousins von Nasim und ein Nachbar schafften es nicht einmal aufs Dach: Sie wurden noch im Haus zu Tode geprügelt und erstochen.

«Emile liess sich nicht den Mund verbieten»

Nasims Freunde sagen, er habe monatelang Unterschriften für die Absetzung Mursis gesammelt. Nasim war Mitglied der Tamarod-Gruppe, einer überwiegend von Jugendlichen organisierten Oppositionsbewegung, deren Name für Rebellion steht. Nasims bester Freund Emile Nasir sagt: «Emile war praktisch der örtliche Tamarod-Anführer und liess sich von den Fundamentalisten nicht den Mund verbieten». Nasim habe bereits Wochen vor dem Pogrom per SMS Morddrohungen erhalten. In anderen Gegenden Ägyptens gab es ähnliche Vorfälle. So wurde auf der von Islamisten dominierten Sinai-Halbinsel ein koptischer Priester auf einem Wochenmarkt aus einem vorbeifahrenden Auto heraus niedergeschossen. Insgesamt kam es in der Woche nach Mursis Absetzung in sechs der 27 ägyptischen Provinzen zu Gewalttätigkeiten gegen Kopten.

Kopten fordern Mitspracherecht

Bis zum Sturz des langjährigen Präsidenten Hosni Mubarak vor gut zwei Jahren hielten sich die Kopten aus der Politik in aller Regel heraus. Lediglich die Kirchenführung traute sich, vorsichtig ihr Anliegen vorzubringen. Aber seit Mubarak nicht mehr im Amt ist, fordern immer mehr Kopten ein Mitspracherecht an den Geschicken des Landes. «Die Christen sind aus dem Schutz ihrer klerikalen Roben hervorgekommen und werden niemals wieder darunter zurückschlüpfen», beurteilt Ezzat Ibrahim aus der mittelägyptischen Provinz Minja die neue Lust der Kopten auf Politik. In Minja gibt es mit rund 35 Prozent überdurchschnittlich viele Christen. In der dortigen Koptenhochburg Dalaga gebe es eine ähnliche Hetzjagd auf Christen, nur ohne Tote, erzählt Anwohner Buschrah Ischaron. Die Meute habe in Abwandlung des muslimischen Glaubensbekenntnisses gerufen: «Es gibt keinen Gott ausser Allah und die Christen sind seine Feinde». Die Kairoer Koptin Marina Sakaria sagt, dass ihre Eltern ihr die Auswanderung ans Herz gelegt hätten. «Ich denke nicht daran», sagt die 21-Jährige aber. «Die Christen verkriechen sich immer noch in den Kirchen, weil sie Angst haben», klagt sie. «Mit so einer Haltung werden wir weiter diskriminiert und finden niemals unseren Platz im politischen Leben.»

Originalartikel Basler Zeitung

Internationale empirische Studien zeigen: Die Ablehnung des Islams steigt weltweit. In den meisten modernen Staaten ist man des Mohammedanismus überdrüssig, wegen seiner Rückständigkeit, dem Expansionsdrang und der totalitären Ideologie. Religionswissenschaftler sehen eine Annäherung des islamischen Systems an die westliche Welt, und an das Christentum, als gescheitert an.

Das Mohammedanertum wird geprägt von der Hörigkeit gegenüber Allah und seinen irdischen Akteuren – und ist die Basis einer ernstzunehmenden Bedrohung des Weltfriedens. Nach der viele Jahrhunderte währenden Erstarrung beginnt es zu gären in der ökonomisch, technologisch und intellektuell nicht prosperierenden islamischen Kultur, die nach einer historisch kurzen Spanne des Glanzes weit zurück fiel – und deren Markenzeichen heute der dumpfe Terrorismus ist. Seit dem Anschlag auf das World-Trade-Center zählt „TheReligionofPeace.com“ weltweit 21.210 islamische Terrorattacken (Stand: 11.07.2013) mit zehntausenden Verletzten und Toten. Trotzdem werden die Verbrechen im Namen Allahs in Deutschland ziemlich kommentarlos hingenommen. Intellektuelle, Politiker und Medienleute schweigen sich aus, über die Ursache der primitiven Gewalt: Den fatalistischen Glauben an Allah und seinen Propheten. Man ignoriert die schleichende Islamisierung Europas, macht nicht den Herrschaftsanspruch des Islams und seine pseudo-religiöse Ideologie zum Thema. So bleibt der oberflächliche, mediale Mainstream der Political Correctness geprägt von einer blauäugigen, grün-roten Gesinnung, die ohne tiefreichende Kenntnis der islamischen Doktrin und Agenda die Realität vernebelt. So ist mangelndes Wissen, oder unbedarfte Toleranz – und die Fehleinschätzung der Integrationsfähigkeit des islamischen Systems, die Grundlage des mohammedanischen Einflusses in Europa. Dies gilt besonders für Politiker und Medien, die die kritische Sicht und die Ablehnung des Islams durch die Mehrheit des Volkes missachten und beschwichtigend Akzeptanz für die so friedlichen Mohammedaner anmahnen. Der Mohammedanismus ist – weit entfernt von abendländischer Ethik – eine überholte Ideologie, und steht im Konflikt mit unserer Verfassung. Der renommierte Staatsrechtler, Prof. Karl A. Schachtschneider sagt:

  • „Der Islam ist mit der freiheitlichen demokratischen Grundordnung unvereinbar. Die Religionsgrundrechte geben keine politischen Rechte. Nur äußerlich und innerlich säkularisierten Religionen gibt das Grundgesetz Ausübungsschutz.“

Das heißt: Der Islam kann als totalitäres, politisches System nicht den Status des Religionsschutzes beanspruchen – sondern sollte als Gefahr für unseren Rechtsstaat gewertet werden. Das Ziel der Islamisten verkündete der Al-Kaida-Stratege Abu Bakar Naij in seinem Manifest des modernen Dschihadismus:

  • „In den westlichen Staaten müssen islamische Parallelgesellschaften aufgebaut werden, mit eigenen Gesetzen und Einrichtungen, einschließlich eigenem Heer. Der direkte, aggressive Kampf gegen die Gaststaaten soll aber solange verzögert werden, bis eine zahlenmäßige Annäherung an das ursprüngliche Staatsvolk erreicht ist.“

In diesem Sinne forderte der Londoner Imam  Anhem Choudry seine Glaubensgenossen dazu auf, die Sozialsysteme zu plündern und ihre Freizeit für den Dschihad zu nutzen. Zu einem Jahrestag des 11. September predigte Anhem Choudry:

  • „Der Islam ist überlegen, er wird nie bezwungen werden. Die Europäer sind so dekadent, dass sie nicht mehr imstande sind, Kinder zu zeugen. Wir übernehmen das für sie – und holen uns ihr Land.“

Der Islam ist im Kern politisch und in seinen latenten Bestrebungen Deutschland langfristig in ein Haus des Islams (dar-al-Islam) umzuwandeln, unvereinbar mit unserer grundgesetzlichen Verfassung. Und: Der Koran ist mit seinen dschihadistischen Suren Volksverhetzung par excellence. Die Hetze des Korans richtet sich gegen die in freiheitlichen Staaten dominierende Gruppe der „Kuffar“ (Ungläubige = Lebensunwürdige) und animiert die Anhänger und Funktionäre Allahs zum blutigen Kampf für die Ausbreitung ihres Glaubens. Die Agenda des politischen Mohammedanismus sollte Anlass sein, die Ausbreitung des Islams nicht zu tolerieren. Ebenso den Koran, den Winston Churchill mit Hitlers „Mein Kampf“ auf eine Stufe stellte – und der auch auf den Index gehört. Im Islam präsentiert sich nicht nur ein schlichter Glaube; die Spanne des Islams reicht vom inhumanen, provokanten Fundamentalismus, über einen latenten oder offenen Machtanspruch mit terroristischen Aktivitäten, bis hin zur unterwürfigen, archaischen Gottverehrung. Wobei die Differenzierung zwischen Islam und Islamismus falsch ist. Der Islam-Experte Prof. Tilman Nagel sagt:

  • „Es gibt keine Trennung zwischen Extremisten und dem Islam der breiten Masse, weil sich extreme Forderungen aus den Grundlagen des Islam selbst ergeben, nicht aus den Rändern.”

Das islamische System gehört zu den rückständigsten Kulturen der Welt. Ohne das Geschenk des Öl- und Gasreichtums sind die Flaggschiffe des Mohammedanismus, die arabischen Staaten, in ihrer Gesamtheit arm und kaum existenzfähig. Prof. Tilman Nagel ist der Meinung:

  • „Der zivilisatorische Rückstand vieler islamischer Länder hat endogene Ursachen, das heißt, mit dem Islam selbst zu tun. Während andere Utopien in der Geschichte vorwärts gewandt waren, ist die Rückkehr zur Denkweise der Altvorderen eine Forderung aus dem Herzen des Islam. Dabei erschöpft sich diese archaische Orientierung nicht mit der Durchsetzung von Pflichtriten und der Scharia, sondern umfasst das Denken, Reden und Handeln der Menschen, als Maßstab ohne Alternative. Gewalt gegen „Ungläubige“ und Andersdenkende war nicht nur in der islamischen Historie wirkmächtig, sondern gehört zur allzeit gültigen Doktrin des Korans. Das Ziel ist nicht nur die Expansion der „einzig wahren Religion“, sondern, einer konkreten islamischen Sozialordnung weltweit.“

Ergänzend kann man sagen: Als eine Vorstufe des Dschihad ist die gesellschaftliche Spaltung zu werten, die im Koran angelegt ist. Denn dort heißt es:

  • „Es ist geboten, dass der Gläubige sich von den Menschen, die Beigesellung begehen, lossagt.“ (Gemeint sind Christen, Juden, Andersgläubige).

Alice Schwarzer schrieb in ihrem Buch „Die Gotteskrieger und die falsche Toleranz“:

  • „Man hätte es wissen können, aber man wollte es nicht wissen. Vor allem in Deutschland nicht. Jetzt, nach einem Vierteljahrhundert ungehinderter islamischer Agitation – gefördert nicht nur von den Gottesstaaten, sondern auch von so mancher westlichen Demokratie – lässt es sich nicht länger leugnen: Diese islamistischen Kreuzzügler sind die Faschisten des 21. Jahrhunderts – doch sind sie vermutlich gefährlicher als sie, weil längst global organisiert.“

Im Westen lebt der Islam vom Multikulturalismus, der ihm von den Gesellschaften Europas und Nordamerikas geboten wird. Doch: „Multikulti ist gescheitert“, haben inzwischen auch Bundeskanzlerin Merkel, Premierminister Cameron und der frühere Staatpräsident Sarkozy erkannt. Und Helmut Schmidt sagte:

  • „Das Konzept des Multikulturalismus ist nicht kompatibel mit einer demokratischen Gesellschaft. Multikulturelle Gesellschaften funktionieren nur friedlich innerhalb eines autoritären Staates.“

Die im Endeffekt staatsbedrohende Unterwanderung scheint besonders jenen „Islam-Verstehern“ nicht aufzufallen, die sich illusionäres Gedankengut auf ihre Fahne geschrieben haben und glauben, alles und jeder könne integriert werden und stelle eine Bereicherung dar. Der Mohammedanismus jedoch, sprengt das abendländische Gefüge, ist nicht auf Assimilation aus, sondern will sich langfristig als maßgebende Kultur etablieren. Auch von schlichten Gutmenschen, die sich als Vermittler zwischen den Kulturen fühlen, wird der Herrschaftsanspruch des Islams gern übersehen. Vorurteile wären der Grund für die Antipathie, die dem Mohammedanismus entgegenschlägt, sagen weltumarmend träumende Multikulturalisten und verkennen, dass die negative Beurteilung durch täglich neue Terrorattacken unterfüttert wird. Auch die Kenntnis der aggressiven Suren des Korans trägt zur Aversion bei – und macht Toleranz unmöglich. So wird aus den sogenannten „Vorurteilen“ ein fundiertes Urteil. Thilo Sarrazin, ein wichtiger Realist unserer Zeit, sagte:

  • „In Deutschland arbeitet ein Heer von Integrationsbeauftragten, Islamforschern, Soziologen, Politologen, Verbandsvertretern und eine Schar von naiven Politikern Hand in Hand und intensiv an Verharmlosung, Selbsttäuschung und Problemleugnung.“

Das Geschäftsmodell „Gott“

Man kann sich nicht davor drücken, im Zusammenhang mit dem Mohammedanismus den Glauben an Gott anzusprechen – und kritisch zu beurteilen, auch wenn das neben Mohammedanern die Hardcore-Christen protestierend auf den Plan ruft, die ihren Glauben ebenfalls als den einzig wahren sehen. Nun, jedem ist freigestellt, an den Gott seiner Wahl zu glauben – aber nach der Aufklärung, sollte zumindest in Europa die intellektuelle Erkenntnis Vorrang haben, vor subjektiven transzendenten Fantasien und Wunsch-Szenarien. Mit dem Gottphantom Allah besitzen die islamisch-theokratischen Regime ein probates, universelles Mittel zur Machtausübung. Das Zusammenspiel von Gottglaube, autoritärem System mit eigener Rechtsprechung und Vollzugsgewalt – und der Macht religiöser Funktionäre, führt zur rigiden Gängelung und Unterwerfung des Gläubigen. Schuldig sind die Profiteure des Systems, die religiösen Führer: Ajatollahs, Mullahs, Gelehrten, Imame, Prediger – und die umtriebigen Figuren, die politisches Kapital aus dem Irrglauben an Allah schlagen. Der Irrglaube an Götter – Karl Marx nannte diesen Glauben: „Opium des Volkes“ – war seit Anbeginn der Menschheit die Basis für das Beherrschen der Bevölkerung. Das spirituelle Produkt „Gott“ ist wohl die älteste Kreation des Homo sapiens und die Basis des vermutlich zweitältesten Gewerbes: Des Priestertums. Das Phänomen Gott wucherte im Laufe der Zeit zu einer grotesken Vielfalt und wurde zu einer der größten Geißeln der Menschheit. Wahrscheinlich sind im Namen der Götter mehr Menschen umgekommen, als bei allen anderen geschichtlichen Ereignissen. Die unterschiedlichen, jedoch immer einzig wahren Gottheiten waren tragende Säulen des politischen Geschäfts seit der Frühzeit. Nach dem Untergang zahlreicher religiöser Kulturen wirken heute die abrahamitischen Religionen in weiten Teilen der Welt. Mohammedanismus und Judentum sind sogenannte Offenbarungsreligionen. Das heißt, die Gottheiten offenbarten sich – oder treffender gesagt: Sogenannte Propheten glaubten, die Stimme Gottes zu hören und fühlten sich auserwählt. Die Götter Allah und Jahwe sprachen also jeweils durch ihr Medium: Mohammed und Moses. Solche Wahrnehmungen hatten viele stark religiöse Figuren der Geschichte. So glaubte der Apostel Paulus die Stimme Jesu zu hören, der gesagt haben soll (Apg 9,3-6): „Saul, Saul, warum verfolgst du mich?“ Saul antwortete: „Wer bist du, o Herr?“ Und der Herr sagte zu ihm: „Ich bin Jesus von Nazareth, den du verfolgst. Doch steh auf und geh in die Stadt, und es wird dir gesagt werden, was du tun sollst.“ Paulus selbst schrieb über diese Erscheinung: „Das Gott seinen Sohn offenbarte in mir.“ (Gall,16) Die heiliggesprochene Nonne Hildegard von Bingen berief sich auf zahlreiche Visionen göttlicher Herkunft, was Papst Benedikt XVI. dazu veranlasste, sie zur Kirchenlehrerin zu erheben. Visionen hatte auch die Begine Mechthild von Magdeburg, die ihre Offenbarungen „mystische Erfahrungen“ nannte. Auf islamischer Seite war es der Gründer der Ahmadiyya-Bewegung, Mirza Ghulam Ahmad, der behauptete, im Zeitraum von 1871-1908 Offenbarungen von Allah empfangen zu haben. Er hielt sich zugleich für eine Wiedergeburt Jesu und für den von den Moslems erwarteten Mahdi der Endzeit. In seinen 82 Büchern erläutert er die Lehre, die er von Allah erhalten habe. Auch eher gewöhnliche Sterbliche erlebten die zweifelhafte Begnadung durch Offenbarungen. So das Oberhaupt der Neuapostolischen Kirche, Stammapostel Johann Gottfried Bischoff, der Weihnachten 1951 verkündete, noch zu seinen Lebzeiten werde Christus auf die Erde zurückkommen, um die Seinen zu sich zu nehmen. Doch als der von Gott kontaktierte Stammapostel neun Jahre später starb, war das endzeitliche Ereignis noch nicht eingetreten. Ein anderer Visionär, der Gründer der Mormonen-Kirche, Joseph Smith jr. berichtete, im Frühjahr 1820 sei ihm Gottvater und Jesus erschienen und hätten ihn aufgefordert sich keiner Kirche anzuschließen, weil alle Kirchen falsch seien – und er, Smith, die wahre Kirche hervorbringen würde. Er brachte hervor. Heute gibt es weltweit circa 14 Millionen Anhänger des Mormonentums, etwa genauso viele Zeitgenossen gehören zum Judentum. Nicht unerwähnt soll bleiben, dass auch Josef Ratzinger, der abgedankte Papst, spirituelle Bekanntschaften pflegte. Er schrieb 2010 in der Publikation „Licht der Welt“:

  • „Ich rufe auch die Heiligen an. Ich bin mit Augustinus, mit Bonaventura, mit Thomas von Aquin befreundet. Man sagt dann auch zu solchen Heiligen: Helft mir!“

Die angesprochenen übersinnlichen Phänomene sind auch im hysterischen Formenkreis zu beobachten: Bei Schamanen, Gurus, offenbarenden Nonnen und Mönchen des Mittelalters bis in die Gegenwart. Der subjektive Empfang von Offenbarungen lässt sich des Weiteren mit einem anderen, medizinisch bekannten Zusammenhang erklären: Durch intensive Meditation können körpereigene Drogen aktiviert werden, die das Gefühl vermitteln, mit einer anderen Person kommunizieren zu können. Das sind Sinnestäuschungen, die durch diese endogenen Drogen hervorgerufen werden. Die Visionen finden ohne äußere Einwirkungen im Gehirn statt. Der Mensch produziert LSD-ähnliche Stoffe und fantasiefördernde Transmittlermoleküle wie Dopamin und Glückshormone. Die Betroffenen können das Gefühl einer göttlichen Gegenwart haben und in Ekstase verfallen. Glückshormone sind Opiate, die eine Euphorie erzeugen, die als Erleuchtung empfunden wird. Das Phänomen eine Gottesstimme zu hören, oder visuelle Erscheinungen zu haben, existiert nach wie vor und wird meist dem Krankheitsbild der Psychose oder Schizophrenie zugerechnet. Tatsächlich ist das Auftreten religiöser Wahnvorstellungen ein häufiger Grund für die Einweisung in eine Psychiatrische Klinik. Ein adäquater Ort für die Gottesmänner dieser Welt – könnte die Schlussfolgerung sein. Doch die meisten Scharlatane praktizieren wohlwissend ihr Geschäft. Dem vielfältigen Gotteswahn erlegen, von Phantasmen und Illusionen beeindruckt, erscheint eher die immer noch riesige Masse der Gläubigen. Über lange Zeit, ja noch heute, leben theistische Organisationen von ihren göttlichen Trugbildern und nutzen sie, um die Gläubigen zu gängeln und zu beherrschen. Auch das Christentum gehört in die lange Reihe der religiösen Machtapparate. Das Urchristentum war bis etwa 135 nach unserer Zeitrechnung eine häretische Sekte des Judentums. Die Lehre dieser Jesus-Sekte wurde maßgeblich durch den, aus der griechischen Stadt Tarsus stammenden Apostel Paulus verbreitet. Paulus verstand sich als von Gott berufener „Apostel des Evangeliums für die Völker“ (Gal 1,15f). Er war aber dem Objekt seiner Mission, Jesus, nie begegnet. Dennoch machte der umtriebige Paulus die gesellschaftskritische Gesinnung Jesu zu seinem Programm und verkaufte seine sozialrevolutionären Ansätze als göttlichen Auftrag. Die Gottessohnschaft Jesu ist jedoch nur eine konspirative Hypothese der Theologen des Christentums. Über Jahrhunderte entwickelten Kleriker die Lehre der Christen und schufen ein gewaltiges religiöses Brimborium, mit unter anderem: 245 Dogmen, tausenden Heiligen, und Sakramenten, die der völligen Beherrschung der Gläubigen dienten. Ein solitärer Gott allein reichte den Theologen nicht – so erfanden sie die Trinität, eine groteske Schöpfung, die im Jahre 675 n.Chr. auf der Synode von Toledo dogmatisch festgeschrieben wurde. Die Werte des Christentums sind unbestreitbar positive Meilensteine in der Geschichte der Menschheit, beruhen aber nicht auf der Botschaft eines Gottes. Jesus selbst, hatte sich für den von seinen Landsleuten erwarteten Messias gehalten und war der wahnhaften Überzeugung, ein Sohn Jahwes – des Gottphantoms des legendären Moses – zu sein. Jesus war jedoch nur einer von mehreren jüdischen Predigern und Sektierern, die damals den Anbruch eines irdischen Gottesreiches ankündigten – und sich irrten. Er war völlig bedeutungslos und wurde von der zeitgenössischen Geschichtsschreibung gar nicht registriert. Wohl kaum eine andere Randfigur der Historie ist von geschäftigen „Gottesmännern“ so hochstilisiert worden, wie der angeblich wundertätige Jesus. Noch immer blüht das Geschäftsmodell „Gott“ in mehreren Varianten – wobei die frühmittelalterliche Religion des selbsternannten Propheten Mohammed als inhumanes, totalitäres System besonders negativ auffällt. Bei vielen Gottesmännern, die die verschiedenen Theologien formten, und ihren Nachfolgern, die heute als Demagogen oder Protagonisten ihrer Religion auftreten, findet man einen ausgeprägten, frommen Fanatismus – manchmal verborgen unter dem Deckmantel der Demut. Doch meist ist die zur Schau getragene Religiosität nur Mittel und Bestandteil der Profession. Allen Scharlatanen ist gemein, dass sie sich im Grunde ihres Wesens als Elite fühlen, weil sie die gängigen Mechanismen der Autorität beherrschen. Die Substanz ihres Geschäftes ist das Phantom „Gott“ – eine gewissermaßen geniale Erfindung, die jedoch nur ein lukrativer Schwindel ist, der von dem zumindest partiell abwesenden Geist der Gläubigen lebt. Albert Einstein war der Meinung:

  • „Zwei Dinge sind unendlich: Das Universum und die menschliche Dummheit. Aber, beim Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher.“

Und Thomas Jefferson (1743-1826) sagte:

  • „Die Priester der verschiedenen Religionen fürchten den Fortschritt der Wissenschaft wie die Hexen den Anbruch des Tages und blicken finster auf den tödlichen Boten, der die Zerstörung der Bauernfängerei ankündigt, von der sie leben.“

Originalartikel PI News

Europa ringt offiziell um die “Bewältigung der Schuldenkrise”: Doch hinter der Überschuldung stehen tiefere Probleme: Alternde Bevölkerungen, sinkende Wettbewerbsfähigkeit und überdehnte Wohlfahrtssysteme. Den Sozialstaaten droht ein Ende wie das der DDR.

In der Schuldenkrise Europas gibt es mittlerweile ein politisches Schönsprech, das so viel mit der Wirklichkeit zu tun hat wie Schokoladen-Werbung mit dem Abnehmen. Die Politik spricht von “Austerität” und “Sparhaushalten”, in Wahrheit aber steigen in allen EU-Ländern die Schuldtürme kräftig weiter. Die Politik lobt “Reformfortschritte”, in Wirklichkeit sinkt die globale Wettbewerbsfähigkeit der meisten Länder bedenklich. Die Politik betont die “Unabhängigkeit der EZB”, tatsächlich aber ist die Zentralbank mit ihren eskalierenden Geldmengen längst ein politischer Mitspieler im großen Schuldenmonopoly geworden. Nun ist die Schönfärberei für Politiker seit jeher ein beliebter Ausgleichssport. Doch es gibt Wahrheiten, die uns spätestens nach der Bundestagswahl einholen werden wie Muskelkater nach zu viel des Sports. Eine davon ist, dass Griechenland seine Schulden immer noch nicht schultern kann und bald einen zweiten Schuldenschnitt braucht. Eine zweite, dass auch Portugal um einen Schnitt nicht herum kommen wird. Die dritte: Frankreich schlittert bei der katastrophal falschen Wirtschaftspolitik der Regierung Hollande in ein gewaltiges Problem. Die vierte Wahrheit lautet: Die Wettbewerbsschwäche weiter Teile Europas ist so eklatant, dass eine richtige Erholung der meisten Volkswirtschaften auf Jahre hinaus nicht kommen wird. Eine fünfte: Die Verwandlung Europas in ein lahmes Alterheim, seine dramatische Überalterung wird tiefe Schnitte in unseren Rentensystemen erfordern. Die unbequemste Wahrheit aber traut sich kaum jemand auszusprechen: das europäische Sozialstaatsmodell ist am Ende. Umso überraschender ist ein Vorstoß von Bundeskanzlerin Angela Merkel, die es mitten im Wahlkampf wagt, just diese historische Finalitätsprognose offen auszusprechen. Es war diese Woche in Bayern, da feierte die Kanzlerin mit der CSU neue Umfragen, wonach Seehofer auf eine absolute Mehrheit im Freistaat zuläuft. Hernach hielt sie in München eine Rede vor der versammelten Wirtschaftselite des Landes. Der Saal strotzte vor Kraft und Selbstbewußtsein, denn keine Region Europas ist besser durch die Krise gekommen als Bayern. Doch die aufkommende Feierlaune beendete die Kanzlerin jäh mit einer schneidend klaren Prognose: Wenn Europa heute nur noch 7 Prozent der Weltbevölkerung ausmache (Tendenz fallend), kaum noch 25 Prozent des globalen Bruttosozialprodukt erwirtschafte (Tendenz fallend), aber sich damit opulente 50 Prozent der weltweiten Sozialkosten leistet, dann könne das auf die Dauer nicht gut gehen. Merkel mahnte an, man werde “sehr hart werden arbeiten müssen, um diesen Wohlstand und unseren Lebensstil zu erhalten. Wir alle müssen aufhören, jedes Jahr mehr auszugeben als wir einnehmen.“ Kurzum: Die derzeitige Sozialsaatsverfasung Europas – 7 Prozent der Weltbevölkerung leisten sich 50 Prozent der Weltsozialkosten – kann einfach nicht überleben. Merkels bemerkenserte Erkenntnis ist nicht nur eine Absage an die Politik des französischen Präsidenten Francois Hollande, der keine Abstriche in den Sozialleistungen machen möchte und sich stattdessen lieber planschuldenwirtschaftlich durch wurschtelt. Sie kündigt zugleich einen echten Paradigmenwechsel an. Denn die europäische Idee einer staatlichen Rundumversorgung könnte bald überholt sein. Vor allem die Lage des europäischen Rentensystems ist hoch heikel. Ein Drittel der erwachsenen Bevölkerung Europas ist inzwischen Rentner. Immer größere Teile des Bruttoinlandsprodukts werden nur noch für staatliche Rentenzuzahlungen ausgegeben, immer weniger aber für Forschung und Innovation. Da die Bevölkerung auch noch rasch altert, die Zahl der Rentner also steigt, werden die Staatsfinanzen in einen ruinösen Zuschuß zu den Rentenkassen und also in immer neuen Schulden getrieben. Es muss also irgendwann schmerzliche Einschnitte ins Rentenniveau geben oder aber das Renteneintrittsalter deutlich herauf gesetzt werden. Wahrscheinlich sogar beides. In jedem Fall wird das europäische Sozialrentensystem in der jetzigen Verfassung nicht zu halten sein. Die Bundeskanzlerin hat die Situation einer fehlenden Innovationskraft, einer sinkenden Wettbewerbsfähigkeit und eines staatlich erzwungenen Sozialsystems jüngst sogar mit dem Niedergang der DDR verglichen: „Wir wurden Zeugen, wie in der DDR das ganze sozialistische System nicht mehr wettbewerbsfähig wurde. Dadurch wurde den Leuten der Wohlstand verweigert, was am Ende zu großer Instabilität geführt hat.“ Im Klartext: Sollten die europäischen Länder ihre Sozialausgaben und Renten nicht massiv zurückfahren oder aber ihre Wettbewerbsfähigkeit dramatisch steigern, werden sie unvermeidlich im Schuldensozialismus und im Staatsbankrott enden. Das klingt nicht nach Schönsprech, sondern nach unbequemer Wahrheit.

Originalartikel Die Achse des Guten

Lesen Sie dazu den Artikel „Die Eroberung Europas durch die Muslim-Bruderschaft“: http://www.meforum.org/article/758.Das im Folgenden vorgestellte Dokument der Moslem Bruderschaft enthält eine detaillierte Strategie zur Unterwanderung der westlichen Gesellschaften und ihrer Institutionen. Die drei zentralen Begriffe der islamischen Expansionsstrategie haben wir schon kennen gelernt:

da’wa
jihad
scharia

Sie finden sich selbstredend auch in diesem Dokument. Die in medinensischer Zeit von Allah gebotene Ausbreitung des Islam wird heute mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln fortgeführt. Wir zitieren aus einem Artikel des FrontPageMagazine vom 11. Mai 2006. Lesen Sie den ganzen Bericht von Patrick Poole:

Quelle: http://www.frontpagemag.com/Articles/ReadArticle.asp?ID=22415

Tatsächlich wurde ein solches Dokument von den Schweizer Behörden im November 2001 während einer Razzia entdeckt, zwei Monate nach den Schrecken des 11. Septembers. Seither blieb Information über das Dokument, in Terrorabwehrkreisen als „The Project“ bekannt, und die Diskussion über seinen Inhalt auf die abgeschirmte Welt westlicher Geheimdienste beschränkt. Es ist dem Einsatz eines unerschrockenen Schweizer Journalisten, Sylvain Besson von Le Temps und seinem Buch „La conquête de l’Occident: Le projet secret des Islamistes“ zu verdanken, dass Informationen betreffend  „The Project“ endlich an die Öffentlichkeit gelangt sind. Ein westlicher Beamter, welcher von Besson zitiert wird, beschreibt „The Project“ als „eine totalitäre Infiltrationsideologie, welche letztendlich die größte Gefahr für die europäische Gesellschaft bedeutet.“

Das Dokument selber ist hier in deutscher Übersetzung angefügt:

Das Projekt der “Muslim Brotherhood”
Dieser Text basiert auf der englischen Übersetzung (“The Project”) von Scott Burgess die ihrerseits auf der französischen Version von Sylvain Besson fußt, welche im Buch mit dem Titel “La conquête de l’Occident: Le projet secret des Islamistes” (Paris: Le Seul, 2005, Seiten 193-205) erschienen ist.

Im Namen des wohltätigen und barmherzigen Allah
S/5/100 Report  1/12/1982 [1.Dezember 1982]

Für eine weltweite Strategie in islamischer Politik
(Voraussetzungen, Bestandteile, Vorgehensweise und empfohlene Aktionen)

Dieser Bericht stellt eine globale Vision für eine weltweite Strategie islamischer Politik (oder „politischen Islam“) vor. Lokale islamische Politik wird in verschiedenen Regionen in Übereinkunft mit diesen Richtlinien entworfen. Er definiert zuallererst die Voraussetzungen dieser Politik, weiter stellt er die Bestandteile und wichtigsten Vorgehensweisen zusammen, welche sich aus diesen Voraussetzungen ergeben; schließlich schlagen wir, anhand von Beispielen, verschiedene Aktionen vor, möge Allah uns beschützen. Im Folgenden werden die hauptsächlichsten Voraussetzungen dieser Politik aufgezeigt:

Voraussetzung Nr. 1: das Umfeld kennen und sich eine wissenschaftliche Methodik für die Planung und Ausführung zu eigen machen
Voraussetzung Nr. 2: den Beweis der Ernsthaftigkeit dieser Arbeit erbringen
Voraussetzung Nr. 3: Der internationale Einsatz muss mit den lokalen Gegebenheiten auf flexible Weise in Übereinkunft gebracht werden.
Voraussetzung Nr. 4: Bei unserem politischen Einsatz muss einerseits Isolation vermieden und andererseits fortwährende Ausbildung und Arbeit in Institutionen gewährleisten werden.
Voraussetzung Nr. 5: Sich der Gründung eines islamischen Staates widmen, parallel dazu sind Bemühungen stufenweise und zielgerichtet einzusetzen, um Kontrolle über die lokalen Machtzentren durch institutionalisiertes Vorgehen zu gewinnen
Voraussetzung Nr. 6: In loyaler Art und Weise mit anderen islamischen Gruppen und Institutionen in verschiedenen Bereichen auf gemeinsamer Grundlage Seite an Seite arbeiten um „ in den Bereichen wo man sich geeinigt hat zusammenzuarbeiten und die Uneinigkeiten beiseite zu legen“
Voraussetzung Nr. 7: Anwendung des Prinzips zeitlich begrenzter Zusammenarbeit zwischen islamischen und nationalistischen Bewegungen in allgemeinen Bereichen und auf gemeinsamer Basis wie zum Beispiel im Kampf gegen den Kolonialismus, die (christliche) Missionstätigkeit und den Jüdischen Staat ohne jedoch Bündnisse eingehen zu müssen. (Diese Strategie) bedingt auch, dass von Fall zu Fall begrenzte Kontakte mit gewissen Machtinhabern hergestellt werden müssen, solange diese Kontakte die shari’a Gesetzgebung nicht verletzen. Man darf ihnen jedoch nicht Loyalität entgegenbringen oder sie ins Vertrauen ziehen; man muss vor Augen halten, dass die Islamische Bewegung der Grund für diese Initiativen ist und dass die Orientierung daher stammt.
Voraussetzung Nr. 8: Die Kunst, mit begrenztem Zeiteinsatz das Bestmögliche zu erreichen, ohne die grundsätzlichen Prinzipien zu missbrauchen, indem man sich stets daran erinnert, dass Allahs Lehre immer angewendet werden muss. Man muss das Passende anordnen und das Unpassende verbieten sowie stets eine dokumentierte Stellungnahme liefern. Wir sollten es jedoch nicht auf eine Konfrontation mit unseren Feinden ankommen lassen, weder auf der lokalen noch auf der  globalen Ebene; dies wäre unverhältnismäßig und würde zu Angriffen auf dawa oder seine Anhänger führen.
Voraussetzung Nr. 9: eine permanente Streitmacht für dawa einrichten und Bewegungen  unterstützen, welche sich in den Gebieten des Islam für den Heiligen Krieg (jihad) engagieren, stufenweise und so weit wie möglich
Voraussetzung Nr. 10: zahlreiche und verschiedenartige Überwachungssysteme an mehreren Standorten unterhalten um einerseits Informationen zu sammeln und andererseits ein einzigartig effizientes Warnsystem einzurichten, welches der weltweiten islamischen Gemeinde dient. In Tat und Wahrheit ergänzen sich Überwachung, politische Entscheidungen und nutzbare Kommunikationssysteme.
Voraussetzung Nr. 11: mittels politischer Planung und jihad  soll sich die palästinensische Sache als Teil des weltweiten islamischen Plans zu Eigen gemacht werden – weil sie schließlich die Schlüsselposition der Renaissance der Arabischen Welt im heutigen Zeitalter darstellt
Voraussetzung Nr. 12: verstehen, wie man Selbstkritik und fortwährende Auswertung der weltweiten islamischen Politik und ihren Zielen ausübt- sowohl betreffend ihres Inhaltes wie auch ihres Vorgehens – um sie zu verbessern. Dies ist eine Pflicht und eine Notwendigkeit aufgrund der Vorschriften der shari’a.

PUNKT 1:  Kenne das Umfeld und eigne dir eine wissenschaftliche Methodik für die  Planung und Ausführung an

A  Bestandteile
Kenne weltweit die einflussreichen Vertreter, ob dies nun islamische, gegnerische oder neutrale Kräfte sind.
Setze die nötigen wissenschaftlichen und technischen Mittel ein für Planung, Organisation, Ausführung und Nachkontrolle.
B  Vorgehensweise
Stelle Beobachtungszentren auf, um Informationen für sämtliche nützliche Zwecke zu sammeln und aufzubewahren; falls nötig, kannst du auch moderne technologische Methoden anwenden.
Gründe Studien- und Forschungszentren und veranlasse Studien zum Thema der politischen Dimension der islamischen Bewegung.
C  Empfohlene Aktionen
Entwerfe eine Zusammenstellung betreffend religiöser und ideologischer Doktrin um eine globale Übersicht der letzten 100 Jahre zu erhalten und analysiere die gegenwärtige Situation im Lichte dieser Aufstellung, einschließlich der Änderungen, welche bereits passiert sind oder die vorausgesehen werden.
Entwerfe eine Aufstellung der weltweiten islamischen Doktrin.
Entwerfe eine Aufstellung der weltweiten islamischen Bewegungen.
Führe gestaffelte politische und wissenschaftliche Studien in verschiedenen islamischen Gebieten mit dem Schwerpunkt auf gegenwärtiges Geschehen durch.
Führe eine wissenschaftliche Studie zum Thema der Geschichte der zeitgenössischen islamischen Bewegungen durch und setze sie ein.

PUNKT 2:  Den Beweis der Ernsthaftigkeit dieser Arbeit erbringen

A  Bestandteile
Klarheit haben über die allgemein anerkannten Ziele von dawa – wie auch über die vorläufigen Ziele – was zu effizienter Ausnutzung, Kanalisierung und Zielgerichtetheit der eingesetzten Energien führt.
Widme genügend Aufwand im Dienste der Arbeiter (für Allah) und koordiniere ihr Bemühen im Hinblick auf das einzige und selbe Ziel.
Erlaube genug Zeitaufwand.
Investiere finanziell in größtmöglichem Umfang.
B  Vorgehensweise
Nütze allen Energieaufwand der Arbeiter im Dienste von dawa, jeder soll auf seinem Niveau mitarbeiten (es wird angenommen, dass jeder sich der Aufgabe, welche ihm übertragen wurde, mit Hingabe widmet).
Mobilisiere die größtmögliche Zahl von Anhängern und Beamten.
Ziehe Geld auf effiziente Weise ein, kontrolliere die Ausgaben und investiere in Bereiche von allgemeinem Interesse.
C  Empfohlene Aktionen
Erstelle ein Gutachten betreffend der Arbeiter (Mitstreiter und Einsatzgebiet sind in Übereinkunft zu bringen)
Stelle einen Stundenplan für die Arbeiter und Spezialisten auf, benütze ihren Einsatz prompt und mit entsprechendem Urteilsvermögen (richtiger Aufwand zum richtigen Zeitpunkt).
Mach dir, soweit wie möglich, finanzielle Institutionen dienstbar, so dass du genügend finanzielle Unterstützung erhältst.

PUNKT 3:  Der internationale Einsatz muss mit den lokalen Gegebenheiten auf flexible Weise in Übereinkunft gebracht werden

A  Bestandteile
Richtlinien definieren, welche weltweit befolgt werden müssen
Auf lokaler Ebene genügend Spielraum für Flexibilität bezüglich jener Themen erlauben, welche mit den allgemeinen Richtlinien der globalen  islamischen Politik nicht in Konflikt geraten können
B  Vorgehensweise
Die Bewegung wird auf globaler Ebene auf allgemeine Art und Weise definieren, was den islamischen (Herrschafts-) Bereich und seine Themen ausmacht. Dies wird den Einsatz von Allen aufgrund von anfänglich festgelegten Prioritäten verlangen.
Die lokale Führerschaft wird aufgrund ihres Vorrechtes die örtlichen Themen bestimmen, in Übereinkunft mit dem Prinzip der Flexibilität und der anfänglich festgelegten Prioritäten.
C  empfohlene Aktionen
Der weltweite islamische Einsatz für die totale Befreiung von Palästina und die Gründung eines islamischen Staates  ist derjenige Missionsauftrag, welcher der globalen Führung zufällt.
Auf lokaler Ebene einen Dialog mit denjenigen führen, welche für die Sache im Einsatz sind, dies in Übereinkunft mit den politischen Richtlinien der Bewegung. Die Form dieses Dialoges wird von der lokalen Führerschaft bestimmt.

PUNKT 4:  Bei unserem politischen Einsatz Isolation vermeiden und fortwährende Ausbildung und Arbeit in Institutionen gewährleisten

A  Bestandteile
In jedem Land soll, entsprechend den örtlichen Gegebenheiten, politisch frei agiert werden, ohne jedoch in Entscheidungsprozesse verwickelt zu werden, welche dem Gebot der shari’a widersprechen.
Jedermann soll eingeladen werden, an Parlaments- und Stadtratssitzungen, sowie an Zusammenkünften gewerkschaftlicher und weiterer Organisationen teilzunehmen, wenn dort im Interesse des Islam und der Muslime Einfluss genommen werden kann.
Einzelne Individuen und nachfolgende Generationen sind aufgrund eines vorgängig entworfenen Planes zu unterrichten und ein Spezialistentraining für verschiedene Aufgaben ist sicherzustellen
Es sind Organisationen im sozialen, ökonomischen und wissenschaftlichen Bereich sowie im Gesundheitswesen einzurichten und es muss in das Gebiet der sozialen Dienste eingedrungen werden, um den Menschen mittels islamischer Institutionen zu dienen
B  Vorgehensweise
Die verschiedenen politischen Umfelder studieren um die Erfolgswahrscheinlichkeit in jedem Land beurteilen zu können
Spezialisierte Studiengruppen in nutzbringenden Bereichen wie Kommunikationssystemen, islamischem Geschichtsunterricht etc. einsetzen
Durchführbarkeitsstudien bezüglich verschiedener Institutionen erstellen und bezüglich individuell verschiedener Prioritäten – je nach Land – auflisten
C  empfohlene Aktionen
Studien durchführen, welche sich auf die Erfahrungen des politischen Islam berufen und Lektionen davon ableiten
Dringliche aktuelle Fragen sind aus der Perspektive islamischer Politik zu beurteilen
Wichtige Fragen auf lokaler Ebene, z.B. betreffend Arbeiter, Gewerkschaften etc. in den Islamischen Kontext stellen
Eine Anzahl von Institutionen im ökonomischen und sozialen Bereich, sowie im Gesundheits- und Bildungsbereich errichten, soweit die Mittel reichen um den Menschen im islamischen Kontext zu dienen

PUNKT 5:  Sich der Gründung eines islamischen Staates widmen, parallel dazu Bemühungen stufenweise und zielgerichtet einsetzen, um Kontrolle über die lokalenMachtzentren durch institutionalisiertes Vorgehen zu gewinnen

A  Bestandteile
Gedankengut, Bildung und Handlung so in Bahnen lenken, dass eine islamische Regierung weltweit an die Macht kommen kann
Lokale und globale Machtzentren dahingehend beeinflussen, dass sie dem Islam dienen
B  Vorgehensweise
Eine wissenschaftliche Studie über die Möglichkeit erstellen, das Reich Gottes weltweit aufgrund festgesetzter Prioritäten einzurichten
Lokale und weltweite Machtzentren dahingehend untersuchen,  ob sie (islamischem) Einfluss ausgesetzt werden können
Eine zeitgenössische Studie betreffend dem Konzept der Unterstützung für dawa durchführen, insbesondere im Hinblick auf einflussreiche Persönlichkeiten
C  empfohlene Aktionen
Eine islamische Verfassung aufgrund der bisher geleisteten Bemühungen entwerfen
Islamische Gesetze, Zivilgesetzgebung etc. entwerfen
Innerhalb verschiedener einflussreicher Institutionen arbeiten und sie im Dienste des Islam gebrauchen
Arbeitsmaterial von ökonomischen, sozialen und anderen spezialisierten islamischen Institutionen verwerten

PUNKT 6:  In loyaler Art und Weise mit anderen islamischen Gruppen und Institutionen in verschiedenen Bereichen auf gemeinsamer Grundlage Seite an Seite arbeiten um „in den Bereichen wo man sich geeinigt hat zusammenzuarbeiten und die Uneinigkeiten beiseite zu legen”

A  Bestandteile
Das islamische Werk auf eine einzige Ausrichtung hin koordinieren, was erlaubt, die Grundlagen für das Wachstum der islamischen Gesellschaft und der Hingabe an die Macht Gottes auf der Erde festzulegen
Jeder Mitstreiter soll sein Tätigkeitsgebiet in Übereinstimmung mit seiner Leistungsfähigkeit aussuchen, in Loyalität und mit dem Willen zu koordiniertem Handeln
B  Vorgehensweise
Die wahre Natur der islamischen Bewegungen analysieren, ihre Erfahrungen auswerten und Pläne für die Zusammenarbeit zwischen ihnen entwickeln
Vermeiden, neue islamische Bewegungen in einem Land zu errichten, in welchem schon eine tätig ist; es wird nur eine aufrichtige und vollkommene Bewegung geben
C  empfohlene Aktionen
In jedem Land die Bemühungen aller, welche für den Islam arbeiten koordinieren und einen guten Kontakt zwischen ihnen herstellen ob sie nun individuell oder in einer Gruppe arbeiten
Die existierenden Meinungsverschiedenheiten unter den islamischen Mitstreitern reduzieren und ihre Konflikte im Rahmen der shari’a Gesetzgebung lösen

PUNKT 7:  Anwendung des Prinzips zeitlich begrenzter Zusammenarbeit zwischen islamischen und nationalistischen Bewegungen in allgemeinen Bereichen und auf gemeinsamer Basis wie zum Beispiel im Kampf gegen den Kolonialismus, die (christliche) Missionstätigkeit und den Jüdischen Staat ohne jedoch Bündnisse eingehen zu müssen. Diese Strategie bedingt auch, dass von Fall zu Fall begrenzte Kontakte mit gewissen Machtinhabern hergestellt werden müssen, solange diese Kontakte die shari’a Gesetzgebung nicht verletzen. Man darf ihnen jedoch nicht Loyalität entgegenbringen oder sie ins Vertrauen ziehen; man muss vor Augen halten, dass die Islamische Bewegung der Grund für diese Initiativen ist und dass die Orientierung daher stammt.

A  Bestandteile
Alle Bemühungen gegen die Mächte des Bösen zusammenführen in Übereinkunft mit dem Prinzip, dass man „das Böse mit dem weniger Bösen bekämpfen muss“
Diese Zusammenarbeit muss auf die Führerschaft oder eine eingegrenzte Anzahl von Individuen beschränkt werden um die Vorteile vollumfänglich auszunutzen und die Nachteile zu verringern
Aus der Perspektive der vorgängig definierten Ziele für dawa arbeiten
B  Vorgehensweise
Eine Studie erstellen, um Bereiche gegenseitiger Unterstützung zwischen muslimischen und anderen Bewegungen zu evaluieren, und Schlüsse daraus ziehen
Bereiche zu untersuchen, welche Zusammenarbeit erlauben und die Grenzen abstecken
Die Philosophie und strategische Pläne anderer Bewegungen untersuchen
C  empfohlene Aktionen
Jedes Land soll in Zukunft die Möglichkeit für verstärkte inländische Zusammenarbeit untersuchen

PUNKT 8:  Die Kunst, mit begrenztem Zeiteinsatz das Bestmögliche zu erreichen, ohne die grundsätzlichen Prinzipien zu missbrauchen, indem man sich stets daran erinnert, dass Allahs Lehre immer angewendet werden muss. Man muss das Passende anordnen und das Unpassende verbieten sowie stets eine dokumentierte Stellungnahme liefern. Wir sollten es jedoch nicht auf eine Konfrontation mit unseren Feinden ankommen lassen, weder auf der lokalen noch auf der  globalen Ebene; dies wäre unverhältnismäßig und würde zu Angriffen auf dawa oder seine Anhänger führen.

A  Bestandteile
Erziehungssysteme untersuchen und die typische moderne Erziehung nicht im Übermaß anwenden, da sie nicht mit der Wirklichkeit in Übereinstimmung ist, keine Flexibilität beinhaltet und schwerwiegende Konsequenzen haben könnte wie z.B. der Konflikt zwischen Individuen wegen einer simplen Bemerkung oder eines kleinen Misserfolges
In Form von Reden, Kommuniqués und Büchern eine dokumentierte und wissenschaftliche Sichtweise veröffentlichen, welche auf Ereignissen fußt, die wichtig für die ummah sind
Verhindern, dass die Bewegung in größeren Auseinandersetzungen geschwächt wird; dies könnte die Gegner veranlassen, ihr einen verhängnisvollen Schlag zu erteilen
B  Vorgehensweise
Eine Studie über die Erfahrungen islamistischer Bewegungen erstellen um deren verhängnisvolle Fehler zu verhindern
Erziehungsmethoden entwickeln, welche gemäß unseren Prinzipien gleichzeitig exemplarisch, realistisch und wahrheitsgetreu sind und die gleichzeitig flexibel genug sind, um die Realität zu konfrontieren
C  empfohlene Aktionen
Einführungsprogramme für die Gläubigen entwickeln und diese auf Grund gemachter Erfahrungen weiterentwickeln.
Individuen gemäß moderner Erziehungsmethoden vorbereiten

PUNKT 9:  Eine permanente Streitmacht für dawa einrichten und Bewegungen  unterstützen, welche sich in den Gebieten des Islam für den Heiligen Krieg (jihad) engagieren, stufenweise und so weit wie möglich

A  Bestandteile
Dawa mit der nötigen Streitmacht schützen und die Sicherheit auf lokaler und internationaler Ebene garantieren
Mit allen neuen Bewegungen welche sich für jihad  einsetzen, weltweit Kontakt aufnehmen, sowie auch mit muslimischen Minderheiten, und sie, wo nötig, vereinen und die Zusammenarbeit unterstützen
Jihad  aufrechterhalten und in der ganzen ummah anfachen
B  Vorgehensweise
Eine autonome Sicherheitsstreitkraft etablieren um dawa und die Gläubigen lokal und weltweit zu schützen
Bewegungen untersuchen, welche sich sowohl in der muslimischen Welt als auch zwischen den muslimischen Minoritäten für jihad einsetzen um sie besser verstehen zu können
C  empfohlene Aktionen
Brücken schlagen zwischen Bewegungen welche sich für jihad  in der muslimischen Welt einsetzen und zwischen muslimischen Minoritäten und sie soweit wie möglich unterstützen innerhalb eines gesetzten Bezugsrahmens für Zusammenarbeit

PUNKT 10:  Zahlreiche und verschiedenartige Überwachungssysteme an mehreren Standorten unterhalten um einerseits Informationen zu sammeln und andererseits ein einzigartig effizientes Warnsystem einzurichten, welches der weltweiten islamischen Gemeinde dient. In Tat und Wahrheit ergänzen sich Überwachung, politische Entscheidungen und nutzbare Kommunikationssysteme.

A  Bestandteile
Politisch wirksame Entscheidungen fällen um wichtige und präzise Informationen zu sammeln
Islampolitisches Gedankengut so verbreiten, dass von den Medien breit gefächert und effizient darüber berichtet wird
B  Vorgehensweise
Ein modernes Überwachungssystem mittels fortgeschrittener Technologie (welche  wenn möglich an den oben erwähnten Forschungszentren hergestellt wird) erschaffen
Ein wirkungsvolles und seriöses Medienzentrum einrichten
C  empfohlene Aktionen 
Die Muslime betreffend der Gefahren welche sie bedrohen und der internationalen Verschwörungen welche gegen sie gerichtet sind warnen
Unsere Anschauung betreffend gegenwärtiger Ereignisse und zukünftiger Problemstellungen bekannt machen

PUNKT 11:  Mittels politischer Planung und jihad  soll sich die palästinensische Sache als Teil des weltweiten islamischen Plans zu Eigen gemacht werden – weil sie schließlich die Schlüsselposition der Renaissance der arabischen Welt im heutigen Zeitalter darstellt

A  Bestandteile
Islamische Anschauungen über alle Bereiche, Probleme und Lösungsansätze der palästinensischen Sache liefern, dies basierend auf den Vorschriften des Islam
Die Gemeinde der Gläubigen für den jihad in Bezug auf die Befreiung Palästinas vorbereiten [man kann derummah die Pläne der islamischen Bewegung verständlich machen, vor allem wenn uns der Sieg gewiss ist], falls Gott es so will.
Eine bescheidene Kerngruppe für den jihad in Palästina  gründen und sie nähren, damit die Flamme, welche die Strasse zur Befreiung von Palästina erhellt, erhalten bleibt und demzufolge die palästinensische Sache bis zum Moment der Befreiung andauern kann
B  Vorgehensweise
Genügend Kapital für die Verewigung des jihad  auftreiben
Eine Studie über die Situation der Muslime und des Feindes im besetzten Palästina  erstellen
C  empfohlene Aktionen
Studien erstellen über die Juden, die Feinde der Muslime und die Unterdrückung, welche diese unseren Brüdern im besetzten Palästina auferlegen, sowie predigen und publizieren
Gegen ein Gefühl von Niederlage innerhalb der ummah ankämpfen, defätistische Lösungen zurückweisen sowie aufzeigen dass eine Versöhnung mit den Juden unsere Bewegung und ihre Geschichte unterwandert
Vergleichende Studien zu den Kreuzzügen und Israel herstellen und (zeigen, dass der Sieg dem Islam gehören wird)
Zellen für den jihad in Palästina errichten und fördern, damit sie das ganze Gebiet des besetzten Palästinas bedienen können
Eine Verbindung zwischen den Kämpfern für den jihad in Palästina und denjenigen der übrigen islamischen Welt herstellen
Ein Hassgefühl gegenüber den Juden nähren und jegliche Koexistenz verweigern

PUNKT 12:  Verstehen, wie man Selbstkritik und fortwährende Auswertung der weltweiten islamischen Politik und ihren Zielen ausübt – sowohl betreffend ihres Inhaltes wie auch ihres Vorgehens – um sie zu verbessern. Dies ist eine Pflicht und eine Notwendigkeit aufgrund der Vorschriften der shari’a.

A  Bestandteile

Konstruktive Selbstkritik üben um Fallen zu vermeiden
Mit fortwährender Auswertung auf wissenschaftlicher Basis vorgehen um den Aufbau der geeigneten Politik voranzutreiben
Es muss eine klare und wichtige Zielsetzung sein, islamische Politik zu verbessern und von vergangenen Erfahrungen zu lernen.
B  Vorgehensweise
Gegenwärtige Praktiken evaluieren und von vergangenen Erfahrungen profitieren
Die Machtinhaber verschiedener Länder um ihre Ansicht anfragen betreffend Richtung, Methoden und Resultate
C  empfohlene Aktionen
Ein offizielles Dokument über weltweite islamische Politik erstellen
Die Länder, Machtinhaber und die Bevölkerung darauf aufmerksam machen
Damit beginnen, diese Politik anzuwenden, sie jährlich auszuwerten und wenn nötig zu verbessern

Originalartikel DerProphet.info

Vor fünf Wochen haben der Guardian und die Washington Post damit begonnen, Dokumente zu veröffentlichen, die ihnen der ehemalige NSA-Mitarbeiter Edward Snowden übergeben hatte. Die ermöglichen einen Blick hinter die Fassaden des US-Auslandsgeheimdienstes NSA und zeigen ein umfangreiches Programm der totalen Überwachung, dem potenziell alle Menschen ausgeliefert sind

Nachdem zwischenzeitlich das Schicksal des Whistleblowers Snowden, der auf seiner Flucht noch immer in Moskau festsitzt, stärker in den Vordergrund gerückt ist, hat heise online einmal zusammengefasst, was bislang bekannt geworden ist. Darüber hinaus wird sich die kommende c’t (16/13) ausführlich mit der Spionage, den technischen Hintergründen und möglichen Gegenmaßnahmen für den einzelnen Nutzer beschäftigen.

PRISM, das Überwachungsprogramm der NSA

Mehrere zugespielte Folien erläutern dem Guardian zufolge das Überwachungsprogramm PRISM der NSA (National Security Agency) und zeigen, wie weitreichend es ist. Demnach kann ein NSA-Analyst, wie Edward Snowden einer war, eine Zielperson auswählen, wenn „vernünftigerweise“ (also mit einer Wahrscheinlichkeit von 51 Prozent) angenommen werden kann, dass es sich dabei um einen Ausländer außerhalb der USA handelt. Danach könne deren Kommunikation „direkt von den Servern“ der US-Anbieter Microsoft, Google, Yahoo, Facebook, Paltalk, Youtube, Skype, AOL und Apple mitgeschnitten werden. Zugriff könne der Analyst auf E-Mails, Chats (auch Video- und Audioübertragungen), Videos, Fotos, gespeicherte Daten, VoIP-Kommunikation, Datenübertragungen und Videokonferenzen zugreifen. Außerdem erhalte er Daten über die Accounts in sozialen Netzwerken und könne benachrichtigt werden, wenn sich die Zielperson einlogge. Unter PRISM werden demnach eine ganze Reihe einzelner Maßnahmen mit eigenen Codenamen zusammengefasst. Printaura automatisiere den Datenfluss und Scissors sowie Protocol Exploitation sortieren die Daten für die nachfolgende Analyse. Gesammelt werden die dann je nach Inhalt von Nucleon (Audio), Pinwale (Video), Mainway (Anrufaufnahmen) und Marina (Internetaufzeichnungen). Einer Folie zufolge wurden etwa am 5. April 2013 insgesamt 117.675 Personen derart überwacht. Mit auffallende gleichlautenden Formulierungen haben die US-Konzerne kurz nach den ersten Berichten deren Inhalt zurückgewiesen. Man gewähre der NSA keinen „direkten Zugriff“, was jedoch andere, ähnlich wirksame Methoden nicht ausschließt. Nach ihrer Bitte erlaubten es ihnen die zuständigen US-Behörden, zumindest die Zahl der Anfragen zur Herausgabe von Daten zu veröffentlichen. Demnach werden pro Halbjahr pro Konzern jeweils höchstens einige Zehntausend Nutzerkonten abgefragt. Nicht aufgeschlüsselt wurde, wieviele Anfragen von Sicherheits und wieviele von Straverfolgungsbehörden stammen. Von offizieller Seite wurden die Berichte nicht dementiert, sondern lediglich als missverständlich zurückgewiesen. Alles, was geschehe, sei als Teil der Terrorbekämpfung gesetzlich legitimiert und von den drei Staatsgewalten der USA genehmigt. Genauere Informationen könne man aber nicht freigeben, da dies die nationale Sicherheit gefährden würde. US-Präsident Obama hatte seinen Landsleuten kurz nach Beginn der Veröffentlichungen versichert, „Niemand hört Ihre Anrufe ab“. Angesichts der Berichte über die Überwachung des Internets sagte er, dies gelte „nicht für US-Bürger“ und nicht für „Menschen, die in den USA leben“.

Briten schnüffeln mit Tempora

Laut Edward Snowden übertrifft aber ein europäisches Land mit seinen Spionageprogramm Tempora noch die US-Amerikaner. Den von ihm geleakten Dokumenten zufolge rühmt sich der britische Geheimdienst GCHQ (Government Communications Headquarters) damit, Zugang zu den transatlantischen Glasfaserkabeln zu haben. Dort könnten „Unmengen von Daten abgeschöpft werden, die auch mit den US-Partnern von der NSA geteilt würden. Rund 850.000 Angestellte haben laut Guardian Zugriff auf die abgegriffenen Daten, darunter E-Mails, Einträge bei Facebook, Telefongespräche oder Informationen zu Besuchen auf Internetseiten. Unter den Five Eyes, einer Geheimdienstallianz aus USA. Großbritannien, Kanada, Neuseeland und Australien, habe man den umfangreichsten Zugriff auf das Internet. In der Präsentation steht wörtlich „Wir sind dabei das Internet zu beherrschen“ („to ‚master‘ the internet“) und „unsere gegenwärtigen Möglichkeiten sind sehr beeindruckend“. Snowden habe den britischen Geheimdienst GCHQ denn auch als „schlimmer als die USA“ bezeichnet. Wenige Tage nach der Enthüllung von Tempora berichteten die Süddeutsche Zeitung und der NDR, dass unter den angezapften Glasfaserkabeln auch TAT-14 ist. Darüber wird ein großer Teil der deutschen Kommunikation mit Übersee abgewickelt. Mit der Unterstützung von Vodafone und BT (British Telecom) habe sich der Geheimdienst in der Küstenstadt Bude Zugang zu den Daten beschafft. Berlin gab sich überrascht und ließ den Regierungssprecher mitteilen: „Eine Maßnahme namens ‚Tempora‘ ist der Bundesregierung außer aus diesen Berichten erst einmal nicht bekannt.“ Ein ebenfalls umfassendes Online-Überwachungsprogramm hat außerdem die Tageszeitung Le Monde für Frankreich enthüllt. Der Auslandsnachrichtendienst Direction Générale de la Sécurité Extérieure (DGSE) speichert demnach die Metadaten aller Telefongespräche, E-Mails, SMS und jeglicher Aktivitäten die über Google, Facebook, Microsoft, Apple oder Yahoo laufen. Schon das sei illegal, aber die Daten würden darüber hinaus an mehrere andere Behörden des Landes routinemäßig weitergegeben.

Spionage unter Freunden

Aber nicht nur die Bürger, auch staatliche Institutionen finden sich im Visier der NSA. Ebenfalls von Edward Snowden stammenden Dokumenten zufolge spioniert der US-Geheimdienst offenbar gezielt die Europäische Union und deren Mitgliedsstaaten aus, berichtete der Spiegel. Die diplomatischen Vertretungen des Staatenbundes in Washington und bei den Vereinten Nationen seien verwanzt und das interne Computernetzwerk infiltriert. Dadurch habe die NSA Besprechungen abhören und Dokumente sowie Mails lesen können. Vor fünf Jahren sei außerdem ein vermuteter US-Lauschangriff auf den Sitz des Europäischen Rates aufgefallen. In einem anderen Dokument sind laut Guardian 38 Botschaften und diplomatische Vertretungen aufgeführt, die als Ziele gesehen werden. Neben „traditionellen ideologischen Gegnern“ und nahöstlichen Staaten fänden sich darunter auch die Botschaften Frankreichs, Italiens, Griechenlands, sowie Japans, Mexikos, Südkoreas, Indiens und der Türkei. Die Dokumente legten nahe, dass die USA mittels der Spionage von politischer Uneinigkeit zwischen den EU-Mitgliedern erfahren wollen.

Zusammenarbeit zwischen BND und NSA

Bei ihren Abhöraktionen in Deutschland können sich US-Geheimdienste nach Informationen der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung auf Rechtsgrundlagen aus Zeiten der Bonner Republik berufen. Ein Geheimabkommen aus dem Jahr 1968 gebe den Geheimdiensten der westlichen Siegermächte das Recht, BND und Verfassungsschutz um Aufklärungsmaßnahmen zu ersuchen. Seit 1990 sei davon zwar kein Gebrauch mehr gemacht worden, aber die anhaltende enge Kooperation sei durch mehrere Absichtserklärungen geregelt. Edward Snowden hatte bereits vor seinem Tritt ins Rampenlicht in einem Interview erklärt, die Deutschen und die NSA steckten „unter einer Decke“. Nach Informationen des Spiegel soll die NSA dem BND etwa Analyse-Werkzeuge zum Anzapfen von Datenströmen zur Verfügung gestellt haben. Zumindest die Kooperation des Bundesnachrichtendienstes mit der NSA hat BND-Chef Gerhard Spindler inzwischen bestätigt. Die Bundesregierung hatte erklären lassen, man habe erst durch die Medienberichte von den Überwachungsprogrammen erfahren und sei von deren Ausmaß überrascht. Wer sich mit der Materie befasse, könne jedoch von PRISM nicht verwundert sein, so ein Vertreter des Innenministeriums. Bundesfinanzminister Schäuble warnte dann auch vor „zu früher Aufregung“. Man habe in Deutschland auch deshalb terroristische Anschläge verhindern können, weil die Amerikaner Informationen weitergegeben hätten. Es gebe jedenfalls „größere Bedrohungen für unsere Sicherheit“.

Offline- und Telefonüberwachung

Begonnen hatte die Enthüllungsserie mit einen Bericht des Guardian über einen Gerichtsbeschluss, demzufolge der US-Telefonanbieter Verizon detaillierte Informationen über alle Telefonate innerhalb der USA sowie zwischen der USA und dem Ausland an die NSA geben müsse. Später wurde bekannt, dass der Geheimdienst auch die Telefondaten der Anbieter AT&T und Sprint Nextel, sowie Metadaten über E-Mails, Internetsuchen und Kreditkartenzahlungen erhält. Für die Mehrzahl der US-Amerikaner bedeute das, dass die NSA bei jedem ihrer Anrufe über den Standort, die gewählte Nummer, die Uhrzeit und Länge des Anrufs informiert werde. Einige Wochen später berichtete die New York Times, dass darüber hinaus der gesamte Briefverkehr innerhalb des Landes von Behörden registriert wird. Bei Postsendungen, die über den staatlichen Postdienst USPS verschickt werden, würden Absender und Empfänger abfotografiert und die Informationen gespeichert. Damit könnten die Briefkontakte von Millionen US-Amerikanern zurückverfolgt werden. Allein 2012 seien im Rahmen des Programms „Mail Isolation Control and Tracking“ (MICT) insgesamt 160 Milliarden Postsendungen registriert worden. Ähnlich arbeitet auch die Deutsche Post, die solcherart gewonnene Adressangaben zur „Vereinfachung der Zollabfertigung“ standardmäßg an Behörden in den USA weiterleitet. Andere Informationen gingen lediglich „in seltenen Fällen“ und „nur nach expliziter Aufforderung“ an US-Sicherheitsbehörden.

Originalartikel heise online

In einem gleißenden Feuerwerk der Finanzkraft haben Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate 8 Milliarden Dollar an einem einzigen Tag in die Kassen der ägyptischen Armeeführung gepumpt in Form von Bargeld, Subventionen, zinslosen Krediten und Benzinspenden, eine schwindelerregende lebensrettende Infusion in die taumelnde Wirtschaft.

Summen dieses Ausmaßes in einem einzigen Tag lockerzumachen – oder selbst in einem Monat – übersteigt die Kapazität fast jeder Weltmacht, selbst der USA und Rußlands, in diesen Zeiten wirtschaftlicher Schwierigkeiten. Die arabischen Ölkolosse haben damit die Ansprüche Irans auf den Status einer Regionalmacht deutlich in den Schatten gestellt. Am Dienstag, den 9. Juli, nur sechs Tage nachdem die ägyptische Armee Präsident Mohammed Mursi von der Moslem-Bruderschaft gestürzt hat, landete eine Delegation der Vereinigten Arabischen Emirate bestehend aus Außen- und Energieminister sowie dem nationalen Sicherheitsberater in Kairo. Sie kamen mit einem Geschenk über 1 Milliarde Dollar als Subvention und weiteren 2 Milliarden als langfristige Kredite in der Tasche. In wohl geplanten Schritten trat danach Saudi-Arabien vor mit einem 5-Milliarden-Paket, aus dem eine Einmalzahlung von 2 Milliarden Dollar noch am selben Tag an Ägyptens Staatsbank überwiesen wurde, dazu Benzin im Wert von 2 Milliarden als Geschenk, und eine weitere Milliarde, um die nachgebende ägyptische Währung zu stützen. Die Lieferung von Finanzhilfen zweier arabischer Regierungen an eine dritte in diesem Ausmaß und an einem einzigen Tag ist ohne Beispiel im Nahen Osten, oder, in der Tat, der ganzen Welt. Zum Beginn der Feiern des Ramadan können sich 84 Millionen Ägypter auf ein anständiges Mahl am Ende ihres Fastenmonats freuen. Dieser Fluß der Freigebigkeit war das Ergebnis einer Entwicklung, die zuerst von DEBKAfile in der letzten Woche aufgedeckt wurde: Das Oberkommando des ägyptischen Militärs hat nicht alleine gehandelt, als seine Befehlszentrale die Machtübernahme vom 3. Juli von der Moslem-Bruderschaft geplant hatte; sie war bis ins letzte Detail koordiniert mit den Herrscherpalästen der Saudis und der Emirate und ihren Nachrichtendiensten. Die letzte Ausgabe Nr. 594 von DEBKA Weekly vom 5. Juli brachte Details über den Mechanismus aus Militär und Nachrichtendiensten zwischen diesen drei Regierungen. Die kommende Ausgabe vom Freitag, den 12. Juli bietet weitere Enthüllungen darüber, wie dieser Mechanismus dazu entworfen ist, die traditionelle Bedeutung des vom Konflikt zerrissenen Landes, des bevölkerungsreichsten in der arabischen Welt, wiederherzustellen. Kairo kommt die Führungsrolle in einem sunnitisch-moslemischen Block zu, der sich vom Golf bis nach Kairo erstreckt (mit Spielraum für stille Kooperation mit Israel), um der Herausforderung zu widerstehen, die die Allianz aus Rußland, Iran, Syrien und der libanesischen Hisbollah darstellt. Der Petrodollarregen über Ägypten hörte nicht bei den 8 Milliarden von Saudi-Arabien und den Emiraten auf: Kuwait hat weitere 5 Milliarden versprochen — später auf 4 Milliarden abgeändert — in einem geheimen Communiqué an Riad. Diese werden nach den Parlamentswahlen des Scheichtums am 27. Juli freigegeben, und so die Zuschüsse der arabischen Golfstaaten auf die atemberaubende Summe von 12 Milliarden Dollar erhöhen. Freundliche Beihilfe in dieser Größenordnung scheint die Bedeutung von Washingtons Dilemma über die Fortsetzung seines 1,3 Milliarden Dollar schweren Hilfspakets, von denen 700 Millionen dieses Jahr fällig würden, an Ägypten nach dem Militärputsch zu verringern. Die Andeutung, daß die US-Hilfen dazu verwendet werden könnten, Ägyptens „umgehende Rückkehr zu einer demokratisch gewählten, zivilen Regierung“ zu beschleunigen, verliert ihre Kraft, indem Saudi-Arabien und die Emirate beide garantieren, jegliche Rückstände bei der US-Hilfe an Ägypten auszugleichen. Am 26 Juni prahlte der syrische Vize-Premierminister Kadri Jamil damit, daß Moskau, Peking und Teheran eine halbe Milliarde pro Monat zu Syriens Kriegskasse beitrügen. „Es ist gar nicht so schlecht, Rußland, China und den Iran auf seiner Seite zu haben,“ meinte er hämisch. Ägypten kann nun für sich in Anspruch nehmen, Syrien in der Auslandshilfe bei weitem überflügelt zu haben — 12 Milliarden Dollar in einem einzigen Monat, verglichen mit lediglich 6 Milliarden innerhalb eines Jahres.

Originalartikel PI News