Mit ‘Faschismus’ getaggte Beiträge

Die Berliner Hotels sind aufgerufen, dem Holocaustleugner Irving keine Räume zu vermieten. Für den Grünen Volker Beck ist damit ein Zeichen gesetzt. Wenn man schon bei großen Antifa-Themen versagt.

Wir müssen wieder einmal über den deutschen antifaschistischen Widerstand sprechen, die sogenannte Antifa. Nein, nicht die aus der Zeit von 1933 bis 1945, als in Deutschland die Nazis das Sagen hatten, sondern die von heute. Wir hatten bereits öfter Gelegenheit zu der Beobachtung, dass die Antifa vor allem dann und dort gedeiht, wo es keine Fa gibt, dass also die Abwesenheit von Faschismus die Grundlage für eine vitale Antifa ist, während im Faschismus selbst die Antifa kaum eine Chance hat, sich zu entfalten, weil dies mit Gefahren für Leib und Leben, Familie und Freunde verbunden wäre. Leider ist es so, dass man sogar in extrem freien und demokratischen Gesellschaften immer einen Rest an Faschismus finden kann. So, wie es auch in reichen Gesellschaften immer Reste von Armut geben wird. Es ist alles eine Frage der Definition. Ein Scheich in Saudi-Arabien, dem nur 50 Vollblüter gehören, ist, verglichen mit seinem Onkel, der 500 Pferde sein Eigen nennt, arm dran.

Irving, ein fragwürdiger Historiker

Bei uns ertönt schon mal der Ruf „Faschismus“, wenn die Polizei eine Demo auflöst, aus der heraus Steine geworfen und Autos abgefackelt werden. In jedem Fall ist der Kampf gegen den Faschismus eine immerwährende Aufgabe, „work in progress“ sozusagen. Nun droht der Bundesrepublik wieder Ungemach. Der britische Antisemit, Holocaustleugner und Revisionist David Irving hat einen Besuch in Berlin angekündigt. Irving spielt in der Zunft der Historiker etwa die gleiche Rolle wie Bushido in der Rapper-Szene, nur nicht so erfolgreich. Um auf sich aufmerksam zu machen, ist ihm alles recht. Die Zahl seiner Anhänger ist recht überschaubar, seinen Ruf als Historiker hat er spätestens im Jahre 2000 eingebüßt, nachdem er die amerikanische Historikerin Deborah Lipstadt und den britischen Verlag Penguin Books vor einem Londoner Gericht wegen „Beleidigung, übler Nachrede und Geschäftsschädigung“ verklagt und den mit großem Aufwand geführten vier Jahre langen Prozess mit Pauken, Trompeten und einem riesigen Berg Schulden im Nacken verloren hatte.

Wegen Leugnens von Nazi-Verbrechen verurteilt

Im Jahre 2006 wurde der Brite von einem österreichischen Gericht wegen des Leugnens von Nazi-Verbrechen im Wiederholungsfalle zu drei Jahren Haft verurteilt, die er zum Teil absitzen musste. Schon vor 20 Jahren, 1993, bekam er ein Einreiseverbot für die Bundesrepublik, das vor Kurzem von einem Münchner Verwaltungsgericht aufgehoben wurde. Nun will er in Berlin vor einem kleinen und exklusiven Kreis auftreten, der Eintritt soll 91 Euro pro Kopf kosten. Das Ganze wäre so unbemerkt geblieben wie ein Spiel des FC Treptow gegen den BSV Heinersdorf in der Berliner Kreisliga, hätte sich nicht der Erste Parlamentarische Geschäftsführer der Grünen im Bundestag, Volker Beck, der Sache angenommen. Er rief den Berliner Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga) auf, keine Räume an Irving zu vermieten, weder ein Zimmer zum Übernachten noch einen Konferenzraum zum Tagen. Worauf der Hauptgeschäftsführer des Hotel- und Gaststättenverbandes bekannt gab: „Ich vertraue darauf, dass Irving bei unseren Mitgliedern nicht unterkommt“ – eine ehrenwerte, wenn auch eher symbolische Geste, denn es gibt in Berlin genug Hotel- und Gaststättenbetriebe, die dem Verband nicht angehören.

Ein seltsamer Widerstand gegen Faschismus

Für Volker Beck freilich war es ein großer Sieg, so, als hätte die Wehrmacht bei Stalingrad zum zweiten Mal eins auf den Helm bekommen. „Neben dem friedlichen Protest auf der Straße ist das Hotel- und Gaststättengewerbe unser wichtigster Partner, um Irvings Auftritt zu verhindern. Ich freue mich, dass der Dehoga hier klare Kante gegen Hass und Hetze zeigt. Im starken Bündnis von Zivilgesellschaft, Wirtschaft und Politik können wir ein starkes Zeichen setzen, dass die Leugnung des Holocaust und jede Form des Geschichtsrevisionismus keinen Fußbreit Platz bekommen.“ Jesus, Maria und Josef! Irving, der fließend Deutsch spricht, muss bei diesem Statement vor Begeisterung aus den Schuhen gefahren sein, hatte er doch ein starkes Bündnis von Zivilgesellschaft, Wirtschaft und Politik geschmiedet, ohne mehr dafür zu tun, als einen Besuch in Berlin anzukündigen. Beck seinerseits dürfte auch gejubelt haben, war es ihm mit ein paar Lego-Sätzen gelungen, „ein Zeichen“ zu setzen. Diese Art des retroaktiven, nachgeholten Widerstands gegen den „Faschismus“ und das Dritte Reich ist ebenso albern wie wohlfeil. Allerdings auch eine Win-win-Situation für alle Beteiligten. Beck profiliert sich mal wieder als der kleine grüne Stauffenberg, und Irving bekommt die PR für seinen Auftritt als Phantom der Geschichte frei Haus geliefert. Zu sagen, beide würden am selben Seil ziehen, wäre ein wenig gemein, dennoch: Sie helfen und ergänzen sich gegenseitig.

Schlimmer ist das Wegsehen in aktuellen Fällen

Dabei geht es buchstäblich um nichts. Ob Irving den Holocaust leugnet oder ob er behauptet, die Sonne gehe im Westen auf und im Osten unter, ist so irrelevant wie die Frage, ob Beck seine Brillen bei Fielmann im Laden oder online bei Mister Spex einkauft. Worauf es ankommt, ist nicht, ob jemand den letzten Holocaust leugnet, sondern ob er den nächsten plant oder gerade einen kleinen Völkermord am eigenen Volk begeht, ohne dass ihm jemand dabei in den Arm fällt. Schlimmer als die „Leugnung des Holocaust“ und der „Geschichtsrevisionismus“ ist das Beiseitestehen, Wegsehen und Weghören in Fällen von aktueller Relevanz. Und da sieht die Bilanz der grünen Antifa sehr blass aus. Unvergessen ist das herzliche „High Five“, das Claudia Roth mit dem iranischen Botschafter am Rande der Münchner Sicherheitskonferenz im Februar dieses Jahres getauscht hat, ohne sich daran zu stören, dass an der Hand des Diplomaten viel Blut klebt. Er war unter anderem von 1980 bis 1985, also noch unter Khomeini, Gouverneur der iranischen Provinzen Kurdistan und Westaserbaidschan und für Hunderte von Todesurteilen gegen kurdische Oppositionelle verantwortlich.

Mehr als Märchen aus Tausendundeiner Nacht

Kein grüner Politiker hat die Münchner Hoteliers aufgerufen, dem Botschafter und seiner Entourage Obdach zu verweigern. Dass führende iranische Politiker Israel immer wieder als ein „Krebsgeschwür“ bezeichnen, das aus der Region entfernt werden müsse, wird von vielen Grünen und ihren Anhängern entweder als ein „Übersetzungsfehler“ verharmlost oder für eine Fortsetzung der Märchen aus Tausendundeiner Nacht gehalten. Diese Orientalen mit ihrem Hang zu Übertreibungen! Das deutsche Atomprogramm ist von Übel, das iranische hingegen Ausdruck der nationalen Souveränität. Und wie die Mullahs ihre Oppositionellen, die Schwulen, die EhebrecherInnen und die Bahai behandeln, ist nicht gerade schön, aber kein Anlass, den Handel und die diplomatischen Beziehungen einzufrieren. Denn es handelt sich weder um einen „Holocaust“, der bei sechs Millionen Toten anfängt, noch um einen „Geschichtsrevisionismus“; die Mullahs stellen ja nicht die Vergangenheit auf den Kopf, sondern die Gegenwart. Es gab auch keine Aufrufe an den Hotel- und Gaststättenverband, die Türen zu verrammeln, als iranische Regierungsvertreter zur internationalen Konferenz über „Energy Security – How to Feed and Secure the Global Demand“ am 10. Juli dieses Jahres nach Frankfurt kamen.

Eine reine Effekthascherei

Schirmherren dieser Konferenz waren die deutschen Minister Altmaier und Rösler. Und dass zu einer Tagung über die „iranische Zivilgesellschaft“ in der Evangelischen Akademie Lokkum im April dieses Jahres ein hochrangiger Mitarbeiter des iranischen Außenministeriums eingeflogen wurde, ohne dass die Grünen ihn zu einer „persona non grata“ erklärt hätten, gehört zu den Pointen, die nur das Leben erfinden kann. Vor diesem Hintergrund ist der Einsatz von Volker Beck gegen einen Auftritt von David Irving in Berlin reine Effekthascherei. Beck wird es nicht schaffen, Irving von Berlin fernzuhalten. Aber Irving hat es bereits geschafft, Beck als Schaumschläger bloßzustellen. Bei aller Geringschätzung für Irvings Person und Positionen – dafür sollte man ihm dankbar sein.

Originalartikel Die Welt

Advertisements

Waffenkontrolle ist sicher ein heißes Thema, aber was ist mit der Kontrolle über das Wasser? Jüngste Äußerungen von Nestlé-Konzernchef Peter Brabeck lassen darauf schließen, dass das Wasser dieser Welt schon bald unter die Kontrolle von Großkonzernen wie Nestlé kommen wird

Brabeck wagt die erstaunliche Behauptung, Wasser sei kein Menschenrecht, sondern solle von Geschäftsleuten und staatlichen Stellen verwaltet werden. Er will, dass Wasser kontrolliert, privatisiert und auf eine Weise zugeteilt wird, die den Planeten erhält.

Wasserkontrolle trifft die Vereinigten Staaten

Das alles lässt nur einen Schluss zu: Zu Brabecks Plänen für die Zukunft gehört die Überwachung und Kontrolle darüber, wie viel Wasser die Menschen verbrauchen. Eines schönen Tages könnten Städte und Gemeinden durch internationales Recht gezwungen werden, jedem Haushalt nur noch eine begrenzte Menge Wasser zuzuteilen. Vielleicht ist dann eine Erlaubnis nötig, um Brunnen zu graben, oder es werden Strafen für die Sammlung von Regenwasser verhängt. Solche Gesetze sind in den Vereinigten Staaten bereits auf dem Wege.

Nestlé-Chef meint: Alles Wasser soll einen Preis haben

In dem Interview prahlt Brabeck, sein Konzern sei mit einem jährlichen Gewinn von über 65 Milliarden Dollar der größte Lebensmittelkonzern der Welt. Stolz behauptet er, Millionen Menschen seien von ihm und seinem Konzern abhängig. Meint dieser Mann, er wäre Gott? Er bezeichnet Wasser als »Lebensmittel«, dem ein Wert zugemessen werden müsse. Wer kontrolliert den Wasserpreis? Brabeck gründet sein Nachhaltigkeits-Projekt auf die Tatsache, dass ein Drittel der Weltbevölkerung in den nächsten 15 bis 20 Jahren von Wassermangel bedroht sein könnte. Durch Preiskontrollen für Wasser könne er, so glaubt Brabeck, die Erde in den nächsten Jahren vor Lebensmittel- und Wasserknappheit retten. Ist es angesichts zukünftiger Wasserknappheit wirklich notwendig, den Menschen den natürlichen freien Zugang zum Wasser zu verwehren, wie Brabeck vorschlägt? Was würde geschehen, wenn internationale Kontrollen über Wasserquellen verhängt werden, weil eine Handvoll ausgewählter Konzern-Diktatoren über die Wasserversorgung herrscht? Können freie Menschen nicht bessere Wege finden, Wasser nach ihren eigenen Vorstellungen zu sparen und zu achten, anstatt globalen Konzernen die Kontrolle darüber zu gestatten?

Nestlé-Chef preist GVO-Landwirtschaft und kritisiert organischen Anbau

Jemandem wie Brabeck die Kontrolle über das Wasser zu überlassen, würde ein tyrannisches Monopol über ein Gut kreieren, dass doch eigentlich frei zugänglich sein sollte. Wenn einflussreiche Konzerne ein Schloss am Wasserhahn anbringen, könnten sie diktieren, welche Farmen und Bauernhöfe Wasser erhalten. Nestlé könnte die GVO-Landwirtschaft schützen. Tatsächlich redet Brabeck in seinem Interview davon, Bio-Lebensmittel seien »nicht die besten«, gentechnisch veränderte Lebensmittel seien völlig sicher und verursachten keine Krankheiten. Mit dieser Philosophie würde eine Brabeck-Wirtschaft organisch wirtschaftende Betriebe von der Wasserversorgung abschneiden und zulassen, dass gentechnisch verändertes Essen die Menschen beherrscht.

Arbeiten wir zusammen, um unser Recht auf Wasser zu bewahren!

Freie Menschen allerorten müssen zusammenarbeiten, um ihr natürliches Recht auf Wasser zu bewahren. Wenn jemand einen eigenen Brunnen graben und Grundwasser abzapfen möchte, so sei es. Die Menschen sind für ihren Lebensunterhalt verantwortlich. Wenn jemand eigenes Regenwasser sammeln und seinen Garten damit gießen möchte, so sei es. Wenn jemand sein eigenes Wasser mit Kohlefiltern reinigen und ganz auf abgefülltes Wasser verzichten möchte, so wäre er gut beraten. Ist es nicht Zeit, sich gegen eine Wasserflaschenindustrie zu wehren, die die Menschen einer Gehirnwäsche unterzieht, so dass sie sich preiskontrolliertes Wasser gefallen lassen? Menschen können sich selbst versorgen und zusammenarbeiten, auch ihr eigenes Wasser verwalten. Gierige Konzernchefs sind nicht die Lösung. Niemand ist von ihnen abhängig. Wasser sollte unverfälscht und frei zugänglich bleiben und jeder sollte Anspruch darauf haben.

Originalartikel Kopp Online

Grundzüge islamistischer Ideologie

Veröffentlicht: Februar 27, 2013 in Migration & Islam
Schlagwörter:, , ,

So wenig wie der Islam in seinen zahlreichen Glaubensausformungen und Interpretationen im gelebten Alltag der Muslime einheitlich ist, so wenig sind auch die Ideologien islamistischer Gruppierungen homogen. In der Vielgestaltigkeit der Ideologien offenbart sich der Islamismus als sozio-politisches Phänomen.

Islamistische Bewegungen beziehen sich zwar stets auf den Islam, doch ihre Interpretationen von Glaubensinhalten sind sehr unterschiedlich. Zum einen resultieren diese aus den politischen Umständen, aus denen eine Bewegung erwachsen ist. Zum anderen dienen sie maßgeblich zur Legitimierung der Ziele, die eine Bewegung verfolgt. Diese Ideologisierung des Islam, bei der jede Strömung ihren Anhängern ein widerspruchsfreies System aus Überzeugungen und Erklärungen bietet, das sie abgrenzend und absolut nach innen wie außen vertritt, stellt den Kern des Islamismus dar. Dennoch lassen sich bei aller Verschiedenheit auch Gemeinsamkeiten in der Ideologie islamistischer Gruppierungen benennen. So sind diese ihrer Natur nach totalitär, da sie ihre Handlungsweisen primär auf vermeintlich „göttliche“ Gebote und Bestimmungen zurückführen. Dieser Glaube ist in einer Gesellschaft zu leben, die der „Ordnung des Islam“ unterliegt und alle Lebensbereiche nach Maßgabe von Koran (dem von Gott unmittelbar verkündeten Wort, Schrift des Islam) und Sunna (den Berichten aus dem Leben des Propheten Muhammad) zu regeln vermag. Hier zeigt sich der Islamismus als „rückwärts gewandte Utopie“: Als gesellschaftlicher Idealzustand wird ein politisches Gemeinwesen angestrebt, das man in der Frühzeit des Islam als verwirklicht betrachtet. Doch diese Utopie vermag keine Antworten auf Fragen nach der Regierungsform, den Menschen- und Minderheitenrechten, nach dem Verhältnis zu anderen Staaten oder der Wirtschaftsordnung zu geben, denen sich Staaten heute typischerweise gegenüber sehen. Insbesondere salafitische Strömungen als extremistische Spielarten des Islamismus stellen eine Bedrohung für die freiheitlich demokratische Grundordnung dar. Obgleich sie im öffentlichen Diskurs der Gewalt abschwören, verfolgen sie unter dem Deckmantel der Religionsfreiheit und Gesetzestreue antidemokratische Ziele. Mit propagandistischen Mitteln soll versucht werden, Vorstellungen und Werte in der hiesigen Gesellschaft zu verankern, die nicht nur laufende Dialog- und Integrationsbemühungen untergraben, sondern auch  die Gültigkeit geltender Rechtsnormen aushebeln. Hierbei bedient man sich in der Regel einer gezielt gelenkten „Missionstätigkeit“ (Da´wa) als Methode. Ausgehend vom umfassenden und alleinigen Wahrheitsanspruch der eigenen Lehre werden die auf unterschiedlichen Traditionen basierenden islamischen Strömungen als Zielgruppe angegangen. Indem professionell geschulte Propagandisten an die islamische Identität dieser Personenkreise anknüpfen, wird die Vielfalt der Glaubenspraktiken als eine Abirrung vom „wahren Glauben“ dargestellt, den es durch Argumente von Anhängern der eigenen Bewegung zu korrigieren gilt (Reislamisierung). Zusätzlich wird auch versucht, Angehörige anderer Religionen zum Islam zu konvertieren.

Kennzeichnend für den Salafismus ist das Bestreben, den Islam von fremden Elementen reinigen zu wollen, um ihn auf einen imaginären Kernbestand von Aussagen und Praktiken zurückzuführen, die dem Vorbild des Propheten Muhammad und der Generation der frühen Muslime entsprechen sollen. Auf diese Weise wird eine totalitäre Homogenisierung der Sichtweisen über den Islam angestrebt, als dessen Dreh- und Angelpunkt  ein islamischer Idealzustand betrachtet wird, der zur Zeit der islamischen Urgemeinde in Medina vorgeherrscht haben soll. Dominiert wird diese Form des Islamismus in Deutschland wie auch auf internationaler Ebene vom Salafismus wahhabitischer Prägung. Beim Wahhabismus handelt es sich um eine Erneuerungsbewegung, die im heutigen Saudi-Arabien im 18. Jahrhundert von Muhammad Ibn Abd al-Wahhab ins Leben gerufen wurde. Im Zentrum der wahhabitischen Glaubensauffassung steht die Lehre von der absoluten Einheit Gottes (Tawhid), der zufolge alle gottesdienstlichen Handlungen nur auf Allah bezogen werden dürfen. Dies impliziert auch, dass im gesamten Alltag das profane Verhalten der Menschen dieser Lehre entsprechen muss. Alle Formen von Glaubens- und Lebenspraktiken, die von dieser engen Auffassung vom Islam abweichen, werden vom Wahhabismus als „unerlaubte Neuerung“ (bida´) betrachtet, d.h. Verhaltensweisen, für die es in den religiösen Quellentexten keine Entsprechung gäbe. Daher werden in erster Linie zunächst Muslime, die die wahhabitische Glaubensauffassung nicht teilen, als „Ungläubige“ diffamiert. Ihr Status als Muslime wird in Zweifel gezogen, wodurch sie faktisch in Acht und Bann gestellt werden können. Insbesondere die Schiiten geraten immer wieder ins Visier der Wahhabiten, da gemäß der schiitischen Glaubensauffassung außer Allah auch noch die leiblichen Nachfahren des Propheten Muhammad eine zentrale Rolle einnehmen, was von wahhabitischen Gelehrten als Häresie an sich und damit Abfall vom Glauben betrachtet wird. Das Konzept des „Unglaubens“ wird außer auf von der wahhabitischen Lesart des Islam abweichende Muslime noch auf andere Personenkreise, insbesondere Anhänger des Judentums und Christentums angewandt. Praktisch wird jeder zu einem „Ungläubigen“, der den postulierten wahhabitischen Maßgaben nicht entspricht. Dies mündete schon sehr früh in der wahhabitischen Forderung an die „wahren Muslime“, mit den Ungläubigen auf allen Ebenen zu brechen und keinerlei freundschaftliche Kontakte zu ihnen zu unterhalten. Durch diesen Glaubensgrundsatz, der als „die Treue und der Bruch“ bekannt wurde, werden Muslime angewiesen, den Wesensfremden Verachtung und Feindschaft entgegen zu bringen. Dass solche Aufforderungen längst nicht mehr nur auf Arabisch verbreitet werden, sondern in größerem Umfang auch auf Deutsch zirkulieren, belegt folgender Auszug aus einer Internetseite:

  • „Wer auch immer deshalb einen Ungläubigen nicht für solch einen hält, so ist er selber ein Ungläubiger- wie der Ungläubige selbst. (…..) Man muss daran glauben, dass die Juden Ungläubige sind und auf einer falschen Religion beruhen. Und er muss sich von Ihnen und ihrer Religion loslösen, sie für das Wohlgefallen Allahs hassen und Feindschaft gegen sie hegen. Dies gilt auch für die Christen; man muss daran glauben, dass sie Ungläubige sind. Ebenso die Parsen, die Götzendiener und alle anderen Arten an Ungläubigen.“ [Internetauswertung vom April 2006]

Ein weiteres Wesensmerkmal der wahhabitischen Islamlehre besteht in der kompromisslosen Befürwortung des islamischen Rechts (Scharia) und dessen uneingeschränkte Umsetzung. Abgesehen von der Inkompatibilität islamischer Rechtsnormen mit den grundgesetzlichen Bestimmungen der Bundesrepublik fällt im Zusammenhang mit dem Wahhabismus die Betonung der koranischen Körperstrafen als integraler Bestandteil der islamischen Lebensordnung ins Auge. Muhammad Bin Salih al-UTHEIMIN, ein hochrangiger unlängst verstorbener wahhabitischer Rechtsgelehrter, fasst diesen Sachverhalt in einem Buch, das inzwischen auch in deutscher Sprache erhältlich ist, folgendermaßen zusammen:

  • „Das Abschneiden der Hand eines Diebes oder das Steinigen des Ehebrechers, ist für den Dieb oder den Ehebrecher vom Übel, doch es ist gut für sie auf der anderen Seite, denn es ist Buße (Kaffara) für sie beide, so dass die Bestrafung in diesem Leben und die im Jenseits nicht für sie zusammen vereint werden. Es ist auch in anderer Hinsicht gut. Die Anwendung dieser Bestrafung ist ein Schutz für Eigentum, Ehre und verwandtschaftlicher Beziehungen.“ [Zitiert nach: Sheikh Muhammad bin Saleh Al-UTHEIMIN, die Glaubenslehre der Sunnitischen Gemeinschaft (Aqida Ahl As-Sunna Wal-Jamah).]

Durch eine zunehmend intensiver betriebene „Missionsarbeit“ (Da´wa) unter in Europa lebenden Muslimen soll ein Islamverständnis etabliert werden, dass darauf ausgerichtet ist, anderen Ansichten und Auffassungen jeglichen Respekt zu versagen. Als probate Mittel werden hierbei Einschüchterungen und gesellschaftliche Ächtung betrachtet, wobei auch vor Gewaltandrohungen nicht zurück geschreckt wird. [Beispielsweise wird in einer der Hauptschriften von Muhammad Ibn Abd al-Wahhab mit dem Titel „die Offenlegung der Scheinargumente gegen den Monotheisten“ (Kaschf al-Schubahat fi al-Tawhid) an mehreren Stellen darauf hingewiesen, dass schon Muhammad gegen seine Widersacher Gewalt angewendet hätte. Diese Schrift ist inzwischen in mehrere Sprachen übersetzt worden und wurde hier mehrfach in gedruckter Form sichergestellt.] Diesbezüglich sind mittlerweile organisierte Strukturen erkennbar, die Verbindungen zu einflussreichen saudi-arabischen Predigern und islamischen Gelehrten aufweisen. Ausgehend von islamistischen Zirkeln werden Schriften dieser einschlägigen Protagonisten der wahhabitischen Szene in Moscheen und an Info-Ständen verteilt bzw. stehen zur Einsicht zur Verfügung. Auch dem Internet kommt bei der Steuerung der Propaganda als leicht nutzbarem Kommunikationsmedium Bedeutung zu. Den gewaltbereiten Bewegungen ist ein dualistisches Weltbild eigen. Dieses trennt scharf zwischen „gut“, also islamisch, und „böse“, somit unislamisch, mit der Besonderheit, dass als unislamisch aus deren Sicht auch moderne oder liberale Muslime sowie innerislamische Reformbewegungen gelten. Diese begingen „Verrat am Islam“ und stünden den „Ungläubigen“ gleich, die im Djihad, dem „Kampf in Gottes Willen“, hier als ausschließlich bewaffneter Kampf verstanden, getötet werden dürften. Zu den Feindbildern islamistischer Bewegungen zählen insbesondere Israel und der Westen und seine Verbündeten, was mittlerweile auch Deutschland mitumfasst aufgrund seines starken Engagements in internationalen Friedenseinsätzen. Als Merkmale einer islamistischen Ordnung eint Islamisten die Forderung nach Einführung des islamischen Rechts, der Scharia, als gesellschaftlicher Ordnungsrahmen, und nach einer Wirtschaftsordnung, die als Kernelement das islamische Zinsverbot beachtet. Die Mehrzahl islamistischer Bewegungen richtet sich mit diesen Forderungen revolutionär sowohl gegen die Regime und Eliten in ihren Ursprungsländern, als auch gegen die bestehenden Gesellschafts- und Rechtsordnungen in westlichen Ländern. Vorrangig werden der Politikwechsel im Heimatland und damit der Sturz der Regierung angestrebt. Erst sekundär sollen die Ziele über die nationalen Grenzen hinaus verwirklicht werden. Die Idee vom „nahen Feind“ spielt bei den Jihadisten eine wichtige Rolle. Die politischen und wirtschaftlichen Eliten werden beschuldigt, „Marionetten“ des Westens und Israels zu sein. Häufig wird dieser Feind als noch gefährlicher und „unislamischer“ als der erklärte Hauptfeind, der Westen, dargestellt. Hier spielt der Vorwurf an die eigene Regierung eine Rolle, sich wider besseren Wissens als Muslim gegen den „wahren Islam“ zu richten und somit ketzerisch den Glauben zu verraten.

Originalartikel Verfassungsschutz Baden-Württemberg

Der Schwarze Block ist kein Verein, keine Partei, kein Bündnis, nicht einmal eine Gruppe. Er ist der linksextremistische Schwarm, der mit Moral und Militanz auf Polizisten losgeht.

Der erste Pflasterstein ist immer der schwerste. Um ihn aus dem Untergrund zu lösen und auf einen Polizisten zu werfen, benötigt man ein Stück Metall, einen Schraubenzieher oder eine Brechstange, so hart ist der Fugensand meist über die Jahre geworden. Ist der erste Stein aber herausgelöst, seien die anderen kein Problem, sagt Hannah aus Frankfurt, die schon als Schwarzvermummte an Demonstrationen teilgenommen hat. „Man kann sie dann einfach heraushebeln.“ Das eigentlich Problematische an einem Pflasterstein aber ist sein Gewicht, die zehn mal zehn Zentimeter großen Granitbrocken müssen mit großer Wucht geworfen werden, wenn sie einen etliche Meter entfernten Block von Polizisten oder einen Wasserwerfer treffen sollen. „Wenn von hinten Pflastersteine geworfen werden, treffen die nicht selten die eigenen Leute in den ersten Reihen. So etwas passiert ständig“, sagt Hannah.

Der fliegende Pflasterstein ist in Deutschland zu einem Symbol geworden für die Gewaltbereitschaft radikaler Gruppen. Fliegende Pflastersteine und Brandsätze sind ein Grund, warum Polizisten mittlerweile auf Demonstrationen auftreten wie Profispieler einer Footballmannschaft, mit dicken Polstern, Schonern und Helmen. In der autonomen Szene werden sie dafür als „Robocops“ oder „Playmobilmännchen“ verlacht, gefürchtet und verflucht, auch mit dem jahrzehntealten Reim: „Zwischen Bullenhelm und Nasenbein passt immer noch ein Pflasterstein.“ Das Bundesamt für Verfassungsschutz schätzt, dass in Deutschland 6600 „gewaltbereite Autonome“ leben, das sind Menschen, die „Anwendung von Gewalt – auch gegen Personen – zur Durchsetzung ihrer Ziele für legitim halten“, heißt es. So exakt diese Definition scheinen mag, so wenig ist sie eine Antwort auf die Frage, was ein Mensch für wahr erachten muss, um diesen allerersten Stein aus dem Boden zu kratzen und zu werfen. Ebenso wenig ist sie eine Antwort auf die Frage, wer diese 6600 Menschen eigentlich sind.

Der Schwarze Block ist aber kein Verein. Er ist keine Partei, kein Bündnis, nicht einmal eine Gruppe. Im Grunde ist er nicht mehr als eine Kleiderordnung. Junge Männer und Frauen vermummen ihre Gesichter mit Sonnenbrillen und Schirmmützen, sie tragen schwarze Pullover, schwarze Hosen, manchmal auch ein schwarzes Tuch über Mund und Nase. Die Geschichte des Schwarzen Blocks geht auf das Jahr 1980 zurück, als eine Gruppe von Anarchisten und Autonomen sich in Frankfurt diesen Namen gab und in der Innenstadt die Glasscheiben von Banken und Geschäften zerstörte. Über Jahrzehnte war der Schwarze Block ein Phänomen der linksradikalen Szene. Mittlerweile gibt es den Schwarzen Block auch unter Rechtsextremisten, die bei Aufmärschen nicht nur im Erscheinungsbild ihren Erzfeinden gleichen, sondern in der Gewaltbereitschaft und im moralischen Überlegenheitsgefühl. Für beide Enden des politischen Spektrums hat die Vermummung allein ein Ziel: Sie diene der Tarnung, um auf Polizeivideos nicht identifizierbar zu sein und „militante Aktionen“ durchführen zu können, wie Hannah und Tom sagen. Ob sie dabei schon Steine geworfen haben, sagen die beiden nicht. Warum Gewalt aus ihrer Sicht legitim sein kann, hingegen schon. „Ich erkenne das Gewaltmonopol des Staates nicht an“, sagt Tom. „Der Staat setzt damit Sachen um, die dem widersprechen, was ich unter einer guten Gesellschaft verstehe. Die Gewalt, die wir bei Demonstrationen ausüben, ist nur die praktische Entsprechung der Politik.“ Dabei ist das Denken in Monopolen auch Tom nicht fremd, er beansprucht eines in moralischer Hinsicht. Der – aus seiner Sicht – zutiefst bürgerliche Einwand, in einer Demokratie sollte eine Minderheit ihre Interessen nicht mit Zwang durchsetzen, beeindruckt Tom nicht. Er sieht sich als Teil einer Avantgarde. „Die Linke war immer für Modernisierungen der kapitalistischen Verwertungskette zuständig.“

Nach Ansicht des Direktors des Bochumer Instituts für soziale Bewegungen, Stefan Berger, sind solche Sätze, historisch betrachtet, ein Rekurs auf den Avantgarde-Gedanken von Lenin. „Danach weiß die Avantgarde des Proletariats besser, wie die Probleme der Gesellschaft zu lösen sind, als das Proletariat selbst. Deshalb ist die Avantgarde sogar berechtigt, gegen den Willen der Mehrheit vorzugehen, weil die Mehrheit ein falsches Bewusstsein haben könnte.“ Ein Ausdruck dieses Gedankens sei ein Liedtext von Louis Fürnberg aus dem Jahr 1950: „Die Partei, die Partei, die hat immer recht“, erklärt Berger. Auch Hannah sagt Sätze, die nach Lenin klingen: „Ich kann der parlamentarischen Demokratie nichts abgewinnen.“ Es gebe innerhalb der verfassungskonformen Meinungsbildung „keine Gestaltungsmöglichkeiten“, weil ihre (linksradikalen) Forderungen im parlamentarischen Prozess von den Mehrheitsführern „ausgesiebt“ würden. Andere formulieren solche Ansichten noch vehementer. Auf der Internetseite black-block.de lobt ein Aktivist das Gewaltpotential der Szene: „Im Handlungsdiskurs zwischen Linksradikalen und Staatsmacht bildete sich tatsächlich der Eindruck, dass Steinewerfen und Autos abzufackeln nützlich sein kann.“ Und in einer Rede während einer Demonstration am 2. Oktober 2003 in Bad Homburg sagte ein Aktivist der Antifaschistischen Initiative Heidelberg zu schwarz vermummten Demonstranten: „Dummheit muss mit militanter Aufklärung entgegengetreten werden; funktioniert auch dies nicht, muss dies mit aufklärender Militanz geschehen . . . Menschliche Emanzipation kann es nur gegen Deutschland geben. Kapitalismus abschaffen! Deutschland auflösen!“ In einem Bericht des baden-württembergischen Verfassungsschutzes wird diese Rede als ein Beleg für die staatsgefährdende Tendenz der autonomen Szene verstanden.

Um das Café Gegendruck zu finden, einen Treffpunkt der autonomen Szene, muss man in der Heidelberger Altstadt in eine Seitengasse laufen und an einem Wohnhaus klingeln. In einem Raum im Erdgeschoss, in dem alte Sofas und Tische stehen, finden Benefizpartys für angeklagte Aktivisten statt, Spieleabende von Antifa-Mitgliedern und kleine Kinovorführungen. Um einen Holztisch herum sitzen vier Veteranen des Schwarzen Blocks an einem Holztisch. In der Mitte ein langhaariger Mann in schwarzem T-Shirt, der laut einer Polizeiakte, die er ironisch zitiert, eine „Führungsperson der antifaschistischen Szene des Rhein-Neckar-Kreises“ und in der Roten Hilfe engagiert ist, einer Organisation, die Linksradikale in Strafverfahren unterstützt. Neben ihm sitzt ein kräftiger Mann mit Tätowierungen, der als Lehrer arbeitet und einen schlafenden Säugling auf dem Arm trägt. Schließlich noch ein sportlicher Mann, der sagt, er sei Journalist und eine schlanke Frau, die Germanistik in Heidelberg studiert hat. Ihre Namen wollen die vier Aktivisten nicht nennen, weil sie auch über Straftaten sprechen. Die Wände ihres Cafés sind mit Flugblättern beklebt, darunter auch Fotos von „Simon Brenner“, einem verdeckten Ermittler des baden-württembergischen Landeskriminalamtes, der sich unter falschem Namen in die linksradikale Szene eingeschlichen hatte und enttarnt wurde. Es herrscht ein Untergrundgefühl bei den Heidelberger Aktivisten, sie fühlen sich von der Staatsmacht beobachtet, verfolgt – und leiten daraus ihre Berechtigung zum Widerstand ab.

In mehreren Jahrzehnten haben die Heidelberger Aktivisten schon viele „Aktionen“, wie sie sagen, durchgeführt. Einen Reisebus von Neonazis mit besonders übelriechender Buttersäure unbenutzbar gemacht. Ein Geschäft der unter Rechtsextremen beliebten Modemarke Thor Steinar mit Farbbeuteln beworfen. Und Skinheads, die ein Punkkonzert stürmen wollten, in ihren Heimatdörfern mit Stuhlbeinen verprügelt. Ihre Definition eines Schwarzen Blocks als Demonstrationstaktik ist das „entschlossene, kämpferische Auftreten“ im Gegensatz zu einem „Sonntagsspaziergang am AKW“. Einer sagt: „Leserbriefe schreiben ist nicht meine Art von Politik.“ Dass die Öffentlichkeit empört ist, wenn nach einer Demonstration etwa die Glasfassade eines Bankhauses in Scherben liegt, kontern die Heidelberger Aktivisten mit einer Parole, die bisweilen auch auf Demonstrationen zu hören ist: „Menschen sterben und ihr schweigt, Scheiben klirren und ihr schreit.“ Mit den gestorbenen Menschen sind dabei die Opfer von Rassismus und Krieg gemeint. Ein anderer sagt: „Zu sagen, dass Gewalt völlig tabu ist, finde ich dumm.“
Hannah und Tom versuchen, die Gefährlichkeit der Steinwürfe zu relativieren. „Die Panzerungen der Polizisten sind doch unzerstörbar, ich kann mir nicht vorstellen, dass das weh tut“, sagt Tom.

In Wirklichkeit bringt der Regen aus Steinen und Flaschen nicht nur Polizisten, sondern auch Demonstranten in Lebensgefahr. Steffen Dopichay, ein Abteilungsleiter der Berliner Bereitschaftspolizei, hat erlebt, wie ein Molotow-Cocktail in einen Funkwagen der Polizei geworfen wurde. Er hat gesehen, wie Linksradikale einen Feuerlöscher und eine Gehwegplatte von einem 30 Meter hohen Hausdach in die Menge warfen. Abschätzen, wo die Gegenstände landen würden, konnten sie vom Dach aus nicht. Die Steinplatte traf einen Polizisten an der Schulter, der schwer verletzt zusammenbrach. „Hätte der Stein ihn wenige Zentimeter weiter am Kopf getroffen, wäre der Kollege tot gewesen“, sagt Dopichay, der auf Demonstrationen den Einsatz mehrerer Hundertschaften leitet. Der Feuerlöscher schlug wenige Meter neben einer Gruppe von Passanten auf dem Asphalt auf. Bei den schon zur Tradition gewordenen Ausschreitungen am 1. Mai in Berlin klappte eine 23 Jahre alte Polizistin ihr Visier hoch, um frische Luft zu schnappen. Sie wurde von einer geworfenen Flasche am Kiefer getroffen. Ihr Kiefer brach, sie verlor mehrere Zähne. „Dabei war das, in Anführungszeichen, nur eine Flasche“, sagt Dopichay.

Er selbst hat sich daran gewöhnt, auf Demonstrationen bespuckt und als „Nazischützer“ und „Bullenschwein“ beschimpft zu werden. Kürzlich schüttete ihm ein Demonstrant einen Becher heißen Kaffee ins Gesicht. Auf solche Erzählungen von Polizisten reagieren Vertreter der linksradikalen Szene üblicherweise mit einem Schulterzucken und sprechen über Opfer von Polizeigewalt in den eigenen Reihen. Schuld an Ausschreitungen sei einzig der „aggressive Korpsgeist“ der Polizisten, sagt Hannah, die Polizei betreibe eine „Eskalationspolitik“ und freue sich auf Prügeleien mit dem Schwarzen Block, sagen die Heidelberger Aktivisten. Die Beamten könnten die Härte ihrer Maßnahmen meist nicht einschätzen. Nur wenige Beamte wüssten, wie sich Pfefferspray anfühle, und sie seien bei Festnahmen ungewollt grob, weil sie unter der Schutzkleidung kein Feingefühl hätten, sagen die Aktivisten. „Die Rede von den gewaltbereiten Autonomen ist ein Mythos der Polizei. Bei den meisten Demonstrationen, auf denen der Schwarze Block vertreten ist, passiert nichts“, sagt einer der Heidelberger. Der Schwarze Block sei eine Reaktion, keine Aktion.

Auf Internetseiten kursieren Hunderte Videos, in denen Demonstranten von Polizisten geschlagen werden. Die Szenen sind martialisch. Einem wenig wehrhaften Demonstranten wird während einer Verhaftung angeblich ein Schädelbruch zugefügt. Polizisten schlagen einen Autonomen, der sich bereits im Haltegriff eines anderen Beamten befindet. Andere sprühen Pfefferspray in eine Menge von Demonstranten und treffen dabei Personen, denen angeblich kein Fehlverhalten zur Last gelegt werden kann. Nachprüfbar sind solche Fälle nur, wenn es zu einem Strafverfahren kommt, was nach Meinung der Autonomen selten ist, weil Polizisten in vielen Bundesländern, anders als in Berlin, keine individuellen Kennzeichen tragen. Unabhängig von ihrer Beweiskraft führen die Videos aber zu einem regelrechten Hass auf die Bereitschaftspolizei, besonders die Berliner Einheiten, die unter Autonomen als brutal gelten. „Polizisten haben kein Problem damit, uns ordentlich auf die Fresse zu hauen. Ich bin in meinem Leben schon so oft demütigend behandelt worden von Polizisten. Wenn ein Polizist einen Stein abbekommt, ist das sicher doof für ihn, aber in dem Moment sehe ich ihn in der Funktion, die er hat, und das ist die Durchsetzung des staatlichen Gewaltmonopols mit allen Mitteln“, sagt Hannah. Es ist ein kühler Gedanke, einen Menschen auf seine Funktion zu reduzieren und seine Verletzung mitleidlos in Kauf zu nehmen. Der Frankfurter Sozialpsychologe Rolf van Dick findet solche Argumente gefährlich, weil sie einer „Deindividuation“ Vorschub leisten, einer Entmenschlichung. „Man betrachtet die andere Gruppe nur noch als Gruppe. Und die ist der Feind. Es gibt keine Wahrnehmung des Individuums mehr und kein Gefühl von Mitleid“, sagt van Dick. Um diesen Effekt zu vermeiden, setzen Polizisten nach Auskunft von Kommissar Stoewhase ihre Schutzhelme erst auf, wenn Steine fliegen, um so lange wie möglich hinter der Panzerung ein menschliches Gesicht zu zeigen.

Den Vorwurf, sie seien nichts anderes als dumpfbackige Steinewerfer, empfinden Aktivisten des Schwarzen Blocks natürlich als Beleidigung. Was sie für Polizisten und Bürger nicht gelten lassen, ein menschliches Gesicht, nehmen sie für sich umso mehr in Anspruch. Wenn die Gesellschaft den vermummt und uniformiert auftretenden Schwarzen Block nicht haarscharf nach Individuen unterscheidet, können sie sich mächtig aufregen. Wenn Hannah und Tom an einer Demonstration teilnehmen, auf der es zu Ausschreitungen kommt, empören sie sich, wenn das Pfefferspray der Polizei in ihre Richtung weht oder sie im Gewühl der Schwarzgekleideten fälschlicherweise in Gewahrsam genommen werden – was wiederum als Beleg für die Repressionen der Staatsmacht ausgelegt wird. Dass ein Demonstrant in Deutschland, der sich nicht dem Schwarzen Block anschließt und den Anweisungen der Polizei Folge leistet, niemals mit der Staatsmacht in Berührung käme, lassen die Aktivisten nicht als Argument gelten. „Ich bin nicht bereit, jedem Befehl eines Polizisten zu folgen“, sagt einer der Heidelberger Aktivisten. Stattdessen verstoßen die Aktivisten gegen das Vermummungsverbot und mokieren sich über „aggressive“ Polizisten, die Demonstranten wegen solcher „Lappalien“ verhaften – was wiederum als „Eskalationspolitik“ verstanden wird und Bestätigung der eigenen Unschuld. Im Bild eines Autonomen ist die Welt ein sehr ungerechter Ort. Die Zerstrittenheit innerhalb der linken Szene ist groß. „Wenn sie mit drei Leuten aus der autonomen Szene sprechen, bekommen sie immer drei verschiedene Antworten“, sagt Bewegungsforscher Berger. Entsprechend wenig fühlen sich Aktivisten für die Taten ihrer Kameraden verantwortlich, obschon sie mit ihnen einen gemeinsamen Block bilden.

Hört man, wie sie ihre Aktionen begründen, wird der autonome Block zur autonomen Naivität. Als Reaktion auf die Finanzkrise, die groß ist, systemisch und, wie man hört, etwas mit Bankgeschäften zu tun hat, haben Aktivisten in Hamburg eine Sparkassenfiliale mit Steinen beworfen. Weil dort auch Bankgeschäfte getätigt werden. Weil in Afghanistan Krieg herrscht, den manche Linksradikale ablehnen, haben Aktivisten die Reifen von Autos der Abteilung „Technischer Service“ der Post AG in Potsdam zerstochen. Warum? Weil der Tochterkonzern der Post, die DHL, unter Millionen Kunden auch die Bundeswehr beliefert, die in Afghanistan im Einsatz ist. Dafür übersetzten die Aktivisten das Unternehmenskürzel mit „Deutsche Heeres Logistik“. Auch unter Aktivisten wird die Sinnlosigkeit mancher Aktionen kritisiert. „Geschäfte des Einzelhandels zu bewerfen ist zum Beispiel Quatsch“, sagt Hannah. Und Tom sagt: „Wenn ein Schwarzer Block in einer kleinen Stadt mit 30 000 Einwohnern martialisch aufmarschiert, kann ich Leute verstehen, die sagen: Was wollen die?“ Das sei dann „total kontraproduktiv“. Die Heidelberger stören sich an Demonstrationen, die nur aus reiner Lust am Krawallmachen stattfinden. „Die Straßenschlachten mit der Polizei auf dem Hamburger Schanzenfest jedes Jahr haben zum Beispiel nichts mit Politik zu tun. Das sind Menschen, die sich über ihren Alkoholpegel definieren“, sagt einer der Heidelberger Aktivisten.

Hannah und Tom verweisen auf ihr übriges, friedliches Engagement, das durchaus ehrenwert scheint. „Autonome sind oft große Idealisten mit einem moralischen Verantwortungsgefühl, das viel positives Potential hat“, sagt der Bewegungsforscher Berger. „Es gibt eine große Bereitschaft zum Engagement, allerdings gibt es auch viel Frustration, wenn sie bei diesem Engagement auf Widerstände stoßen.“ Die Heidelberger Aktivisten benutzen ein anderes Wort: Dickköpfigkeit. „Wir sind sehr dickköpfig, wenn es uns ums Prinzip geht“, sagen sie. Wie Schwarze Blöcke entstehen, ist bisweilen ein Mysterium. Nur selten stünden auf Flugblättern eindeutige Sätze wie „Kommt vermummt und bewaffnet!“, sagen die Heidelberger Aktivisten. Sie bestreiten, dass es Hierarchien und Anführer gibt. „Schwarze Blöcke sind Eruptionen organisierter Gegengewalt, die sich aus der Situation heraus ergeben.“ Kommissar Stoewhase widerspricht. „Dass es keine Anführer gibt, ist gelogen.“ Es gebe Gruppen mit klarer Führungsstruktur. Während der Demonstration würden diese von Anführern mit Handzeichen oder farbigen Fähnchen dirigiert. Einsatzleiter Dopichay hat gesehen, dass die Teilnehmer von Schwarzen Blöcken mit großer Disziplin auf Flaggensignale einzelner Anführer reagierten. „Eine Farbe hieß: Vorwärts. Die andere: Zurück.“ In einem Internetvideo ist zu sehen, wie ein Schwarzvermummter drei Finger in die Luft hielt und ihm Dutzende Aktivisten folgten. Bekannt sind solche Aktionen bei der Polizei auch als Fünf-Finger-Taktik. Dabei spaltet sich der Schwarze Block in fünf Teile und versucht die Polizeikette an verschiedenen Punkten zu durchbrechen.

Über die Jahre hat Kommissar Dopichay ein Gefühl entwickelt, eine gewisse Wetterfühligkeit sozusagen, wann der Moment gekommen ist, seinen Helm aufzusetzen, weil Steine vom Himmel fallen werden. „Die Spannung baut sich meistens nach dem Ende der Demonstration auf. Dann bleibt ein harter Kern zurück und wird immer unruhiger und pöbelt in Richtung der Polizei. Wenn dann jemand den ersten Stein wirft, wirkt das enthemmend auf die anderen. Und dann geht es los“, sagt Dopichay. Er kennt das Gefühl, einen Pflasterstein auf den Kopf zu kriegen. So unzerstörbar, wie die „Robocops“ in ihrer Ausrüstung wirken, sind sie nicht. „Wenn der Stein den Helm an einer günstigen Stelle trifft, haben Sie nur eine Prellung in der Halsmuskulatur, weil der Einschlag so heftig ist“, sagt Dopichay. Was geschieht, wenn der Stein den Helm an einer ungünstigen Stelle trifft, erlebte eine Berliner Polizistin am 1. Mai. Sie brach nach einem Steinwurf auf ihren Kopf bewusstlos zusammen – trotz Helm. Erst im Rettungswagen kam sie wieder zu Bewusstsein.

Originalartikel Frankfurter Allgemeine Zeitung

Der Hass Linke – Teil II

Veröffentlicht: November 26, 2012 in Uncategorized
Schlagwörter:, , , , , ,

Das Lieblingswort der Linken heißt Toleranz. Kaum ein Wort wird so häufig gebraucht, um deren Ideologie zu rechtfertigen. Keine entsprechende Talkshow vergeht, ohne die mahnende Stimme eines Gastes, dass wir im Toleranzweltmeisterland Deutschland (noch) toleranter werden müssen.

In jeder Stadt gibt es staatliche Kampagnen, die zu mehr Toleranz aufrufen. In Berlin schwebt das Wort Toleranz über die Monitore der U-Bahn zwischen den Werbespots, auf dass es sich durch die Hintertür in das deutsche Unterbewusstsein einbrennt. Jeder Rahmenlehrplan ist unter der Ägide der einseitigen (!) Toleranz verfasst und die Schulbuchverlage sind voll von Titeln wie „Toleranz üben“, damit dem Nachwuchs schon im zarten Alter der natürliche Überlebensinstinkt abhanden kommt. Im ganzen Land wird der Deutsche auf Multi-Kulti konditioniert.

Aber ein Gesellschaftsmodell, welches Toleranz als überlebensnotwendige Grundvoraussetzung mit sich bringt und dies der Zielgesellschaft unermüdlich in die Köpfe pressen muss, während an Abweichlern regelmäßig öffentliche Exempel statuiert werden, ist an sich schon eine Fehlkonstruktion und zum Scheitern verurteilt. Tolerieren kommt aus dem Lateinischen und heißt „erdulden“, „erleiden“. Aber wieso sollte eine Gesellschaft überhaupt etwas erleiden, etwas erdulden und aushalten? Sollten deren Eliten in Politik, Medien und Wissenschaft nicht eher dahin arbeiten, dass Leid und drückende Lasten von den Schultern ihrer Landsleute genommen werden? Inwieweit führt der Weg des Leidens in eine bessere Zukunft? Es wird für nachfolgende Generationen als vollkommen unverständliches Paradoxon daherkommen, wie die intellektuelle Elite eines Landes all dies ihrem Volk abverlangt, ja mehr noch, es ihm aufobtruiert.

Wir kennen die gängigen linken Zitate über Deutschland. „Wenn es Euch nicht passt, dann zieht doch weg“ entgegnet die Grüne Nargess Eskanderi-Grünberg dem Unmut gegen Multikulti. Marie-Luise Beck, ebenfalls von den Grünen, sagt, dass die Bevölkerung die massive Ausländerkriminalität „aushalten muss“ und in genau dieses Horn stößt nun auch Posener mit seinem „Lebt damit!“ (dass die Gesellschaft immer multikultureller wird). Lebt damit oder was? Oder sterbt? Oder wandert aus? Oder wir bezeichnen Euch als Rassisten? Alles gängige linke Werkzeuge, die – je nach Grad der Herrschaft – angewendet werden. Hinzu kommt nun, dass diese Toleranz lediglich in eine Richtung funktioniert: sobald jemand etwas nicht-linkes fordert, erlebt man ein Spektakel an grenzenloser Intoleranz mit all seinen hässlichen Auswüchsen, das man so nur aus totalitären Diktaturen kennt.

Im Grunde gibt es drei mögliche Motive für das Einfordern des Massenerleidens und ich denke, dass allesamt bei jedem Linken mehr oder weniger ausgeprägt eine Rolle spielen. Das erste Motiv ist „das Büßertum“, welches dem Volk für seine begangenen Sünden eine kollektive Selbstgeißelung aufzwingt und dabei genau jenes Mittel anwendet, welches in der Vergangenheit das Instrument der Sünde war. Es ist aber keine linke Selbstgeißelung, denn anstatt mit gutem Beispiel voran zu gehen und die eigenen Forderungen am eigenen Leib vorzuleben, nimmt sich die linke Elite vollständig aus diesem Diktat heraus.

Ähnlich eines Gefängnisaufsehers kann der Linke in Saus und Braus leben, seine Kinder auf rein deutsche Privatschulen schicken, im rein deutschen Rotweingürtel wohnen und sich auch sonstige Sonderrechte heraus nehmen, während er gleichzeitig darüber wacht, dass der Normalbürger all dies nicht hat und sofort jeden verbal oder tätlich angreift, der einfach nur genauso leben möchte, wie er selbst. Die Verbindung des Eintrichterns von Schuldgefühlen mit dem Statuieren von Exempeln an Abweichlern wirkt hier Wunder und hat ein ganzes Volk zu schweigsamen Duckmäusern erzogen. Das Konzept des „Büßertums“ ist somit eine Waffe der linken Elite zur Durchsetzung ihrer Herrschaft und darüber hinaus die wohl größte Heuchelei der Menschheitsgeschichte.

Das zweite Motiv ist die ebenfalls jedem Linken innewohnende Irrationalität, die quasi-religiöse Züge aufweist. „Quasi“ deshalb, weil der linksideologische Glaube zwar ebenfalls ohne Beweise für seine Thesen auskommt (besser: auskommen muss), aber in Bezug auf Faktenresistenz jede Religion weit in den Schatten stellt. Denn während ein normaler Anhänger einer Religion zwar sein gesamtes religiöses Weltbild auf jahrhundertealten Überlieferungen aufbaut, geschrieben von Menschen mit mittelalterlichem Erkenntnisstand, und auch kein Gläubiger je seinen Gott gesehen hat, können Atheisten diese religiösen Überzeugungen ebenfalls nicht widerlegen. Man könnte sich maximal darauf berufen, dass eine Behauptung solange falsch ist, bis sie bewiesen wurde.

Beim linksideologischen Glauben ist es aber anders. Hier wird der Gläubige an allen Ecken und Enden mit der Wertlosigkeit seiner Überzeugung konfrontiert und er erlebt, wie keines seiner Konzepte der Realität standhält. Es ist, als würden morgen Außerirdische auf der Erde landen und erzählen, dass die ganzen Göttergeschichten nur die Reaktion des antiken Menschen auf ihre futuristische Technologie war und der ganze Vorgang filmisch im galaktischen Archiv einsehbar sei. Diese Tatsachen, diese Konfrontation mit der Realität nun zu ignorieren und an seinen gescheiterten Überzeugungen festzuhalten, ja diese nun sogar anderen mit Gewalt aufzuzwingen, ist nicht nur eine Form des religiösen Fanatismus, sondern auch eine Form des Wahnsinns.

Welchen Grad an Fanatismus oder Wahnsinn Posener aufweist, möchte ich gar nicht erst mutmaßen. Wir können uns aber die Fakten anschauen. Denn wenn Posener schon in der WELT schreibt, sollte er sie auch wenigstens ab und an mal lesen; dort kann selbst der Dümmste erkennen, dass die Zukunft in Deutschland (oder wie dieses Land dann heißen mag) alles andere als Multikulti sein wird:

„Laut einer neuen Studie zu deutsch-türkischen Lebenswelten wünschen sich 46 Prozent der Türken in Deutschland, dass hier irgendwann mehr Muslime als Christen wohnen. Religiöse Vorurteile nehmen zu.“ – DIE WELT, 17.08.12

Auch die weiteren Erhebungen dieser Studie sowie all die unzähligen anderen Studien zeichnen eine ähnliche Prognose und ein Blick auf die Geschichte der islamischen Expansion sowie der konstant anti-emanzipatorische Zustand islamischer Länder zerschlagen jedes Multikulti-Kartenhaus mit einer tonnenschweren Abrissbirne aus Blut und Stahl. Die Bundesregierung schätzt, dass der Islam um die Jahrhundertmitte die stärkste Religion im Lande sein wird und niemand, auch kein noch so verblendeter Alan Posener, kann ernsthaft annehmen, dass dies auch nur annähernd eine funktionierende, friedliche, multikulturelle Gesellschaft sein wird.

Womit nur noch das dritte Handlungsmotiv übrig bleibt: der Hass. Dass dieser Hass eine systemimmanente Komponente der linken Ideologie ist, habe ich in meinem letzten Artikel bereits herausgestellt. Hier möchte ich nun hinzu fügen, dass er die einzige Konstante im linken Handeln darstellt. Es besteht nämlich nicht nur eine erhebliche Diskrepanz zwischen linkem Anspruch und eigenem Handeln (siehe oben: Büßertum), sondern auch bei der unterschiedlichen Behandlung zweier Subjekte auf gleicher Ebene.

So würde zum Beispiel kein Linker auf die Idee kommen, die gähnende Monokultur islamischer Staaten zu thematisieren oder die millionenfache Ansiedlung von Chinesen in Tibet als begrüßenswerte Multikulturalisierung einzustufen – genau das Gegenteil ist nämlich der Fall – aber im Falle der eigenen Kultur wird komplett anders gehandelt. Je deutschenfeindlicher eine Aussage, desto mehr frohlockt das linke Herz. Würde man genau die gleiche Aussage mit anderen Ethnien wie „Türken“ oder „Muslimen“ machen, käme der gesamte Haufen aus dem Hyperventilieren nicht mehr heraus und die linke SA würde mobilisiert werden.

Dies bedeutet, dass die linke Ideologie keinem in sich logischem Muster folgt, denn dann müsste man die geäußerte Weltansicht auf alle Dinge gleich anwenden, was zwingend zu linker Islamkritik (weil monokulturell und anti-emanzipatorisch) und chinesischer Kolonisationsunterstützung führen müsste, zum Umzug vom Grunewald nach Berlin-Neukölln und der Toleranz gegenüber rechtsradikalen Meinungen. Wie man es auch dreht und wendet, linkes Handeln ergibt so keinen Sinn. Nimmt man aber den Hass auf die eigene Kultur als Motiv, werden sämtliche linken Handlungen auf einen Schlag vollkommen nachvollziehbar! Jede linke Handlung, jede Aussage ist damit in sich schlüssig und stringent. Der Hass ist folglich DIE Konstante der linken Ideologie.

Was Menschen dazu treibt, mit voller Inbrunst und rastlosem Tatendrang darauf hinzuarbeiten, die eigene Gruppe aus der Welt zu tilgen, wird möglicherweise nie geklärt werden und wenn, dann wohl aus dem Bereich der Psychopathologie kommen. Auch die Sehnsucht nach dem gleichgeschalteten, nationslosen Weltsklaventum namens Sozialismus kann dieses Engagement nicht auflösen.

Der verstorbene polnische Psychiater Andrew M. Lobaczewski hat in seinem Werk „Politische Ponerology – die Wissenschaft des Bösen und dessen Anwendung für politische Zwecke“ herausgestellt, dass es in der Tat so etwas wie das Böse oder einen gehirnphysiologisch bedingten Hang zur Bösartigkeit gibt und wie sich dieser Typus gerade in der Politik zuhause fühlt wie eine Made im Speck. Jüngst hat der sehr zu empfehlende Dr. Georg Schnitzer eben diese Forschung aufgegriffen. Allerdings spielt diese Suche nach dem Bösen keine große Rolle für die heute hier Lebenden, denn das Gift dessen Hasses bedeckt schon längst das gesamte Land, raubt den Menschen die Luft zum Atmen und beschert ihnen einen langsamen, qualvollen Tod. Poseners Worte „Lebt damit“ ist das Amen unter der linken Kriegserklärung an das eigene Volk.

Originalartikel DIE FREIHEIT

Der Hass Linke – Teil I

Veröffentlicht: November 26, 2012 in Uncategorized
Schlagwörter:, , , , ,

Dass in Deutschland des Jahres 2012 unveräußerliche Grundrechte regelmäßig mit Füßen getreten werden, ist keine Neuigkeit mehr. Wer sich gegen das undemokratische System (vgl. Prof. Schachtschneider) und dessen herrschende Klasse an Oligarchen stellt, wird deren eiserne Faust zu spüren bekommen, die sich vornehmlich in Diffamierung, Rufmord, Gewalt und der Vernichtung der beruflichen Existenz äußert.

Als exekutive Gewalt stehen hier ganze Heerscharen an nützlichen Vollidioten und Totalversagern bereit, um gegen Dinge vor zu gehen, die sie nicht mal im Ansatz verstehen und um gegen Menschen zu wettern, die im kleinen Finger mehr Moral und Anstand haben, als ihre gesamte Rotte zusammen je haben wird. Grund dafür ist eine jahrelange, von klein auf und staatlich gelenkte Indoktrination der Massen kombiniert mit einer Drohkulisse, die geistigen Abweichlern schnell aufzeigt, was einem blüht, wenn er sich gegen dieses System wendet. Ab und an wird dann ein Exempel statuiert – jüngste Hexenverbrennung war der Fall Drygalla – damit auch niemand vergisst, was man in diesem Land – vergesst das Grundgesetz – alles nicht darf.

In der Tat erleben wir, dass hehre Wörter wie „Demokratie“, „Toleranz“ oder „Gut“ von den undemokratischsten, intolerantesten und miesesten Gestalten der Republik als Fassade für ihre Doppelmoral missbraucht werden. Neustes Beispiel kommt von den Piraten, die sich zwar ähnlich der DDR „demokratisch“ nennen, dies aber wohl nur für die eigene Gruppe gilt beziehungsweise solange es einem gerade in den Kram passt und damit zeigen, dass sie die Demokratie – wie so ziemlich jedes andere Politikfeld auch – nicht verstanden haben.

Aber was war passiert. Eine junge Frau engagiert sich leidenschaftlich für den Erhalt eines Ponyhofs und stellt deshalb in ihrer Freizeit an das Bezirksparlament (BVV) Spandau einige Fragen. Da sie aber aus einer Partei kommt, die den BVV-Piratenfürsten nicht passt, wurden flugs Flugblätter verteilt, die neben den unter Linken schon üblichen Diffamierungen und Lügen auch einen Boykott-Aufruf beinhalteten. Es ist das altbekannte Vorgehen, welches wir schon aus der dunklen Geschichte kennen: erster Schritt: eine Person wird in eine bestimmte Kategorie geschoben (Hexe, Jude, Rechter – ob das überhaupt stimmt, ist egal, frei nach dem Motto „wer Hexe/Jude/Rechter ist, bestimme ich“), damit diese Person im zweiten, unmittelbar folgenden Schritt zum Abschuss freigegeben ist, was übrigens selbst dann grundgesetzwidrig und menschenfeindlich ist, wenn die vorgenommene Kategorisierung zutreffend wäre. Diese antidemokratische Haltung, die teils mit faschistischen Mitteln durchgeführt wird, ist kein Randphänomen einiger Extremisten, sondern ein ideologieimmanenter Bestandteil der politischen Linken. Links funktionierte nie anders und wird es auch nie.

Und weil Linke ja ach so gut, tolerant und demokratisch sind, wurde der jungen Dame zusätzlich noch die Autofensterscheibe zertrümmert, ein Steingeschoss auf ihrem Sims als Drohung hinterlassen und von einem anderen Linken sogar angekündigt, dass er ja weiß, wo ihre Pferde stehen und er vor Ort mal tätig werden will (Sippenhaft gilt nun wohl auch schon für Tiere). Ein verwirrter Grüner schreibfehlert auf seinem Blog, dass nun zum Glück das Vierte Reich verhindert wurde und eine weitere linke Gruppe, die vorher schon mit Farbattacken und Drohungen wie aufgebauten Todesbahren vor dem Haus ihrer Mitmenschen aufgefallen ist, gesellt sich ebenfalls munter hinzu. Das typisch linke Programm eben. Wie man solch ein Vorgehen, solch eine Denke überhaupt noch für und vor sich selbst als gut, tolerant oder demokratisch einschätzen kann, bleibt dem gesunden Menschenverstand wohl ewig ein Rätsel, muss einem kranken Geist aber vollkommen logisch und konsequent erscheinen.

Dabei geht es diesen Typen lediglich darum, ihren eigenen Hass zu befriedigen. Hass auf etwas, das sie nicht verstehen, etwas, das ihnen argumentativ und an Weisheit haushoch überlegen ist. Hass auf einen Erkenntnisstand, den sie nie erreichen werden. Wenn nun von Linken Begriffe wie „ultrarechtsextrem“ angewendet werden, ist dies keine Zustandsbeschreibung des Zielobjektes, sondern ein Indikator dafür, dass der eigene Hass auf ein Niveau gestiegen ist, bei dem das Wort „rechtspopulistisch“, nicht mal das Wort „rechtsextrem“, ausreichen, um eben diesen seinen Hass zu befriedigen, der sich aus persönlichen Unzulänglichkeiten speist. Wenn der Linke mit Begriffen wie „rechtsextrem“, „Nazi“ oder ähnlichem um sich schmeißt als wäre es Konfetti auf einem Kindergeburtstag, will er in Wirklichkeit damit nur ausrücken: „Ich hasse“.

Vor allem aber ist es der Hass auf das kleine Lüftchen, das ihr schön zu recht gezimmertes Weltbild wie ein Kartenhaus einstürzen lassen würde, wenn man es nur zu Wort kommen ließe. Hass auf etwas, nicht weil es rechts ist, sondern weil es Recht hat. Denn es kommt niemals vor, dass Leute aus unserem, dem liberalen Lager links werden, dafür aber regelmäßig linksbehinderte Menschen aufwachen. Der halbe Bundesvorstand der FREIHEIT besteht aus ehemaligen Linken!

Es ist wie bei Platons Höhlengleichnis: wer einmal die Sonne gesehen hat, will nicht mehr zurück in die Höhle, angekettet an ideologische Fesseln und im Stumpfsinn an Wandschatten starrend, die sie für die Realität halten. Man könnte fast Mitleid mit diesen Geschöpfen und ihrer geistigen Beschränktheit haben, wenn sie nicht aggressiv und primitiv auf jene losgehen würden, die ihnen die Einfalt ihres Weltbildes aufzeigen und natürlich reagieren sie so aggressiv, gerade WEIL sie ihr Weltbild retten wollen. Aber in ihrem Inneren wissen sie es. Wäre es anders, würden sie uns durch jede Talkshow ziehen und uns dort mit Argumenten fertig machen. Stattdessen spürt man die tief verborgene linke Erkenntnis, dass ein „Sarrazin-Effekt“ inklusive wählbarer Partei zu einem Ende der linksideologischen Hegemonie in Deutschland führen würde und man sich mit seinem 20-semestrigen Studiums der Sozialirgendwas wieder auf dem freien Arbeitsmarkt behaupten müsste. Und viel gewichtiger: dass sein bisheriges politisches Leben eine einzige Lüge war.

Genau dort kommt all dieser linke Hass her. Ich hätte kein Problem, mich mit dem linkesten Linken, einem Salafisten und einem Neonazi in eine Talkshow zu setzen, um eine Debatte zu führen und die Zuschauer von der Richtigkeit meiner Argumentation zu überzeugen. Ich würde meine Diskussionspartner begrüßen, ihnen die Hand schütteln und mich freundlich verabschieden, sofern sie mir den gleichen Respekt erwiesen haben. Für diese pluralistische Gesellschaft steht DIE FREIHEIT. Hass-Linke haben andere Vorstellungen. Es gilt nur deren Weltanschauung, alles andere wird verfolgt und aus niedersten Beweggründen platt gemacht – wir kennen diese Praktiken aus den vielen Beispielen der Geschichte. Und gerade deshalb haben wir die Weiße Rose neu gegründet, denn es ist der gleiche, intolerante, menschenverachtende Denkansatz, der sich wieder in Deutschland breit macht.

Manche Linke sind ideologisch dermaßen indoktriniert, dass die Schwelle zur geistigen Behinderung schon längst überschritten ist. Jedweder Verstand ist hier über die Jahre hinweg abgetötet worden. Ähnlich einem Selbstmordattentäter, der nach Jahren der Gehirnwäsche glaubt, gleich von 72 Jungfrauen umgeben zu sein, wenn er die Reißleine zieht und möglichst viele Menschen mit in den Tod reißt, sind solche verstandsamputierten Marionetten kaum heilbar. Diese Menschen haben einen Chip im Kopf, der sie steuert, ihr Handeln bestimmt und keine kritischen Gedankengänge zulässt. Sie reagieren wie ein Wachhund, der reflexartig und reflexionslos alles angreift, was sein Herrchen, die Ideologie, ihm befiehlt. So wenig, wie ein Zombie seiner Natur als Untoter entkommen kann, können sich diese mitleidserregenden Gestalten ihres linken Gedankengefängnisses entledigen, während die Lebenden ihnen täglich einen Spiegel vorhalten, der ihnen die Erbärmlichkeit ihrer Existenz aufzeigt. Genau deshalb werden sie gehasst, genau deshalb werden sie gejagt, genau deshalb werden sie eliminiert.

Man kann blogweise linke Reaktionen durchforsten, man wird außer haltlosen Diffamierungen, Behauptungen ohne Beleg, nichts finden, was auch nur annähernd diese Diffamierung untermauern würde. Und woher sollten sie die auch nehmen? Wäre noch ein Fünkchen Restverstand vorhanden, würde man sich selbst fragen, warum einem eigentlich immer tonnenweise Unterstellungen einfallen, aber niemals auch nur ein stichhaltiger Beweis dafür. Sie würden sich fragen, was ihnen diese junge, nette und zurückhaltende Frau eigentlich getan hat, dass sie solche Hassgefühle entwickeln können. Ich hasse niemanden und ich habe noch nie jemanden gehasst. Hass sagt immer und nur etwas über einen selbst aus, nie über andere, und im Fall unserer Linken spricht er Bände.

Wie irrational (lat.: vernunftlos) das linke Verhalten ist, zeigt sich an folgender Frage: Was ist denn eigentlich die Definition von „rechtsextrem“ und wie kann das irgendwie mit dem Programm der FREIHEIT in Einklang gebracht werden? Rechtsextremismus, egal in welcher Definition, beinhaltet zwangsläufig Antipluralismus, Demokratiefeindlichkeit und eine Ablehnung des Grundgesetzes. Während gerade die FREIHEIT für Meinungsvielfalt eintritt, die direkte Demokratie fordert und das Grundgesetz wie keine andere Partei verteidigt, tun die Piraten und andere linke Genossen genau das Gegenteil. Während gerade die FREIHEIT eine, sogar DIE liberale Partei in Deutschland ist, bewegen sich die Konkurrenten aller Lager immer weiter in Ecken, die sie anderen andichten.

Zumindest auf einem Blog findet man im Zusammenhang mit dem Ponyhof-Skandal eine Begründung für das Attribut „rechts“, nämlich der Protest der jungen Frau gegen die Auftritte der Demokratie-feindlichen, rechtsextremen Salafisten, die nicht nur vom Verfassungsschutz beobachtet werden, sondern grad kürzlich Deutschland den Jihad erklärt haben. Wenn dieser Protest dagegen heute als „rechts“ gilt, ist man wirklich auf die piratische Definition von „rechts“ gespannt, die zwar – wie fast alles von ihnen – null politischen Wert haben, wohl aber der psychopathologischen Forschung neue Erkenntnisse einbringen dürfte, wie Menschen, die zwar schlau genug sind, um mit komplexen Computersystemen zu hantieren, in der Politik die einfachsten Zusammenhänge nicht begreifen und regelmäßig ein Level an politischer Naivität und Dummheit aufbringen, das einen immer wieder aufs Neue erstaunt. Wie es sein kann, dass Piraten feuchtfröhlich ihre eigene Religionskritik (nur am Christentum) zelebrieren, mit geschwollener Brust ob ihres Mutes gegen diese brandgefährlichen Einflüsse, aber in hyperventilierendes Gegeifere verfallen, wenn andere gleiches (und dazu auf wesentlich sachlichere Art!) mit religiösem Extremismus machen. Wie es sein kann, dass Linke mit der Lupe nach kleinsten Verfehlungen der heutigen, zahnlosen Kirche suchen, um dann mit spektakulären Tanzeinlagen auf billigste Weise zu provozieren, aber es ihnen aufgrund ihrer ideologischen Behinderung nicht möglich ist, auch nur ein Problem beim Islam festzustellen, geschweige denn es öffentlich anzusprechen oder sich zu fragen, warum sie eigentlich so eine Show nicht mal vor einer Moschee während des Ramadans abziehen. Eine selbsterarbeitete Antwort darauf wäre wohl der erste Schritt durch eine Tür, die den Typus des Hass-Linken erst einmal auf eine lange steile Rutschpartie in die eigenen charakterlosen Abgründe schicken dürfte, aber auch den einzigen Weg der Kurration darstellt.

Aber der linke Ideologie-Chip wird auch dieses Dilemma gepflegt verdrängen, so dass man weiterhin in der eigenen, kleinen Traumwelt des Guten, Toleranten und Demokratischen lebt, während man mit wohligem Gefühl im Bauch seine Bösartigkeit, Intoleranz und Demokratiefeindlichkeit an seinen Mitmenschen auslässt. Sigmund Freud käme heutzutage aus dem Analysieren gar nicht mehr heraus.

Originalartikel DIE FREIHEIT