Mit ‘Muslimbruderschaft’ getaggte Beiträge

Die Bombenanschläge in London am 7. Juli 2005, bei dem Islamisten 52 Personen töteten und 700 weitere verletzten, veranlasste die britischen Behörden mit Muslimen zusammenzuarbeiten, um weitere Gewalt zu verhindern.

Doch statt sich an antiislamistische Muslime zu wenden, die das triumphalistische Ziel der Anwendung des islamischen Rechts in Europa ablehnen, förderten sie nicht gewalttätige Islamisten in der Hoffnung, diese würden ihre Glaubensbrüder davon überzeugen ihren Hass auf den Westen in gesetzeskonformer Weis zu äußern. Bei diesen Bemühungen wirkte Tariq Ramadan (geb. 1962) mit, ein prominenter islamistischer Intellektueller. Zum Beispiel finanzierte die Londoner Metropolitan Police in Teilen eine Konferenz, auf der Ramadan sprach; Premierminister Tony Blair berief ihn in die offizielle „Arbeitsgruppe zur Bekämpfung des Extremismus„. Einen Islamisten einzusetzen könnte als originelle und clevere Idee erscheinen, war aber weder das eine noch das andere. Westliche Regierungen sind seit Jahrzehnten erfolglos mit Islamisten Bündnisse eingegangen. In der Tat haben sie sich mit Ramadans Familie verbündet. 1953 war Dwight D. Eisenhower Gastgeber für eine Gruppe ausländischer Muslime, zu denen Said Ramadan (1926-1995) gehörte, der Führer einer der wohl einflussreichsten islamistischen Organisationen des zwanzigsten Jahrhunderts – der fanatischen, antiwestlichen Muslimbruderschaft – und außerdem Tariqs Vater. Das Treffen Eisenhower-Ramadan fand im Kontext der anhaltenden Bemühungen der US-Regierung statt, die Muslime gegen den Sowjetkommunismus zu sammeln; als Teil davon wurde Said Ramadan auf die Gehaltsliste der CIA gesetzt. Talcott Seelye, ein amerikanischer Diplomat, der sich ungefähr zu dieser Zeit mit ihm traf, erklärt: „Wir betrachteten den Islam als Gegenwicht zum Kommunismus.“ Dann war da Hassan al-Banna (1906-1949), Tariqs Großvater, Gründer der Muslimbruderschaft und Empfänger von Geldern der Nazis; amerikanische Diplomaten hatten in den späten 1940-er Jahren „regelmäßige Treffen“ mit al-Banna, befanden ihn als „perfekt einfühlsam“ und empfanden seine Organisation als eine „moderate“ und sogar „positive“ Kraft. Die Briten boten al-Banna offenbar Geld an. Mit anderen Worten: Westliche Regierungen haben eine Geschichte der Ignorierung der widerlichen Ideologie der Islamisten und arbeiteten mit ihnen, stärkten sie sogar. Mit überwältigender historischer Forschung offenbart Ian Johnson, Pulitzerpreis-Gewinner und ehemaliger Journalist für das Wall Street Journal, neue Drehungen und Wendungen dieses Dramas in seinem gerade veröffentlichten Buch A Mosque in Munich: Nazis, the CIA, and the Rise of the Muslim Brotherhood in the West (Eine Moschee in München: Die Nazis, die CIA und der Aufstieg der Muslimbruderschaft im Westen). Johnson beginnt mit einem Überblick über die systematischen Anstrengungen der Nazis unter ihren Kriegsgefangenen sowjetische Muslime zu rekrutieren. Viele Muslime verabscheuten Stalin; zwischen 150.000 und 300.000 kämpften im Zweiten Weltkrieg für die Achsenmächte.

Mit anderen Worten: Über ihre nicht erfüllten, an die Araber gerichteten Propagandaversprechen hinaus schickten die Nazis tatsächlich eine beträchtliche Truppe hauptsächlich turksprachiger Muslime unter der Führung eines gelehrten Nazi-Enthusiasten namens Gerhard von Mende ins Feld. Johnson verfolgt Mende, wie dieser nach der deutschen Niederlage 1945 seine antikommunistische Arbeit mit ehemals sowjetischen Muslimen weiterführte, jetzt im Kontext des Kalten Krieges. Doch dieses Netzwerk ehemaliger Soldaten erwies sich als nicht sonderlich kompetent für die Aufgabe die muslimische Feindseligkeit gegen die Sowjetunion zu wecken. Ihr führender Intellektueller z.B. hatte als Imam einer SS-Division gedient, die half den Warschauer Aufstand von 1944 niederzuschlagen. Islamisten erwiesen sich rasch als weit kompetenter für diese politische und religiöse Herausforderung. Johnson erklärt: „Sie tragen Anzüge, haben Universitätsabschlüsse und sind in der Lage ihre Forderungen so auszudrücken, dass ein Politiker sie verstehen kann.“ Der Kern dieser faszinierenden Studie liegt in der Verfolgung der Entwicklung von alten Soldaten zu neuen Islamisten, zu einem großen Teil in München. Es handelt sich um die klassische Erzählung einer Intrige der 1950-er Jahre, inklusive rehabilitierter Nazis, CIA-Fassdenorganisatoren und sich einander bekämpfender sowjetisch-amerikanischer Ambitionen. Johnson zeigt, wie die Amerikaner, ohne dass jemand das wirklich plante, sich des Netzwerks von Mendes bemächtigten und Said Ramadan übergaben. Diese frühe Förderung der Muslimbruderschaft, argumentiert Johnson, verschaffte dieser die Mittel, gerade rechtzeitig zum Anstieg der muslimischen Einwanderung nach Europa Anfang der 1970-er Jahre eine islamistische Rahmenordnung aufzubauen. So hatte die islamistische Vorherrschaft über die europäischen Muslime zwei verborgene Vermittler, die Nazis und die Amerikaner. Ihre Herkunft aus der Operation Barbarossa offenbart den hässlichen Ursprung der heutigen Stärke der Islamisten. Hitler und seine Strolche hätten das nicht vorhersehen können, aber sie halfen dabei die Bühne für Eurabia zu bereiten. Amerikanische Unterstützung für Islamisten veranlassen Johnson vor der Sinnlosigkeit der Verbündung mit der Muslimbruderschaft und ihresgleichen zu warnen – wie es Tony Blair vor kurzem wieder einmal versuchte. So verlockend das auch ist, es ist für den Westen ausnahmslos schädigend. Die Lektion ist einfach: Man muss sich der Geschichte bewusst sein und nicht den Islamisten assistieren.

Updates vom 25. Mai: (1) Dem veröffentlichten Buch fehlen Fotografien, die helfen würden den führenden Protagonisten Leben zu geben. Glücklicherweise sind solche auf Ian Johnsons Internetseite verfügbar. Ich habe ein paar davon oben eingefügt.

(2) Zufälligerweise verbrachte ich den Sommer 1953 im Alter von drei Jahren in München, genau zu dem Zeitpunkt, als die Stadt zum Zentrum des islamischen Aktivismus entwickelte und eben aus dem Grund, weil ein wichtiger Teil der ehemals sowjetischen Muslime dort lebte. Ein Auszug aus der Autobiografie meines Vaters Richard Pipes (Vixi: Memoirs of a Non-Belonger, S. 74) erklärt, warum er die Familie mit nach München nahm:

  • Ende Mai 1951 ließen Irene und ich Daniel bei unseren Eltern und gingen mit finanzieller Unterstützung des Center of International Affairs am MIT auf eine viermonatige Reise nach Europa und in den Nahen Osten. Ich wollte die überlebenden Mitglieder von Regierungen der Staaten interviewen, die in der Zeit von 1917-1921 selbstständig waren und vorher zum russischen Reich gehörten. Ich fand ein paar von ihnen in London, Paris, München und Istanbul; sie halfen mir enorm die komplexe Lage dieser Zeit zu verstehen. In Paris stellte ich Kontakt mit der georgischen Emigranten-Gemeinde her. Zwei Jahre später verbrachte ich einen weiteren Sommer in Europa, diesmal in München, und interviewte Flüchtlinge aus dem sowjetischen Zentralasien, fast alles ehemalige Kriegsgefangene in Deutschland. Die Informationen, die sie zum Leben in ihren Regionen in den 1930-er Jahren gaben, verstärkten meine Überzeugung, dass der Nationalsozialismus in den Grenzrepubliken der UdSSR gesund und munter weiterlebte und dass keine Massenassimilation stattfand.

Seine Forschungarbeit aus diesem Sommer lieferte die Grundlage für seinen Artikel „Muslims of Soviet Central Asia: Trends and Prospects“ (Muslime aus dem sowjetischen Zentralasien: Trends und Aussichten), The Middle East Journal, Frühjahr 1955, S. 147-162 und Sommer 1955, S. 295-308.

Originalartikel danielpipes.org

Lesen Sie dazu den Artikel „Die Eroberung Europas durch die Muslim-Bruderschaft“: http://www.meforum.org/article/758.Das im Folgenden vorgestellte Dokument der Moslem Bruderschaft enthält eine detaillierte Strategie zur Unterwanderung der westlichen Gesellschaften und ihrer Institutionen. Die drei zentralen Begriffe der islamischen Expansionsstrategie haben wir schon kennen gelernt:

da’wa
jihad
scharia

Sie finden sich selbstredend auch in diesem Dokument. Die in medinensischer Zeit von Allah gebotene Ausbreitung des Islam wird heute mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln fortgeführt. Wir zitieren aus einem Artikel des FrontPageMagazine vom 11. Mai 2006. Lesen Sie den ganzen Bericht von Patrick Poole:

Quelle: http://www.frontpagemag.com/Articles/ReadArticle.asp?ID=22415

Tatsächlich wurde ein solches Dokument von den Schweizer Behörden im November 2001 während einer Razzia entdeckt, zwei Monate nach den Schrecken des 11. Septembers. Seither blieb Information über das Dokument, in Terrorabwehrkreisen als „The Project“ bekannt, und die Diskussion über seinen Inhalt auf die abgeschirmte Welt westlicher Geheimdienste beschränkt. Es ist dem Einsatz eines unerschrockenen Schweizer Journalisten, Sylvain Besson von Le Temps und seinem Buch „La conquête de l’Occident: Le projet secret des Islamistes“ zu verdanken, dass Informationen betreffend  „The Project“ endlich an die Öffentlichkeit gelangt sind. Ein westlicher Beamter, welcher von Besson zitiert wird, beschreibt „The Project“ als „eine totalitäre Infiltrationsideologie, welche letztendlich die größte Gefahr für die europäische Gesellschaft bedeutet.“

Das Dokument selber ist hier in deutscher Übersetzung angefügt:

Das Projekt der “Muslim Brotherhood”
Dieser Text basiert auf der englischen Übersetzung (“The Project”) von Scott Burgess die ihrerseits auf der französischen Version von Sylvain Besson fußt, welche im Buch mit dem Titel “La conquête de l’Occident: Le projet secret des Islamistes” (Paris: Le Seul, 2005, Seiten 193-205) erschienen ist.

Im Namen des wohltätigen und barmherzigen Allah
S/5/100 Report  1/12/1982 [1.Dezember 1982]

Für eine weltweite Strategie in islamischer Politik
(Voraussetzungen, Bestandteile, Vorgehensweise und empfohlene Aktionen)

Dieser Bericht stellt eine globale Vision für eine weltweite Strategie islamischer Politik (oder „politischen Islam“) vor. Lokale islamische Politik wird in verschiedenen Regionen in Übereinkunft mit diesen Richtlinien entworfen. Er definiert zuallererst die Voraussetzungen dieser Politik, weiter stellt er die Bestandteile und wichtigsten Vorgehensweisen zusammen, welche sich aus diesen Voraussetzungen ergeben; schließlich schlagen wir, anhand von Beispielen, verschiedene Aktionen vor, möge Allah uns beschützen. Im Folgenden werden die hauptsächlichsten Voraussetzungen dieser Politik aufgezeigt:

Voraussetzung Nr. 1: das Umfeld kennen und sich eine wissenschaftliche Methodik für die Planung und Ausführung zu eigen machen
Voraussetzung Nr. 2: den Beweis der Ernsthaftigkeit dieser Arbeit erbringen
Voraussetzung Nr. 3: Der internationale Einsatz muss mit den lokalen Gegebenheiten auf flexible Weise in Übereinkunft gebracht werden.
Voraussetzung Nr. 4: Bei unserem politischen Einsatz muss einerseits Isolation vermieden und andererseits fortwährende Ausbildung und Arbeit in Institutionen gewährleisten werden.
Voraussetzung Nr. 5: Sich der Gründung eines islamischen Staates widmen, parallel dazu sind Bemühungen stufenweise und zielgerichtet einzusetzen, um Kontrolle über die lokalen Machtzentren durch institutionalisiertes Vorgehen zu gewinnen
Voraussetzung Nr. 6: In loyaler Art und Weise mit anderen islamischen Gruppen und Institutionen in verschiedenen Bereichen auf gemeinsamer Grundlage Seite an Seite arbeiten um „ in den Bereichen wo man sich geeinigt hat zusammenzuarbeiten und die Uneinigkeiten beiseite zu legen“
Voraussetzung Nr. 7: Anwendung des Prinzips zeitlich begrenzter Zusammenarbeit zwischen islamischen und nationalistischen Bewegungen in allgemeinen Bereichen und auf gemeinsamer Basis wie zum Beispiel im Kampf gegen den Kolonialismus, die (christliche) Missionstätigkeit und den Jüdischen Staat ohne jedoch Bündnisse eingehen zu müssen. (Diese Strategie) bedingt auch, dass von Fall zu Fall begrenzte Kontakte mit gewissen Machtinhabern hergestellt werden müssen, solange diese Kontakte die shari’a Gesetzgebung nicht verletzen. Man darf ihnen jedoch nicht Loyalität entgegenbringen oder sie ins Vertrauen ziehen; man muss vor Augen halten, dass die Islamische Bewegung der Grund für diese Initiativen ist und dass die Orientierung daher stammt.
Voraussetzung Nr. 8: Die Kunst, mit begrenztem Zeiteinsatz das Bestmögliche zu erreichen, ohne die grundsätzlichen Prinzipien zu missbrauchen, indem man sich stets daran erinnert, dass Allahs Lehre immer angewendet werden muss. Man muss das Passende anordnen und das Unpassende verbieten sowie stets eine dokumentierte Stellungnahme liefern. Wir sollten es jedoch nicht auf eine Konfrontation mit unseren Feinden ankommen lassen, weder auf der lokalen noch auf der  globalen Ebene; dies wäre unverhältnismäßig und würde zu Angriffen auf dawa oder seine Anhänger führen.
Voraussetzung Nr. 9: eine permanente Streitmacht für dawa einrichten und Bewegungen  unterstützen, welche sich in den Gebieten des Islam für den Heiligen Krieg (jihad) engagieren, stufenweise und so weit wie möglich
Voraussetzung Nr. 10: zahlreiche und verschiedenartige Überwachungssysteme an mehreren Standorten unterhalten um einerseits Informationen zu sammeln und andererseits ein einzigartig effizientes Warnsystem einzurichten, welches der weltweiten islamischen Gemeinde dient. In Tat und Wahrheit ergänzen sich Überwachung, politische Entscheidungen und nutzbare Kommunikationssysteme.
Voraussetzung Nr. 11: mittels politischer Planung und jihad  soll sich die palästinensische Sache als Teil des weltweiten islamischen Plans zu Eigen gemacht werden – weil sie schließlich die Schlüsselposition der Renaissance der Arabischen Welt im heutigen Zeitalter darstellt
Voraussetzung Nr. 12: verstehen, wie man Selbstkritik und fortwährende Auswertung der weltweiten islamischen Politik und ihren Zielen ausübt- sowohl betreffend ihres Inhaltes wie auch ihres Vorgehens – um sie zu verbessern. Dies ist eine Pflicht und eine Notwendigkeit aufgrund der Vorschriften der shari’a.

PUNKT 1:  Kenne das Umfeld und eigne dir eine wissenschaftliche Methodik für die  Planung und Ausführung an

A  Bestandteile
Kenne weltweit die einflussreichen Vertreter, ob dies nun islamische, gegnerische oder neutrale Kräfte sind.
Setze die nötigen wissenschaftlichen und technischen Mittel ein für Planung, Organisation, Ausführung und Nachkontrolle.
B  Vorgehensweise
Stelle Beobachtungszentren auf, um Informationen für sämtliche nützliche Zwecke zu sammeln und aufzubewahren; falls nötig, kannst du auch moderne technologische Methoden anwenden.
Gründe Studien- und Forschungszentren und veranlasse Studien zum Thema der politischen Dimension der islamischen Bewegung.
C  Empfohlene Aktionen
Entwerfe eine Zusammenstellung betreffend religiöser und ideologischer Doktrin um eine globale Übersicht der letzten 100 Jahre zu erhalten und analysiere die gegenwärtige Situation im Lichte dieser Aufstellung, einschließlich der Änderungen, welche bereits passiert sind oder die vorausgesehen werden.
Entwerfe eine Aufstellung der weltweiten islamischen Doktrin.
Entwerfe eine Aufstellung der weltweiten islamischen Bewegungen.
Führe gestaffelte politische und wissenschaftliche Studien in verschiedenen islamischen Gebieten mit dem Schwerpunkt auf gegenwärtiges Geschehen durch.
Führe eine wissenschaftliche Studie zum Thema der Geschichte der zeitgenössischen islamischen Bewegungen durch und setze sie ein.

PUNKT 2:  Den Beweis der Ernsthaftigkeit dieser Arbeit erbringen

A  Bestandteile
Klarheit haben über die allgemein anerkannten Ziele von dawa – wie auch über die vorläufigen Ziele – was zu effizienter Ausnutzung, Kanalisierung und Zielgerichtetheit der eingesetzten Energien führt.
Widme genügend Aufwand im Dienste der Arbeiter (für Allah) und koordiniere ihr Bemühen im Hinblick auf das einzige und selbe Ziel.
Erlaube genug Zeitaufwand.
Investiere finanziell in größtmöglichem Umfang.
B  Vorgehensweise
Nütze allen Energieaufwand der Arbeiter im Dienste von dawa, jeder soll auf seinem Niveau mitarbeiten (es wird angenommen, dass jeder sich der Aufgabe, welche ihm übertragen wurde, mit Hingabe widmet).
Mobilisiere die größtmögliche Zahl von Anhängern und Beamten.
Ziehe Geld auf effiziente Weise ein, kontrolliere die Ausgaben und investiere in Bereiche von allgemeinem Interesse.
C  Empfohlene Aktionen
Erstelle ein Gutachten betreffend der Arbeiter (Mitstreiter und Einsatzgebiet sind in Übereinkunft zu bringen)
Stelle einen Stundenplan für die Arbeiter und Spezialisten auf, benütze ihren Einsatz prompt und mit entsprechendem Urteilsvermögen (richtiger Aufwand zum richtigen Zeitpunkt).
Mach dir, soweit wie möglich, finanzielle Institutionen dienstbar, so dass du genügend finanzielle Unterstützung erhältst.

PUNKT 3:  Der internationale Einsatz muss mit den lokalen Gegebenheiten auf flexible Weise in Übereinkunft gebracht werden

A  Bestandteile
Richtlinien definieren, welche weltweit befolgt werden müssen
Auf lokaler Ebene genügend Spielraum für Flexibilität bezüglich jener Themen erlauben, welche mit den allgemeinen Richtlinien der globalen  islamischen Politik nicht in Konflikt geraten können
B  Vorgehensweise
Die Bewegung wird auf globaler Ebene auf allgemeine Art und Weise definieren, was den islamischen (Herrschafts-) Bereich und seine Themen ausmacht. Dies wird den Einsatz von Allen aufgrund von anfänglich festgelegten Prioritäten verlangen.
Die lokale Führerschaft wird aufgrund ihres Vorrechtes die örtlichen Themen bestimmen, in Übereinkunft mit dem Prinzip der Flexibilität und der anfänglich festgelegten Prioritäten.
C  empfohlene Aktionen
Der weltweite islamische Einsatz für die totale Befreiung von Palästina und die Gründung eines islamischen Staates  ist derjenige Missionsauftrag, welcher der globalen Führung zufällt.
Auf lokaler Ebene einen Dialog mit denjenigen führen, welche für die Sache im Einsatz sind, dies in Übereinkunft mit den politischen Richtlinien der Bewegung. Die Form dieses Dialoges wird von der lokalen Führerschaft bestimmt.

PUNKT 4:  Bei unserem politischen Einsatz Isolation vermeiden und fortwährende Ausbildung und Arbeit in Institutionen gewährleisten

A  Bestandteile
In jedem Land soll, entsprechend den örtlichen Gegebenheiten, politisch frei agiert werden, ohne jedoch in Entscheidungsprozesse verwickelt zu werden, welche dem Gebot der shari’a widersprechen.
Jedermann soll eingeladen werden, an Parlaments- und Stadtratssitzungen, sowie an Zusammenkünften gewerkschaftlicher und weiterer Organisationen teilzunehmen, wenn dort im Interesse des Islam und der Muslime Einfluss genommen werden kann.
Einzelne Individuen und nachfolgende Generationen sind aufgrund eines vorgängig entworfenen Planes zu unterrichten und ein Spezialistentraining für verschiedene Aufgaben ist sicherzustellen
Es sind Organisationen im sozialen, ökonomischen und wissenschaftlichen Bereich sowie im Gesundheitswesen einzurichten und es muss in das Gebiet der sozialen Dienste eingedrungen werden, um den Menschen mittels islamischer Institutionen zu dienen
B  Vorgehensweise
Die verschiedenen politischen Umfelder studieren um die Erfolgswahrscheinlichkeit in jedem Land beurteilen zu können
Spezialisierte Studiengruppen in nutzbringenden Bereichen wie Kommunikationssystemen, islamischem Geschichtsunterricht etc. einsetzen
Durchführbarkeitsstudien bezüglich verschiedener Institutionen erstellen und bezüglich individuell verschiedener Prioritäten – je nach Land – auflisten
C  empfohlene Aktionen
Studien durchführen, welche sich auf die Erfahrungen des politischen Islam berufen und Lektionen davon ableiten
Dringliche aktuelle Fragen sind aus der Perspektive islamischer Politik zu beurteilen
Wichtige Fragen auf lokaler Ebene, z.B. betreffend Arbeiter, Gewerkschaften etc. in den Islamischen Kontext stellen
Eine Anzahl von Institutionen im ökonomischen und sozialen Bereich, sowie im Gesundheits- und Bildungsbereich errichten, soweit die Mittel reichen um den Menschen im islamischen Kontext zu dienen

PUNKT 5:  Sich der Gründung eines islamischen Staates widmen, parallel dazu Bemühungen stufenweise und zielgerichtet einsetzen, um Kontrolle über die lokalenMachtzentren durch institutionalisiertes Vorgehen zu gewinnen

A  Bestandteile
Gedankengut, Bildung und Handlung so in Bahnen lenken, dass eine islamische Regierung weltweit an die Macht kommen kann
Lokale und globale Machtzentren dahingehend beeinflussen, dass sie dem Islam dienen
B  Vorgehensweise
Eine wissenschaftliche Studie über die Möglichkeit erstellen, das Reich Gottes weltweit aufgrund festgesetzter Prioritäten einzurichten
Lokale und weltweite Machtzentren dahingehend untersuchen,  ob sie (islamischem) Einfluss ausgesetzt werden können
Eine zeitgenössische Studie betreffend dem Konzept der Unterstützung für dawa durchführen, insbesondere im Hinblick auf einflussreiche Persönlichkeiten
C  empfohlene Aktionen
Eine islamische Verfassung aufgrund der bisher geleisteten Bemühungen entwerfen
Islamische Gesetze, Zivilgesetzgebung etc. entwerfen
Innerhalb verschiedener einflussreicher Institutionen arbeiten und sie im Dienste des Islam gebrauchen
Arbeitsmaterial von ökonomischen, sozialen und anderen spezialisierten islamischen Institutionen verwerten

PUNKT 6:  In loyaler Art und Weise mit anderen islamischen Gruppen und Institutionen in verschiedenen Bereichen auf gemeinsamer Grundlage Seite an Seite arbeiten um „in den Bereichen wo man sich geeinigt hat zusammenzuarbeiten und die Uneinigkeiten beiseite zu legen”

A  Bestandteile
Das islamische Werk auf eine einzige Ausrichtung hin koordinieren, was erlaubt, die Grundlagen für das Wachstum der islamischen Gesellschaft und der Hingabe an die Macht Gottes auf der Erde festzulegen
Jeder Mitstreiter soll sein Tätigkeitsgebiet in Übereinstimmung mit seiner Leistungsfähigkeit aussuchen, in Loyalität und mit dem Willen zu koordiniertem Handeln
B  Vorgehensweise
Die wahre Natur der islamischen Bewegungen analysieren, ihre Erfahrungen auswerten und Pläne für die Zusammenarbeit zwischen ihnen entwickeln
Vermeiden, neue islamische Bewegungen in einem Land zu errichten, in welchem schon eine tätig ist; es wird nur eine aufrichtige und vollkommene Bewegung geben
C  empfohlene Aktionen
In jedem Land die Bemühungen aller, welche für den Islam arbeiten koordinieren und einen guten Kontakt zwischen ihnen herstellen ob sie nun individuell oder in einer Gruppe arbeiten
Die existierenden Meinungsverschiedenheiten unter den islamischen Mitstreitern reduzieren und ihre Konflikte im Rahmen der shari’a Gesetzgebung lösen

PUNKT 7:  Anwendung des Prinzips zeitlich begrenzter Zusammenarbeit zwischen islamischen und nationalistischen Bewegungen in allgemeinen Bereichen und auf gemeinsamer Basis wie zum Beispiel im Kampf gegen den Kolonialismus, die (christliche) Missionstätigkeit und den Jüdischen Staat ohne jedoch Bündnisse eingehen zu müssen. Diese Strategie bedingt auch, dass von Fall zu Fall begrenzte Kontakte mit gewissen Machtinhabern hergestellt werden müssen, solange diese Kontakte die shari’a Gesetzgebung nicht verletzen. Man darf ihnen jedoch nicht Loyalität entgegenbringen oder sie ins Vertrauen ziehen; man muss vor Augen halten, dass die Islamische Bewegung der Grund für diese Initiativen ist und dass die Orientierung daher stammt.

A  Bestandteile
Alle Bemühungen gegen die Mächte des Bösen zusammenführen in Übereinkunft mit dem Prinzip, dass man „das Böse mit dem weniger Bösen bekämpfen muss“
Diese Zusammenarbeit muss auf die Führerschaft oder eine eingegrenzte Anzahl von Individuen beschränkt werden um die Vorteile vollumfänglich auszunutzen und die Nachteile zu verringern
Aus der Perspektive der vorgängig definierten Ziele für dawa arbeiten
B  Vorgehensweise
Eine Studie erstellen, um Bereiche gegenseitiger Unterstützung zwischen muslimischen und anderen Bewegungen zu evaluieren, und Schlüsse daraus ziehen
Bereiche zu untersuchen, welche Zusammenarbeit erlauben und die Grenzen abstecken
Die Philosophie und strategische Pläne anderer Bewegungen untersuchen
C  empfohlene Aktionen
Jedes Land soll in Zukunft die Möglichkeit für verstärkte inländische Zusammenarbeit untersuchen

PUNKT 8:  Die Kunst, mit begrenztem Zeiteinsatz das Bestmögliche zu erreichen, ohne die grundsätzlichen Prinzipien zu missbrauchen, indem man sich stets daran erinnert, dass Allahs Lehre immer angewendet werden muss. Man muss das Passende anordnen und das Unpassende verbieten sowie stets eine dokumentierte Stellungnahme liefern. Wir sollten es jedoch nicht auf eine Konfrontation mit unseren Feinden ankommen lassen, weder auf der lokalen noch auf der  globalen Ebene; dies wäre unverhältnismäßig und würde zu Angriffen auf dawa oder seine Anhänger führen.

A  Bestandteile
Erziehungssysteme untersuchen und die typische moderne Erziehung nicht im Übermaß anwenden, da sie nicht mit der Wirklichkeit in Übereinstimmung ist, keine Flexibilität beinhaltet und schwerwiegende Konsequenzen haben könnte wie z.B. der Konflikt zwischen Individuen wegen einer simplen Bemerkung oder eines kleinen Misserfolges
In Form von Reden, Kommuniqués und Büchern eine dokumentierte und wissenschaftliche Sichtweise veröffentlichen, welche auf Ereignissen fußt, die wichtig für die ummah sind
Verhindern, dass die Bewegung in größeren Auseinandersetzungen geschwächt wird; dies könnte die Gegner veranlassen, ihr einen verhängnisvollen Schlag zu erteilen
B  Vorgehensweise
Eine Studie über die Erfahrungen islamistischer Bewegungen erstellen um deren verhängnisvolle Fehler zu verhindern
Erziehungsmethoden entwickeln, welche gemäß unseren Prinzipien gleichzeitig exemplarisch, realistisch und wahrheitsgetreu sind und die gleichzeitig flexibel genug sind, um die Realität zu konfrontieren
C  empfohlene Aktionen
Einführungsprogramme für die Gläubigen entwickeln und diese auf Grund gemachter Erfahrungen weiterentwickeln.
Individuen gemäß moderner Erziehungsmethoden vorbereiten

PUNKT 9:  Eine permanente Streitmacht für dawa einrichten und Bewegungen  unterstützen, welche sich in den Gebieten des Islam für den Heiligen Krieg (jihad) engagieren, stufenweise und so weit wie möglich

A  Bestandteile
Dawa mit der nötigen Streitmacht schützen und die Sicherheit auf lokaler und internationaler Ebene garantieren
Mit allen neuen Bewegungen welche sich für jihad  einsetzen, weltweit Kontakt aufnehmen, sowie auch mit muslimischen Minderheiten, und sie, wo nötig, vereinen und die Zusammenarbeit unterstützen
Jihad  aufrechterhalten und in der ganzen ummah anfachen
B  Vorgehensweise
Eine autonome Sicherheitsstreitkraft etablieren um dawa und die Gläubigen lokal und weltweit zu schützen
Bewegungen untersuchen, welche sich sowohl in der muslimischen Welt als auch zwischen den muslimischen Minoritäten für jihad einsetzen um sie besser verstehen zu können
C  empfohlene Aktionen
Brücken schlagen zwischen Bewegungen welche sich für jihad  in der muslimischen Welt einsetzen und zwischen muslimischen Minoritäten und sie soweit wie möglich unterstützen innerhalb eines gesetzten Bezugsrahmens für Zusammenarbeit

PUNKT 10:  Zahlreiche und verschiedenartige Überwachungssysteme an mehreren Standorten unterhalten um einerseits Informationen zu sammeln und andererseits ein einzigartig effizientes Warnsystem einzurichten, welches der weltweiten islamischen Gemeinde dient. In Tat und Wahrheit ergänzen sich Überwachung, politische Entscheidungen und nutzbare Kommunikationssysteme.

A  Bestandteile
Politisch wirksame Entscheidungen fällen um wichtige und präzise Informationen zu sammeln
Islampolitisches Gedankengut so verbreiten, dass von den Medien breit gefächert und effizient darüber berichtet wird
B  Vorgehensweise
Ein modernes Überwachungssystem mittels fortgeschrittener Technologie (welche  wenn möglich an den oben erwähnten Forschungszentren hergestellt wird) erschaffen
Ein wirkungsvolles und seriöses Medienzentrum einrichten
C  empfohlene Aktionen 
Die Muslime betreffend der Gefahren welche sie bedrohen und der internationalen Verschwörungen welche gegen sie gerichtet sind warnen
Unsere Anschauung betreffend gegenwärtiger Ereignisse und zukünftiger Problemstellungen bekannt machen

PUNKT 11:  Mittels politischer Planung und jihad  soll sich die palästinensische Sache als Teil des weltweiten islamischen Plans zu Eigen gemacht werden – weil sie schließlich die Schlüsselposition der Renaissance der arabischen Welt im heutigen Zeitalter darstellt

A  Bestandteile
Islamische Anschauungen über alle Bereiche, Probleme und Lösungsansätze der palästinensischen Sache liefern, dies basierend auf den Vorschriften des Islam
Die Gemeinde der Gläubigen für den jihad in Bezug auf die Befreiung Palästinas vorbereiten [man kann derummah die Pläne der islamischen Bewegung verständlich machen, vor allem wenn uns der Sieg gewiss ist], falls Gott es so will.
Eine bescheidene Kerngruppe für den jihad in Palästina  gründen und sie nähren, damit die Flamme, welche die Strasse zur Befreiung von Palästina erhellt, erhalten bleibt und demzufolge die palästinensische Sache bis zum Moment der Befreiung andauern kann
B  Vorgehensweise
Genügend Kapital für die Verewigung des jihad  auftreiben
Eine Studie über die Situation der Muslime und des Feindes im besetzten Palästina  erstellen
C  empfohlene Aktionen
Studien erstellen über die Juden, die Feinde der Muslime und die Unterdrückung, welche diese unseren Brüdern im besetzten Palästina auferlegen, sowie predigen und publizieren
Gegen ein Gefühl von Niederlage innerhalb der ummah ankämpfen, defätistische Lösungen zurückweisen sowie aufzeigen dass eine Versöhnung mit den Juden unsere Bewegung und ihre Geschichte unterwandert
Vergleichende Studien zu den Kreuzzügen und Israel herstellen und (zeigen, dass der Sieg dem Islam gehören wird)
Zellen für den jihad in Palästina errichten und fördern, damit sie das ganze Gebiet des besetzten Palästinas bedienen können
Eine Verbindung zwischen den Kämpfern für den jihad in Palästina und denjenigen der übrigen islamischen Welt herstellen
Ein Hassgefühl gegenüber den Juden nähren und jegliche Koexistenz verweigern

PUNKT 12:  Verstehen, wie man Selbstkritik und fortwährende Auswertung der weltweiten islamischen Politik und ihren Zielen ausübt – sowohl betreffend ihres Inhaltes wie auch ihres Vorgehens – um sie zu verbessern. Dies ist eine Pflicht und eine Notwendigkeit aufgrund der Vorschriften der shari’a.

A  Bestandteile

Konstruktive Selbstkritik üben um Fallen zu vermeiden
Mit fortwährender Auswertung auf wissenschaftlicher Basis vorgehen um den Aufbau der geeigneten Politik voranzutreiben
Es muss eine klare und wichtige Zielsetzung sein, islamische Politik zu verbessern und von vergangenen Erfahrungen zu lernen.
B  Vorgehensweise
Gegenwärtige Praktiken evaluieren und von vergangenen Erfahrungen profitieren
Die Machtinhaber verschiedener Länder um ihre Ansicht anfragen betreffend Richtung, Methoden und Resultate
C  empfohlene Aktionen
Ein offizielles Dokument über weltweite islamische Politik erstellen
Die Länder, Machtinhaber und die Bevölkerung darauf aufmerksam machen
Damit beginnen, diese Politik anzuwenden, sie jährlich auszuwerten und wenn nötig zu verbessern

Originalartikel DerProphet.info

In einem gleißenden Feuerwerk der Finanzkraft haben Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate 8 Milliarden Dollar an einem einzigen Tag in die Kassen der ägyptischen Armeeführung gepumpt in Form von Bargeld, Subventionen, zinslosen Krediten und Benzinspenden, eine schwindelerregende lebensrettende Infusion in die taumelnde Wirtschaft.

Summen dieses Ausmaßes in einem einzigen Tag lockerzumachen – oder selbst in einem Monat – übersteigt die Kapazität fast jeder Weltmacht, selbst der USA und Rußlands, in diesen Zeiten wirtschaftlicher Schwierigkeiten. Die arabischen Ölkolosse haben damit die Ansprüche Irans auf den Status einer Regionalmacht deutlich in den Schatten gestellt. Am Dienstag, den 9. Juli, nur sechs Tage nachdem die ägyptische Armee Präsident Mohammed Mursi von der Moslem-Bruderschaft gestürzt hat, landete eine Delegation der Vereinigten Arabischen Emirate bestehend aus Außen- und Energieminister sowie dem nationalen Sicherheitsberater in Kairo. Sie kamen mit einem Geschenk über 1 Milliarde Dollar als Subvention und weiteren 2 Milliarden als langfristige Kredite in der Tasche. In wohl geplanten Schritten trat danach Saudi-Arabien vor mit einem 5-Milliarden-Paket, aus dem eine Einmalzahlung von 2 Milliarden Dollar noch am selben Tag an Ägyptens Staatsbank überwiesen wurde, dazu Benzin im Wert von 2 Milliarden als Geschenk, und eine weitere Milliarde, um die nachgebende ägyptische Währung zu stützen. Die Lieferung von Finanzhilfen zweier arabischer Regierungen an eine dritte in diesem Ausmaß und an einem einzigen Tag ist ohne Beispiel im Nahen Osten, oder, in der Tat, der ganzen Welt. Zum Beginn der Feiern des Ramadan können sich 84 Millionen Ägypter auf ein anständiges Mahl am Ende ihres Fastenmonats freuen. Dieser Fluß der Freigebigkeit war das Ergebnis einer Entwicklung, die zuerst von DEBKAfile in der letzten Woche aufgedeckt wurde: Das Oberkommando des ägyptischen Militärs hat nicht alleine gehandelt, als seine Befehlszentrale die Machtübernahme vom 3. Juli von der Moslem-Bruderschaft geplant hatte; sie war bis ins letzte Detail koordiniert mit den Herrscherpalästen der Saudis und der Emirate und ihren Nachrichtendiensten. Die letzte Ausgabe Nr. 594 von DEBKA Weekly vom 5. Juli brachte Details über den Mechanismus aus Militär und Nachrichtendiensten zwischen diesen drei Regierungen. Die kommende Ausgabe vom Freitag, den 12. Juli bietet weitere Enthüllungen darüber, wie dieser Mechanismus dazu entworfen ist, die traditionelle Bedeutung des vom Konflikt zerrissenen Landes, des bevölkerungsreichsten in der arabischen Welt, wiederherzustellen. Kairo kommt die Führungsrolle in einem sunnitisch-moslemischen Block zu, der sich vom Golf bis nach Kairo erstreckt (mit Spielraum für stille Kooperation mit Israel), um der Herausforderung zu widerstehen, die die Allianz aus Rußland, Iran, Syrien und der libanesischen Hisbollah darstellt. Der Petrodollarregen über Ägypten hörte nicht bei den 8 Milliarden von Saudi-Arabien und den Emiraten auf: Kuwait hat weitere 5 Milliarden versprochen — später auf 4 Milliarden abgeändert — in einem geheimen Communiqué an Riad. Diese werden nach den Parlamentswahlen des Scheichtums am 27. Juli freigegeben, und so die Zuschüsse der arabischen Golfstaaten auf die atemberaubende Summe von 12 Milliarden Dollar erhöhen. Freundliche Beihilfe in dieser Größenordnung scheint die Bedeutung von Washingtons Dilemma über die Fortsetzung seines 1,3 Milliarden Dollar schweren Hilfspakets, von denen 700 Millionen dieses Jahr fällig würden, an Ägypten nach dem Militärputsch zu verringern. Die Andeutung, daß die US-Hilfen dazu verwendet werden könnten, Ägyptens „umgehende Rückkehr zu einer demokratisch gewählten, zivilen Regierung“ zu beschleunigen, verliert ihre Kraft, indem Saudi-Arabien und die Emirate beide garantieren, jegliche Rückstände bei der US-Hilfe an Ägypten auszugleichen. Am 26 Juni prahlte der syrische Vize-Premierminister Kadri Jamil damit, daß Moskau, Peking und Teheran eine halbe Milliarde pro Monat zu Syriens Kriegskasse beitrügen. „Es ist gar nicht so schlecht, Rußland, China und den Iran auf seiner Seite zu haben,“ meinte er hämisch. Ägypten kann nun für sich in Anspruch nehmen, Syrien in der Auslandshilfe bei weitem überflügelt zu haben — 12 Milliarden Dollar in einem einzigen Monat, verglichen mit lediglich 6 Milliarden innerhalb eines Jahres.

Originalartikel PI News

Dr. Sabine Schiffer ist Leiterin des Instututs für Medienverantwortung und eine der führenden Verteidigerinnen des Islam. Sie verneint sowohl die Tatsache einer (geplanten) Islamisierung Deutschlands als auch die Frage, ob der Islam eine gewalttätige Religion ist. Die Islamkritik ist für sie die Folge des schlechten Bildes, das der Islam in den Medien hat – und natürlich auch Folge der Kritik in den islamkritischen Blogs wie diesem.

Frau Dr. Sabine Schiffer gehört zur Zunft der Publizisten und Autoren. Sie leitet das anderthalb Frau-Institut für Medienverantwortung in Erlangen. Patrick Bahners, eine ihr geistig verwandte Seele bezüglich der Islamapologetik, bezeichnet sie als Medienwirkungsforscherin; d.h., sie popelt in den Medien und fördert böse Islamkritik zutage. Henryk M. Broder hat sie mal liebevoll als das „Orakel von Erlangen“ tituliert – der Begriff passt bei weitem besser. Besonders aufgefallen ist sie durch ihr mit einem Co-Autor verfasstes Buch „Antisemitismus und Islamophobie – ein Vergleich“. Allein dieser Vergleich ist schon antisemitisch, denn Antisemitismus ist eine spezielle gegen Juden gerichtete Form des Rassismus, wohingegen es sich beim Begriff Islamophobie um „einen unwissenschaftlicher Kunstbegriff handelt, der legitime Kritik an der totalitären Ideologie des Islams pathologisieren und somit Kritiker des Islams mundtot machen soll. Frauen, die sich im Iran im Zuge der islamischen Machtergreifung 1979 nicht der islamischen Kleiderordnung (Totalverhüllung) unterwerfen wollten, wurde staatlicherseits der Vorwurf der Islamophobie gemacht, bevor manchen von ihnen der Schleier buchstäblich auf den Kopf genagelt wurde.“ (Zitiert aus den FAQ der Bürgerbewegung Pax Europa (BPE). Pierre Cassen, der Gründer der französischen Intersite Riposte Laïque, bezeichnet diesen Vergleich als obszön. Aber das stört unsere Dame nicht weiter. Unter einer Phobie versteht man eine nicht rational erklärbare Angst (Arachnophobie ist beispielsweise die Angst vor Spinnen). Islamophobie ist letztendlich eine unsachliche Bezeichnung für Islamkritik, denn diese Angst ist sehr wohl rational erklärbar, und das nicht erst seit 9/11. Und diese mit Antisemitismus, d. h. Rassismus gleichzusetzen, ist schon rassistisch. Islamkritik richtet sich gegen eine als Religion getarnte poltische Ideologie.  Antisemitismus richtet sich gegen die Juden, die sich nicht nur als Religionsgemeinschaft, sondern auch als Volk begreifen. Islam ist keine Rasse. Dieser Ideologie gehören Menschen aus der ganzen Welt an. Es eint sie der Hass auf die Ungläubigen. Keiner hat Frau Schiffer besser beschrieben als Henryk M. Broder:

  • (…) drücken wir dem Orakel von Erlangen die Daumen, dass es auch weiterhin in der Lage sein möge, mit wissenschaftlicher Inkompetenz, faktischer Inkonsistenz und sprachlicher Inkontinenz den Diskurs über den Islam zu bereichern.

Mit anderen Worten: was die Schiffer über Islam und Islamkritik von sich gibt ist Schwachsinn in Potenz. So schreibt sie:

  • „Die Auswahl bestimmter Aspekte aus der so genannten islamischen Welt und die Kombination verschiedenster Informationsfetzten über Jahrzehnte hinweg haben für eine eine verknüpfte Wahrnehmung disperatester  Motive mit dem Islam gesorgt, die eigentlich allen möglichen soziologischen Faktoren zuzuordnen sind und die inzwischen dazu beitragen, dass Islamisten oder gar Muslimen ihre Menschenrechte abgesprochen werden.“

Ehrenmorde, weibliche Genitalverstümmelung, Zwangsverheiratung, die Steinigung der Apostaten, derartige Verbrechen werden weniger von den Inuit in Canada, sondern vielmehr von Mohammedanern begangen. Auch christliche Südsudanesen pflegen diese Verbrechen eher selten zu begehen. Im übrigen hat sich die Islamkritik erst als zaghaftes Pflänzchen nach 9/11 entwickelt, vorher gab es keine dezidiert islamkritischen Blogs. Frau Schiffer ergeht sich:

  • „Die subtilen Bewegungslinien der frühen islamistischen Ideologien werden nicht nachvollzogen. So bleibt einem Großteil der Öffentlichkeit verschleiert, dass Hassan al-Banna, der Begründer der Muslimbruderschaft in Ägypten, die islamischen Tugenden für eine durchaus optimierungsbedürftige Moderne nutzbar machen wollte.“

Hassan al-Banna war ein Antisemit ersten Ranges und großer Verehrer Hitlers, das verschweigt Frau Schiffer natürlich. Und was an dieser Moderne so optimierungsbedürftig sein soll, das teilt sie uns auch nicht mit, weil sie dazu nicht in der Lage ist. Bei der Muslimbruderschaft handelt es sich ganz klar um eine Terrororganisation, die Europa islamisieren will, Tariq Ramadan, der Enkel al-Bannas, vertritt sie hier auf europäischer Ebene. In ihrem neuesten Elaborat, einem Artikel in der Rheinischen Zeitung über den Mord an Marwa el Sherbini schreibt sie:

  • „Dabei ist eine solche Tat, in der der Täter sein Opfer als „Islamistin“ und „Terroristin“ beschimpfte, ein eindeutiges Signal, dass die Saat der antiislamischen Hassprediger wie auch deren Pendants der sinn-induktiven Verknüpfung von Gewaltthemen mit Symbolen des Islams in den Mainstream-Medien aufgeht. Wenn sich die Politik weiterhin wie bisher dilettantisch mit dem Erstarken eines antiislamischen Ressentiments als Ausdruck von Meinungsfreiheit befasst und Probleme ausschließlich aufseiten von Muslimen vermutet, werden wir die längst gerufenen Geister bald nicht mehr bändigen können.“

Bei der sinn-induktiven Verknüpfung von Gewaltthemen mit Symbolen des Islams handelt es sich natürlich um ein fürchterliches Verbrechen gegen die Religion des Friedens™. Die Karikaturen der dänischen Zeichner waren letztendlich nur Klartext in Bildern, denn sie bewiesen, wie gewalttätig die Religion des Friedens™ ist. Aber Frau Schiffer geht es in erster Linie um die Bändigung der Meinungsfreiheit: als gute autoritätsgläubige Deutsche mag sie dem Mitbürger nicht all zu viel Freiheit zugestehen. Der Obrigkeit gehorchen ist die erste Pflicht für Jud‘ und Christ. So dichtete schon Heinrich Heine, der wusste auch ein Lied von der gebändigten Meinungsfreiheit zu singen. Freiheit ist den in kollektivistisch verhafteten Denkmustern Beheimateten immer schon ein Gräuel gewesen. Frau Schiffer zitiert den Täter Alexander Wiens:

  • Jeder weiß, dass der Islam eine gefährliche und verrückte Religion ist, deren Angehörige die anderen „Nichtislamisten“ für unrichtige Menschen halten, die es entweder zu bekehren oder zu vernichten gilt. Ganz zu schweigen dass derjenige Teil der Islamisten, die in Deutschland leben, auf keinen Fall das Land und deren Kultur akzeptieren wollen, sondern sie geben sich alle Mühe, es unbedingt nach ihrem Geschmack und seinen verrückten religiösen Vorstellungen zu verändern, anstatt sich selbst anzupassen. Angesichts des allen ist durchaus verständlich, dass ich sie für Feinde halte und versuche nach Möglichkeit nicht mit ihnen in Kontakt zu kommen. Falls sie trotzdem in meine Privatsphäre eindringen wollen, trotz meiner Warnungen, werde ich schnell nervös. Keiner auf der ganzen Welt kann mir vorschreiben, dass ich Feinde in meiner Nähe tolerieren muss…

Wiens ist geisteskrank, das wurde von der russischen Armee bestätigt, aus der er entlassen wurde, er leidet unter Schizophrenie, aber nichts desto trotz weiss er, wie der Islam in Europa tickt. Offensichtlich kennt er sich besser aus, als SS, die Frau mit den richtigen Initialen.

Von Hannah Zacharias (jüdische Naturwissenschaftlerin mit Wohnsitz in Deutschland).

Originalartikel Michael Mannheimer Blog

Middle East Quarterly Winter 2005
Lorenzo Vidino ist stellvertretender Direktor bei Investigative Project, einem Antiterror-Forschungsinstitut mit Sitz in Washington, D.C.

Seit ihrer Gründung 1928 hat die Muslim-Bruderschaft (Hizb al-Ikhwan al-Muslimun) das politische Leben des Nahen Ostens zutiefst beeinflusst. Ihr Motto ist: Allah ist unser Ziel. Der Prophet ist unser Führer. Der Koran ist unser Gesetz. Jihad ist unser Weg. Auf dem Weg Allahs zu sterben ist unsere größte Hoffnung.“[1] Die radikalen Ideen der Bruderschaft haben zwar den Glauben von Generationen von Islamisten geformt, aber über den Verlauf der letzten zwei Jahrzehnte hat sie etwas von ihrer Macht und Anziehungskraft im Nahen Osten verloren; sie wurde durch die harte Unterdrückung durch örtliche Regime zerschlagen und von den jüngeren Generationen von Islamisten vor den Kopf gestoßen, die oft noch radikalere Organisationen bevorzugen. Aber der Nahe Osten ist nur ein Teil der muslimischen Welt. Europa ist ein Brutkasten für islamistisches Denken und politische Entwicklung geworden. Seit den frühen 1960-er Jahren sind Mitglieder der Muslim-Bruderschaft wie Sympathisanten nach Europa gezogen und errichteten langsam, aber stetig ein weites und gut organisiertes Netzwerk aus Moscheen, Wohlfahrts-Verbänden und islamischen Organisationen. Anders als die große islamische Gemeinschaft dürfte das Endziel der Muslim-Bruderschaft nicht nur einfach sein Muslimen zu helfen die besten Staatsbürger zu sein, die es gibt“, sondern das islamische Recht auf Europa und die Vereinigten Staaten auszudehnen.[2] Vier Jahrzehnte Lehre und Kultivierung haben sich ausgezahlt. Die studentischen Flüchtlinge, die vor vierzig Jahren aus dem Nahen Osten abwanderten, und ihre Nachfahren führen heute Organisationen, die die örtlichen muslimischen Gemeinschaften in ihren Engagement mit Europas politischer Elite repräsentieren. Finanziert durch generöse Spender vom Persischen Golf, stehen sie einem zentralisierten Netzwerk vor, das sich über fast jedes europäische Land erstreckt. Diese Organisatoren stellen sich als Mainstream dar, obwohl sie weiterhin die radikalen Ansichten der Bruderschaft vertreten und Verbindungen zu Terroristen pflegen. Mit moderater Rhetorik und gut klingendem Deutsch, Holländisch und Französisch haben sie bei den europäischen Regierungen wie in den Medien Akzeptanz gewonnen. Politiker aus dem gesamten politischen Spektrum eilen zu ihnen, wann immer eine Frage aufkommt, die Muslime involviert oder, eingeschränkter, wenn sie die Stimmen der knospenden muslimischen Gemeinde gewinnen wollen. Wenn sie aber auf Arabisch oder Türkisch vor ihren Mitmuslimen reden, lassen sie die Maske fallen und befürworten Radikalismus. Während ihre Repräsentanten im Fernsehen von Dialog zwischen den Religionen und Integration reden, predigen ihre Moscheen Hass und warnen die Beter vor dem Bösen der westlichen Gesellschaft. Während sie öffentlich die Morde an Pendlern in Madrid oder an Schulkindern in Russland verurteilen, sammeln sie weiter Geld für Hamas und andere Terror-Organisationen. Im Eifer einen Dialog mit ihrer zunehmend entfremdeten muslimischen Minderheit zu schaffen, übersehen die Europäer diese Doppelzüngigkeit. Das ist besonders in Deutschland zu sehen, das weiterhin eine Schlüsselrolle in Europa spielt; nicht nur wegen seiner Lage im Herzen Europas, sondern auch weil es den Gastgeber der ersten großen Einwanderungswelle der Muslim-Bruderschaft spielte und die am besten organisierte Bruderschafts-Präsenz beherbergt. Die Reaktion der deutschen Regierung ist also aufschlussreich – und wenn es nur dazu dient die Gefahren aufzuzeigen, die dadurch entstehen, wenn das Reden der Muslim-Bruderschaft für bare Münze genommen wird, ohne sich die ganze Bandbreite ihrer Aktivitäten zu betrachten.

Die Muslim-Bruderschaft

Die Lage in Deutschland ist besonders viel sagend. Mehr als irgendwo sonst in Europa hat die Muslim-Bruderschaft in Deutschland bedeutend an Macht und politischer Akzeptanz gewonnen. Islamistische Organisationen in anderen europäischen Ländern folgen nun bewusst dem Modell, das von ihren deutschen Freunden erprobt wurde. In den 1950-er und –60-er Jahren verließen Tausende muslimischer Studenten die Nahen Osten, um an deutschen Universitäten zu studieren; sie wurden nicht nur vom technischen Ruf der deutschen Institutionen angezogen, sondern auch von dem Wunsch den repressiven Regimen zu entkommen. Das Regime des ägyptischen Herrschers Gamal Abdel Nasser war beim Versuch, die islamistische Opposition auszumerzen besonders energisch. Ab 1954 flohen verschiedene Mitglieder der Muslim-Bruderschaft aus Ägypten, um der Verhaftung oder Ermordung zu entgehen. Westdeutschland bot eine willkommene Zuflucht. Bonns Motivation war nicht ganz uneigennützig. Terrorismus-Experte Khalid Durán erklärte in seinen Studien zum Jihadismus in Europa[3], dass die westdeutsche Regierung sich entschieden hatte die diplomatischen Beziehungen mit Staaten abzubrechen, die Ostdeutschland anerkannten. Als Ägypten und Syrien diplomatische Beziehungen mit der kommunistischen Regierung aufnahmen, entschied sich Bonn politische syrische und ägyptische Flüchtlinge willkommen zu heißen. Diese Dissidenten waren oft Islamisten. Viele Mitglieder der Muslim-Bruderschaft waren bereits mit Deutschland vertraut. Einige hatten mit den Nazis vor und während des Zweiten Weltkriegs kooperiert.[4] Es gibt Berichte, dass einige sogar in der berüchtigten bosnischen Handschar-Division der SS gekämpft haben.[5]Einer der ersten Pioniere der Muslim-Bruderschaft in Deutschland war Sa’id Ramadan, der persönliche Sekretär des Gründers der Muslim-Bruderschaft, Hassan al-Banna.[6] Ramadan ist ein Ägypter, der 1948 die irregulären Kämpfer der Muslim-Bruderschaft in Palästina anführte[7]; er zog 1958 nach Genf und studierte in Köln Jura.[8] In Deutschland gründete er die Organisation, die eine von Deutschlands drei größten Muslim-Organisationen geworden ist, die Islamische Gemeinschaft Deutschland (IGD), der er von 1958 bis 1968 vor stand.[9] Ramadan war auch Mitgründer der Muslimischen Weltliga[10], einer finanziell gut ausgestatteten Organisation, die das saudische Establishment benutzt um seine radikale Interpretation des Islam weltweit zu verbreiten. Die US-Regierung beobachtet die Aktivitäten der Muslimischen Weltliga sehr genau, denn sie beschuldigt diese der Finanzierung des Terrorismus. Im März 2002 durchsuchte ein vom US-Finanzamt angeführter Stoßtrupp die Büros der Gruppe in Nordvirginia und suchte nach Dokumenten, die sie zu Al-Qaida, Hamas und dem Palästinensischen Islamischen Jihad in Verbindung bringen. Im Januar 2004 forderte der Finanzausschuss den Internen Rechnungsprüfungsausschuss auf, seine Aufzeichnungen zur Muslimischen Weltliga als Teil der Untersuchung möglicher Verbindungen zwischen Nicht-Regierungs-Organisationen und Terrorfinanzierungs-Netzwerke.“[11] Diese privilegierte Beziehung mit dem ölreichen Königreich garantierte Ramadan den Zustrom von Geld, das er nutzte um das mächtige Islamische Zentrum in Genf zu finanzieren und verschiedene finanzielle und religiöse Aktivitäten zu bezahlen. Hani Ramadan, Sa’ids Sohn, leitet derzeit das Islamische Zentrum. Zu den Vorstands-Mitgliedern gehört Sa’ids anderer Sohn, Tarik Ramadan, der vor Kurzem in den USA Schlagzeilen machte, als das Ministerium für Heimatsicherheit sein Visum zurückzog, mit dem er an der Notre Dame University lehren konnte.[12] Sa’id Ramadan ist kein Einzelfall.[13]

Nach Ramadans 10-jähriger IGD-Präsidentschaft führte kurz der Pakistani Fazal Yazdani die IGD, bevor Ghaleb Himmat das Ruder übernahm. Er ist Syrer mit italienischem Pass. Während seiner langen Führung (1973-2002) pendelte Himmat zwischen Italien, Österreich, Deutschland, der Schweiz und den USA.[14] Geheimdienste in der ganzen Welt haben lange Himmats Terror-Verbindungen untersucht. Er ist einer der Gründer der al-Taqwa-Bank, einem machtvollen Konglomerat, das vom italienischen Geheimdienst „Bank der Muslim-Bruderschaft“ genannt worden ist, die seit den 1990er Jahren, wenn nicht früher schon, Terrorgruppen finanziert hat.[15] Himmat half einem der Finanzgenies der Muslim-Bruderschaft, Yussef Nada, Al-Taqwa und ein Netz von Firmen zu führen, die in der Schweiz, Liechtenstein und den Bahamas usw. ihre Sitze hatten, wo es wenig Regulationen zur Herkunft von Geldern oder ihrem Bestimmungsort gibt. Himmat wie Nada schleusten große Summen an Gruppen wie Hamas und die Algerische Islamisch Rettungsfront[16] und richteten einen geheimen Kredit für einen hochrangigen Mitarbeiter von Osama bin Laden.[17] Im November 2001 benannte das US-Finanzministerium Himmat wie Nada als Terror-Finanziers.[18] Nach Angaben des italienischen Geheimdienstes finanzierte das Al-Taqwa-Netzwerk eine Reihe islamischer Zentren in ganz Europa[19] und viele islamistische Veröffentlichungen, darunter Risalatul Ikhwan“[20], die offizielle Zeitschrift der Muslim-Bruderschaft. Nachdem das US-Finanzministeriums ihn auf seine Liste gesetzt hatte, trat Himmat als Präsident der IGD zurück. Sein Nachfolger war Ibrahim el-Zayat, ein 36-Jähriger ägyptischer Herkunft und charismatischer Führer zahlreicher Studenten-Organisationen. Die Tatsache, dass die IGD-Leiter Ramadan und Himmat zu den prominentesten Mitgliedern der Muslim-Bruderschaft des letzten halben Jahrhunderts gehören, deutet auf Verbindungen zwischen der IGD und der Ikhwan hin. Darüber hinaus nannten Berichte der Verfassungsschutz-Organisationen verschiedener deutscher Bundesländer die IGD offen einen Ableger der Muslim-Bruderschaft.[21] Insbesondere der ägyptische Zweig der Muslim-Bruderschaft hat nach diesen Berichten die IGD von Anfang an dominiert.[22] Die Muslim-Bruderschaft, geführt von Ramadan und Himmat[23], sponserte 1960 den Bau des imposanten Islamischen Zentrums München,[24] wobei ihr hohe Spenden von Herrschern des Nahen Ostens halfen, so z.B. König Fahd von Saudi Arabien, der nach einem Bericht der Süddeutschen Zeitung von 1967 80.000 Mark dazu gab.[25] Das Innenministerium von Nordrhein-Westfalen sagt, dass das Islamische Zentrum München seit seiner Gründung eines der europäischen Hauptquartiere der Bruderschaft gewesen ist.[26] Das Zentrum gibt eine Zeitschrift heraus, Al-Islam. Dessen Arbeit wird (nach einem italienischen Geheimdienst-Dossier)[27] von der Bank al-Taqwa finanziert. Das baden-württembergische Innenministerium sagt, dass Al-Islam ausdrücklich zeigt, dass die deutschen Brüder das Konzept eines säkularen Staates ablehnen.[28] In der Ausgabe vom Februar 2002 z.B. wird gesagt:

  • Langfristig können die Muslime die deutschen Familien-, Staats- und Strafgesetze nicht akzeptieren… Die Muslime sollten eine Vereinbarung zwischen den Muslimen und dem deutschen Staat anstreben, die das Ziel hat für Muslime ein eigenes Rechtswesen zu schaffen.

Die IGD, zu deren wichtigsten Mitgliedern das Islamische Zentrum München gehört, repräsentiert einen der Hauptableger der ägyptischen Muslim-Bruderschaft in Deutschland. Aber die IGD ist auch ein wesentliches Beispiel dafür, wie die Muslim-Bruderschaft in Europa an Macht gewonnen hat. Die IGD ist über die Jahre bedeutend gewachsen; zu ihr gehören inzwischen Dutzende islamischer Organisationen im ganzen Land. Islamische Zentren aus mehr als dreißig deutschen Städten sind dieser Dachorganisation beigetreten.[29] Heute liegt die Stärke der IGD in ihrer Zusammenarbeit und dem Sponsoring vieler islamischer Jugend- und Studenten-Organisationen überall in Deutschland. Diese Konzentration auf Jugendorganisationen kam nach Zayats Amtsantritt. Er begriff die Bedeutung der Konzentration auf die nächste Generation deutscher Muslime und startete Rekrutierungs-Kampagnen um junge Muslime in islamische Organisationen einzubinden. Ein Bericht des BKA in Meckenheim über den elegant gekleideten Zayat enthüllt auch alarmierende Verbindungen. Deutsche Behörden sagen offen, dass er Mitglied der Muslim-Bruderschaft ist. Sie ziehen auch Verbindungen von ihm zur World Assembly of Muslim Youth (WAMY), einer saudischen Nichtregierungs-Organisation, die den Wahhabismus verbreiten will, der die radikale und intolerant saudische Interpretation des Islam ist; die Verbreitung in der ganzen Welt erfolgt durch Literatur und Schulen.[30] WAMY, die unter dem Dach der Muslimischen Weltliga operiert, hat das erklärte Ziel die muslimische Jugend mit vollem Vertrauen in die Überlegenheit des islamischen Systems über andere Systeme zu bewaffnen“. Sie ist die größte muslimische Jugendorganisation der Welt und kann sich unvergleichbarer Ressourcen brüsten.[31] 1991 veröffentlichte WAMY ein Buch mit dem Titel Tawjihat Islamiya“ (Islamische Ansichten), in dem erklärt wurde: Lehrt unsere Kinder zu lieben, dass Rache an den Juden und den Unterdrückern genommen wird und lehrt sie, dass unsere Jugend Palästina und Al-Quds [Jerusalem] befreien wird, wenn sich zum Islam zurückkehren und den Jihad um der Liebe Allahs wegen ausüben.“[32] Diese Gefühlsregungen in Tawjihat Islamiya sind eher die Regel als die Ausnahme. Viele andere Veröffentlichungen der WAMY sind mit heftig antisemitischer und antichristlicher Rhetorik gefüllt. Das BKA in Meckenheim zieht ebenfalls Verbindungen zwischen Zayat und dem Institut Européen des Sciences Humaines, einer französischen Schule, die europäische Imame ausbildet. In der Schule lehrt eine Reihe radikaler Geistlicher und eine Reihe europäischer Geheimdienste beschuldigen die Schule der Verbreitung religiösen Hasses.[33] Deutsche Behörden heben außerdem die Tatsache hervor, dass Zayat in einige Ermittlungen wegen Geldwäsche verwickelt ist.[34] Er ist nie wegen terroristischer Aktivitäten angeklagt worden, aber er betreibt dubiose Finanzgeschäfte und unterhält Verbindungen zu vielen Organisationen, die religiösen Hass verbreiten. Die IGD mag zwar die Führung ausgewechselt haben, nachdem das US-Finanzministerium Himmat auf seine Liste setzte, aber sie ist weiter in derselben Richtung unterwegs. Wie der ägyptische Zweig der Muslim-Bruderschaft München als deutsche Operationsbasis gewählt hat, hat der syrische Zweig sein Hauptquartier in Aachen an der holländischen Grenze. Die ehemalige Karolinger-Hauptstadt mit ihrer berühmten Universität ist jetzt Heimat für eine große Zahl von Muslimen, darunter die bekannte syrische Familie Al-Attar. Der erste der Attars, der nach Aachen zog, war Issam, der in den 1950ern vor der Verfolgung in seinem Heimatland floh, als der den syrischen Zweig der Muslim-Bruderschaft führte. Andere Mitglieder der syrischen Muslim-Bruderschaft folgten bald. Im Laufe der Zeit übernahmen Islamisten aus anderen Ländern Attars Bilal-Moschee in Aachen als Operationsbasis.[35] Aachen ist bei Geheimdiensten aus aller Welt bekannt, von der Beherbergung algerischer Terroristen im Exil[36] bis zur Arbeit einer Wohlfahrtsorganisation, die vom US-Finanzministerium als Fassade für die Hamas bezeichnet wird.[37] Die Basis der syrischen Muslim-Bruderschaft in Aachen hielt enge Kontakte mit ihrem ägyptischen Gegenstück. So bestätigt sich die Tendenz wichtiger Familien der Muslim-Bruderschaft, enge Bündnisse durch Heirat zu schließen durch die Hochzeit des Sohns von Issam al-Attar mit der Tochter des Al-Taqwa-Bankiers Yussef Nada.[38] Verbindungen zwischen den beiden Zweigen der Muslim-Bruderschaft gehen allerdings über einfache Eheschließungen hinaus. Es wird berichtet, dass das Islamische Zentrum Aachen von Al-Taqwa Gelder erhielt.[39] Mitarbeiter haben zwischen den Islamischen Zentren in Aachen und München rotiert. So kam z.B. Ahmed von Denffer, Herausgeber der Zeitschrift Al-Islam des Islamischen Zentrums München aus Aachen.[40] Trotzdem bleibt eine gewisse Distanz. Die syrische Muslim-Bruderschaft ist nie der IGD beigetreten, sondern zog es vor sich eine Art Unabhängigkeit zu erhalten.

Milli Görüs

Von allen finanziellen Aktivitäten Zayats hat seine Verbindung zu Vertretern von Milli Görüs (Nationale Vision auf Türkisch) den meisten Verdacht bei den deutschen Behörden geweckt. Milli Görüs mit ihren 30.000 Mitgliedern und vielleicht 100.000 Sympathisanten[41] behauptet die Rechte der nach Deutschland eingewanderten türkischen Bevölkerung zu verteidigen, ihnen eine Stimme in der demokratischen politischen Arena zu geben, während sie ihre islamische Identität bewahrt“.[42] Aber Milli Görüs hat weitere Ziele. Während sie öffentlich ihr Interesse an demokratischer Diskussion und Bereitschaft, türkische Immigranten in europäische Gesellschaften integriert zu sehen, zeigt, haben Führer von Milli Görüs Verachtung für Demokratie und westliche Werte geäußert. Der Bundesverfassungsschutz hat wiederholt vor den Aktivitäten von Milli Görüs gewarnt und sie in seinen jährlichen Berichten als extremistische Auslandsgruppe“ beschrieben.[43] Die Behörde berichtete ebenfalls, dass Milli Görüs, obwohl sie in öffentlichen Stellungnahmen vorgibt, sich an die Grundprinzipien westlicher Demokratien zu halten, gehören die Abschaffung des laizistischen Regierungssystems in der Türkei und die Errichtung eines islamischen Staates und Sozialsystems wie früher schon zu ihren Zielen.“[44] Die Geschichte von Milli Görüs zeigt auf, warum die Gruppe als radikal angesehen werden sollte. Der frühere türkische Premierminister Necmettin Erbakan, dessen Refah-Partei durch das türkische Verfassungsgericht im Januar 1998 wegen Aktivitäten gegen die säkulare Regierungsform des Landes“ verboten wurde,[45] ist weiterhin der unangefochtene Führer von Milli Görüs, obwohl sein Neffe Mehmet Sabri Erbakan ihr Präsident ist. Das 2002 in der holländischen Stadt Arnhem abgehaltene Europatreffen der Milli Görüs, wo Necmettin Erbakan der wichtigste Redner war, zeigt einen kleinen Einblick in die Ideologie von Milli Görüs. Nach einer Tirade gegen das Böse der Integration in den Westen und die US-Politik erklärte Erbakan, dass nach dem Fall der Mauer der Westen einen neuen Feind im Islam gefunden hat.“[46] Ein Bundesverfassungsschutz-Bericht deckt die wirklichen Ziele von Milli Görüs auf:

  • Während die Milli Görüs in der letzten Zeit verstärkt die Bereitschaft betont hat, ihre Mitglieder in die deutsche Gesellschaft zu integrieren und Treue zum Grundgesetz behauptet, entstammen solche Stellungnahmen eher dem taktischen Kalkül als einem inneren Wandel der Organisation.[47}

Milli Görüs treibt ein Programm voran, das ähnlich dem der IGD ist, selbst wenn ihre Ziele begrenzterer Natur sind. Trotzdem arbeiten Milli Görüs und die IGD in vielen Initiativen zusammen. Es gibt auch eine familiäre Verbindung. Zayat heiratete Sabiha Erbakan, die Schwester von Mehmet Sabri Erbakan.[48] Die Mutter der Geschwister ist ebenfalls in der Politik aktiv und führt eine wichtige islamische Frauenorganisation in Deutschland. Die Familie Zayat ist auch aktiv. Ibrahim el-Zayats Vater ist Imam der Marburger Moschee; andere Familienmitglieder sind in islamischen Organisationen aktiv. Udo Ulfkotte, Professor für Politikwissenschaften mit Spezialgebiet Spionageabwehr an der Universität von Lüneburg und Experte zu islamischem Terrorismus, merkt an, dass die Erbakans und die Zayats Netzwerke von Organisationen anführen, die die Radikalisierung der türkischen wie der arabischen Gemeinden in Deutschland zum Ziel haben.[49] Die IGD und Milli Görüs arbeiten aktiv daran ihren politischen Einfluss zu verstärken und die offiziellen Repräsentanten der gesamten deutschen muslimischen Gemeinschaft zu werden. Mit gut ausgestatteten Budgets bieten ihre Moscheen Sozialdienste an, organisieren Konferenzen und verteilen bundesweit Literatur. Ein Beamter des Landesverfassungsschutz Hessen[50] zeigte auf:

  • Die Bedrohung durch den Islamisten ist für Deutschland in erster Linie durch Milli Görüs und andere, damit verbundene Gruppen gegeben. Sie versuchen islamistische Ansichten innerhalb der Grenzen des Gesetzes auszubreiten. Dann versuchen sie für alle Muslime in Deutschland eine strikte Interpretation des Koran und der Scharia durchzusetzen. Ihre öffentliche Unterstützung von Toleranz und Religionsfreiheit sollten mit Vorsicht betrachtet werden.[51]

Es stellt ein Problem dar, dass Politiker und Sicherheitsbehörden in Deutschland die IGD und Milli Görüs so unterschiedlich sehen. Aber, wie Ulfkotte über Zayat in seinem Buch „Der Krieg in unseren Städten“[52] schreibt, dass Politiker aller Couleur und Parteien versuchen ihnen die Hand zu reichen.[53] Die renommierte Berliner Katholische Akademy lädt Zayat ein, auf einem von ihr organisierten interreligiösen Treffen im Oktober 2002 den muslimischen Standpunkt zu vertreten.[54] Deutsche Politiker und christliche Institutionen tun sich regelmäßig mit Milli Görüs in den verschiedensten Initiativen zusammen. Milli Gazete, das offizielle Journal der Milli Görüs, erklärte einma, dass Milli Görüs ein Schild ist, der unsere Mitbürger vor der Assimilation in das barbarische Europa schützt.“[55] Trotzdem treffen sich deutsche Politiker regelmäßig mit Vertretern der Milli Görüs, um Einwanderungs- und Integrationsfragen zu diskutieren. Die Tatsache, dass Ahmed al-Khalifah, der Generalsekretär der IGD, den Islam vor Parlamentsmitgliedern repräsentierte, die religiöse Toleranz diskutieren,[56] zeigt den Erfolg der Bemühungen der mit der Bruderschaft verbundenen Organisationen, die Akzeptanz als Repräsentanten der deutschen Muslime zu gewinnen. Das Verfassungsschutz-Büro beschrieb diese Bemühungen treffend, indem es sagte, dass Milil Görüs (und die IGD) danach strebt die regionalen oder bundesweitern Vebände und Dachorganisationen für Muslime zu dominieren, die zunehmend Bedeutung als Gesprächspartner für Staats- und Kirchenautoritäten gewinnen und so ihren Einfluss in der Gesellschaft ausdehnen.“[57]

Der Zentralrat, das islamistische Dach

1989 schufen die Saudis unter der Schirmherrschaft von Abdallah at-Turki, dem mächtigen Dekan der Bin Saud-Universität in Riyadh, das Islamische Konzil Deutschland. Turki übernahm die Präsidentschaft, weitere Spitzenpositionen hatten Ibrahim el-Zayat, Hassan Özdögan, hochrangiger Milli Görüs-Vertreter, und Ahmed Khalifa, Vorstandsmitglied des Islamischen Zentrums München, inne.[58] Zwar beschreibt ein offizieller parlamentarischer Bericht beschreibt das Islamische Konzil nur als eine weitere sunnitische Organisation“; diese Annahme deutet aber auf ein gefährliches Missverständnis der saudischen Beziehung zu deutschen Islamisten hin.[59] Der Trend hin zur Konsolidierung ging 1994 einen Schritt weiter, als die deutschen Islamisten erkannten, dass eine vereinigte Koalition sich in größere politische Bedeutung und Einfluss umsetzen ließ. Neunzehn Organisationen, darunter die IGD, das Islamische Zentrum München und das Islamische Zentrum Aachen schufen eine Dachorganisation, den Zentralrat der Muslime. Ein hochrangiger deutscher Verfassungsschützer sagt, dass mindestens neun dieser neunzehn Organisationen zur Muslim-Bruderschaft gehören.[60] Die deutsche Presse hat kürzlich den Zentralrats-Präsidenten Nadim Elyas unter die Lupe genommen, einen in Deutschland ausgebildeten saudischen Arzt und Vorstandsmitglied des Islamischen Zentrums Aachen. Die Welt“ zog Verbindungen von Elyas zu Christian Ganczarski, einem Al-Qaida-Agenten, der zurzeit als einer der Planer des Anschlags auf eine Synagoge in der Türkei 2002 in Haft ist.[61] Ganczarski, ein Deutscher polnischer Herkunft, der zum Islam konvertierte, sagte den Behörden, dass Al-Qaida ihn an der Islamischen Universität von Medina rekrutierte, wohin ihn Elyas zum Studium schickte.[62] Elyas sagte, er könne sich nicht an ihn erinnern, leugnete aber die Möglichkeit nicht, dass Ganczarski, der nie Abitur gemacht hatte, eine der vielen Personen sein könnte, die er im Laufe der Jahre an radikale Schulen in Saudi Arabien schickte.[63] Saudische Spender zahlten Ganczarskis komplette Ausgaben.[64] Ganzcarski war nicht der einzige. Elyas gab zu Hunderte deutscher Muslime zum Studium an eine der radikalsten Universitäten in Saudi Arabien geschickt zu haben.[65] Der Zentralrat, der sich selbst als Dachorganisation deutscher muslimischer Organisationen darstellt, ist zusammen mit der IGD und Milli Görüs der de facto-Repräsentant von drei Millionen deutscher Muslime geworden. Obwohl die IGD Mitglied des Zentralrats ist, arbeiten die beiden Organisationen oft unabhängig von einander. Ihre offenbare Unabhängigkeit ist geplant. Dadurch, dass viele Organisationen unter unterschiedlichen Namen arbeiten, führt die Muslim-Bruderschaft die deutschen Politiker an der Nase herum, weil diese glauben sie berieten sich mit einem breiten Spektrum an Meinungen.[66] Die Medien suchen nach Vertretern des Zentralrats, wenn sie die muslimische Sichtweise zu etwas haben wollen, sei es in der Debatte um die Zulässigkeit des Hijab (Kopftuch) in öffentlichen Schulen, dem Krieg im Irak usw. Politiker suchen die Befürwortung durch den Zentralrat, wenn sie die muslimische Gemeinde erreichen wollen. Viele deutsche Politiker sind über den Islam uninformiert und begreifen die Sichtweise und die Interpretation des Islam nicht, die der Zentralrat vermittelt, die IGD und die Milli Görüs – dass es sich dabei um die der Muslim-Bruderschaft handelt und nicht um die des traditionellen Islam. Entsprechend drückt der Zentralrat totale Opposition zum Verbot des Hijab aus, unterstützt wahhabisch beeinflusste islamische Erziehung in Schulen und begrüßt eine radikale Haltung zur Lage im Nahen Osten.[67] Während viele Muslime diese Ansichten begrüßen, besteht das Problem darin, dass der Zentralrat die abweichenden Ansichten weder repräsentiert noch toleriert. Moderaten deutsch-muslimischen Gruppen fehlen die Finanzen und die Organisation der mit der Muslim-Bruderschaft verbundenen Gruppen. In Zahlen, Einfluss auf die muslimische Gemeinschaft und politischer Bedeutung ausgedrückt dominiert der Zentralrat samt seinen zwei wichtigsten Mitgliedern, der IGD und Milli Görüs, die Szene. Mit reichlichen saudischen Geldern hat die Muslim-Bruderschaft es geschafft die Stimme der Muslime in Deutschland zu werden. Vor Kurzem war die deutsche Öffentlichkeit geschockt, weil sie hörte, was in saudisch finanzierten Moscheen und Schulen gepredigt wird. Im Herbst 2003 infiltrierte ein mit einer versteckten Kamera ausgestatteter Journalist der ARD die von den Saudis gebaute König Fahd-Akademie im Bonn und schnitt mit, was sie kleinen muslimischen Kindern lehrte. Ein Lehrer rief zum Jihad gegen die Ungläubigen auf.[68] Die Bilder verursachten eine Rüge durch deutsche Politiker, aber die eher sterile Diskussion über den saudischen Einfluss auf deutsche Muslime hat keine greifbare Veränderung gebracht. Saudische Beamte und saudische Nichtregierungs-Organisationen pflegen weiter für die Organisationen der Muslim-Bruderschaft.

Erst Deutschland, dann Europa

Während die Muslim-Bruderschaft und ihre saudischen Finanziers daran arbeiteten den islamistischen Einfluss auf die deutsche muslimische Gemeinde zu zementieren, haben sie ihre Infiltration Deutschlands nicht eingeschränkt. Dank großzügiger Finanzierung aus dem Ausland, akribischer Organisation und der Naivität der europäischen Eliten haben mit der Muslim-Bruderschaft verbundene Organisationen führende Positionen in ganz Europa gewonnen. In Frankreich ist die extremistische Union des Organisations Islamiques de France (Union der islamischen Organisationen Frankreichs) die beherrschende Organisation im Islamrat der Regierung geworden.[69] In Italien ist die extremistische Unione delle Comunita ed Organizzazioni Islamiche in Italia (Union der islamischen Gemeinden und Organisationen in Italien) der Hauptpartner der Regierung im Dialog bezüglich italienischen islamischen Fragen.[70] So ähnlich wie die Integrations-Bemühungen der Europäische Union versucht die Muslim-Bruderschaft ebenfalls ihre unterschiedlichen europäischen Vertreter zu integrieren. Im Verlauf der letzten 15 Jahre hat die Muslim-Bruderschaft eine Reihe pan-europäischer Organisationen wie die Föderation Islamischer Organisationen in Europa geschaffen, in der Repräsentanten aus nationalen Organisationen sich treffen und Initiativen planen können.[71] Den vielleicht größten pan-europäischen Einfluss hat die Muslim-Bruderschaft, wie die Islamische Gemeinschaft Deutschland, mit ihrer Jugendorganisation gehabt. Im Juni 1996 schlossen sich muslimische Jugendorganisationen aus Schweden, Frankreich und England mit der Föderation Islamischer Organisationen in Europa und der World Assembly of Muslim Youth zusammen, um eine europäische islamische Jugendorganisation zu bilden.[72] Drei Monate später trafen sich 35 Delegierte aus elf Ländern in Leicester und riefen formell das Forum of European Muslim Youth and Student Organizations (FEMYSO) ins Leben, das seinen Sitz in Brüssel hat.[73]

  • Nach den Angaben in ihren offiziellen Publikationen ist FEMYSO ein Netzwerk aus 42 nationalen und internationalen Organisationen, die Jugendliche aus mehr als 26 verschiedenen Ländern zusammen bringt“. FEMYSO erklärt 2003 stolz, dass sie im Verlauf der voran gegangenen vier Jahre folgendes geworden ist:

Die de facto-Stimme der muslimischen Jugend in Europa. FEMYSO wird regelmäßig zu Fragen konsultiert, die Muslime in Europa betreffen. Sie hat ebenfalls nützliche Verbindungen mit folgenden Institutionen entwickelt: dem Europaparlament, dem Europarat, den Vereinten Nationen, dem Europäischen Jugendforum, sowie zahlreichen wichtigen NGOs auf europäischer Ebene.[74] Ibrahim el-Zayat, der den Vorsitz hielt, bis seine Verpflichtungen in Deutschland ihn zum Rücktritt zwangen, nutzte die FEMYSO-Sitz sogar dazu vor dem Europaparlament zu sprechen.[75] Weil die Muslim-Bruderschaft den größten Teil der die FEMYSO bildenden Organisationen ausmacht, bildet sie die de facto-Stimme der muslimischen Jugend in Europa.“ Während die FEMYSO behauptet, dass sie der Bekämpfung von Vorurteilen auf allen Ebenen verpflichtet ist, so dass die Zukunft Europas eine multikulturelle, allumfassend und respektvoll ist,“[76] klingen solche Stellungnahmen hohl angesichts der Position von Sponsoren wie der World Assembly of Muslim Youth, die glauben, dass die Juden die Feinde der Gläubigen, Gottes und der Engel sind; die Juden sind die Feinde der Menschheit. … Jede den Muslimen zugefügte Tragödie ist von den Juden verursacht.“[77] Die üppigen Gelder und die Organisation der Muslim-Bruderschaft haben zu ihrem Erfolg in Europa beigetragen. Aber ihre Akzeptanz in der Mainstream-Gesellschaft und ihre unangefochtener Aufstieg zur Macht wäre nicht möglich gewesen, wären die europäischen Eliten wachsamer gewesen, hätten Substanz für wertvoller erachtet als Gerede und die Motivation derer begriffen, die diese islamistischen Organisationen finanzieren und aufbauen. Warum sind die Europäer so naiv gewesen? Bassam Tibi, deutscher Professor syrischer Herkunft und Experte für den Islam in Europa, denkt, dass die Europäer – und besonders die Deutschen – den Vorwurf des Rassismus fürchten.[78] Radikale im Schafspelz haben gelernt, dass sie fast jeden mit dem Vorwurf des Fremdenhasses zum Schweigen bringen können. Jeder Kritik an mit der Muslim-Bruderschaft verbundenen Organisationen folgen Aufschreie über Rassismus und antimuslimischer Verfolgung. Journalisten, die durch diese Verunglimpfungen nicht einschüchtern lassen, werden mit grundlosen und erfolglosen, aber teuren Gerichtsverfahren überzogen. In einigen Fällen versäumen es Politiker einfach, die Hintergründe derer zu prüfen, die behaupten die legitimen Repräsentanten der muslimischen Gemeinschaft zu sein. Wie in den USA sind sich selbst ernennende Repräsentanten der muslimischen Gemeinschaft weit radikaler als die Bevölkerung, die sie repräsentieren. In anderen Fällen begreifen Politiker, dass diese Organisationen nicht die idealen Gegenüber in einem konstruktiven Dialog sind, nehmen sich jedoch nicht die Zeit weniger auffällige, aber dafür moderatere Organisationen zu suchen, von denen einige nur auf der untersten Ebene, behindert von beschränkten Geldmitteln, existieren. Was die meisten europäischen Politiker nicht verstehen ist, dass durch Treffen mit radikalen Organisationen diese mächtig machen und der Muslim-Bruderschaft Legitimität verleihen. Jedes Treffen schließt eine Befürwortung ein, besonders wenn dieselben Politiker moderate Stimmen ignorieren, die keinen Zugang zu großzügigem saudischem Geldfluss haben. Das schafft einen sich selbst antreibenden Kreislauf der Radikalisierung, denn je größer die politische Legitimität der Muslim-Bruderschaft, um so mehr Gelegenheit werden sie und ihre Stellvertreter-Gruppen haben, die verschiedenen europäischen Muslim-Gemeinschaften zu beeinflussen und zu radikalisieren. Die ultimative Ironie besteht darin, dass der Gründer der Muslim-Bruderschaft, Hassan al-Banna, davon träumte, den Islamismus in Ägypten und der muslimischen Welt zu verbreiten. Er hätte nie davon geträumt, dass seine Vision auch in Europa Realität werden würde.

Anmerkungen:

[1] „Homepage“, Internetseite der Muslimbruderschaft, aufgerufen am 22. Dezember 2004.
[2] The Chicago Tribune, 19. September 2004; s. auch Daniel Pipes: The Islamic States of America?, FrontPageMagazine.com, 23. September 2004.
[3] Khalid Duran: Jihadism in Europe. The Journal of Counterterrorism and Security International. Herbst 2000, S. 12-15.
[4] Richard Labeviere: Dollars for Terror: The U.S. and Islam. New York (Algora Publishing 2000), S. 141.
[5] Georges Lepre: Himmler’s Bosnian Division: The Waffen SS Handschar Division 1943-45. Schiffer Aviation History, Januar 2000, S. 31-34.
[6] M. H. Faruqi: Les Frères Musulmans. Politique de ‘rabbaniyya‘, les prières avant le pouvoir Dr. Saïd Ramadan, 1926-1995, Historique du Centre Islamique, Islamic Center of Geneva.
[7] ebenda.
[8] ebenda.
[9] „Präsidenten der IGD,“ Internetseite der Islamischen Gemeinschaft in Deutschland, aufgerufen am 22. Dezember 2004.
[10] Faruqi: „Les Frères Musulmans“, Historique du Centre Islamique.
[11] „Senators Request Tax Information on Muslim Charities for Probe,“ Presseerklärung des U.S. State Department, 14. Januar 2004.
[12] Fouad Ajami: „Tariq Ramadan,“ The Wall Street Journal, 7. September 2004.
[13] Labeviere: Dollars for Terror, S. 122.
[14] Offizielles Dosser zu Ahmed Nasreddin (ab hier: Nasreddin-Dossier); Servizio per le Informazioni e la Sicurezza Democratica (Italienischer Geheimdienst SISDE), 6. April 1996, S. 10.
[15] ebenda, S. 24.
[16] ebenda, S. 31.
[17] Newsweek, 12. Mai 2004.
[18] „Recent OFAC Actions,“ U.S. Finanzministerium, Büro für die Kontrolle Ausländischer Guthaben, 7. November 2001.
[19] Nasreddin-Dossier, S. 31.
[20] ebenda.
[21] „Islamische Gemeinschaft in Deutschland“, Internetseite des Innenministeriums Nordrhein-Westfalen, aufgerufen am 22. Dezember 2004; „Islamismus“, Internetseite des Landesamtes für Verfassungsschutz Hessen, aufgerufen am 22. Dezember 2004.
[22] „Islamische Gemeinschaft Deutschland“, Innenministerium des Lands Nordrhein-Westfalen.
[23] Official Guide to the Munich Mosque (Munich: The Islamic Center of Munich), gekauft vom Autor im Buchladen der Milli Görüs, Köln, Februar 2004
[24] „Islamische Gemeinschaft in Deutschland,“ Innenministerium Nordrhein-Westfalen.
[25] Süddeutsche Zeitung, München, 29./30. Juli 1967.
[26] „Islamische Gemeinschaft in Deutschland,“ Innenministerium Nordrhein-Westfalen.
[27] Nasreddin-Dossier, S. 31.
[28] Bericht zum radikalen Islam, Verfassungsschutzbericht 2003 Baden-Württemberg, S. 48.
[29] „Koordination mit Zentren in folgenden Städten“, Internetseite der Islamischen Gemeinschaft in Deutschland, aufgerufen am 22. Dezember 2004.
[30] Bericht zu Ibrahim el-Zayat, Polizei Köln, 27. August 2003, S. 3.
[31] David Kane, FBI Senior Special Agent, eidesstattliche Erklärung in „Supplemental Declaration in Support of Pre-Trial Detention“, im Fall Vereinigte Staaten von Amerika gegen Soliman S. Biheiri, US-Distriktgericht für den östlichen Distrikt von Virginia. Die eidesstattliche Erklärung führt auch die Einzelheiten zu den Verbindungen der WAMY zur palästinensischen Terrororganisation Hamas auf.
[32] Kane, „Supplemental Declaration in Support of Pre-Trial Detention“
[33] The Wall Street Journal, 15. April 2003.
[34] Bericht zu el-Zayat, 27. August 2003, S. 4.
[35] Duran: „Jihadism in Europe“, S. 12-15.
[36] Klaus Grünewald: „Defending Germany’s Constitution“. Middle East Quarterly, März 1995, S. 10.
[37] S. Al-Aqsa Foundation, „Recent OFAC Reports“, US-Finanzministerium, Büro zur Kontrolle von Auslands-Vermögen, 6. Juni 2003.
[38] Nasreddin-Dossier, S. 9.
[39] ebenda, S. 30.
[40] Duran: Jihadism in Europe“, S. 12-15.
[41] „Islamische Gemeinschaft Milli Gorus,“ Internetseite des Innenministeriums Nordrhein-Westfalen, aufgerufen am 22. Dezember 2004.
[42] Jahresbericht 2000 des Bundesverfassungsschutzes, Köln, S. 174.
[43] Jahresbericht 1999 des Bundesverfassungsschutzes, Köln, S. 165.
[44] ebenda.
[45] Agence France Presse, 16. Januar 1998.
[46] Mehmet Ülger: „Manifestatie Milli Görüs in Arnhem“, in De Humanist, Juli 2003.
[47] Jahresbericht 2000, des Bundesverfassungsschutzes, S. 198.
[48] Udo Ulfkotte: Der Krieg in unseren Städten. Frankfurt (Eichborn Verlag) 2003, S. 32-33.
[49] Interview des Autors mit Udo Ulfkotte, Frankfurt, Februar 2004.
[50] Innerhalb des föderalen Systems hat jedes Bundesland einen eigenen Landesverfassungsschutz, der unabhängig vom Bundesverfassungsschutz arbeitet.
[51] „Islamismus,“ Landesamt fur Verfassungsschutz, Hessen.
[52] Frankfurt, Eichborn Verlag, 2003.
[53] vgl. Ulfkotte: Der Krieg in unseren Städten, S. 38.
[54] Deutsche Vereinigung muslimischer Sozialdienste: „Christentum und Islam“, 26. Oktober 2002.
[55] Anti-Semitism Worldwide 1998/9 – Tel Aviv: Stephen Roth Institute, Tel Aviv University, 2000.
[56] vgl. Ulfkotte: „Der Krieg in unseren Städten“, S. 38.
[57] Jahresbericht 2000 des Bundesverfassungschutz, S. 174.
[58] Ulfkotte: „Der Krieg in unseren Städten“, S. 164.
[59] ebenda, S. 162.
[60] Hartwig Müller, Leiter des Verfassungsschutz Nordrhein-Westfalen, im Interview im SWR, 21. März 2003.
[61] Die Welt, Berlin, 6. Mai 2003.
[62] Michael Waller, Zeugenaussage vor dem Senate Judiciary Committee Subcommittee on Terrorism, Technology, and Homeland Security, 14. Oktober 2003.
[63] The Wall Street Journal, 21. Februar 2003.
[64] Die Welt, 6. Mai 2003.
[65] ebenda.
[66] Interview des Autors mit Ulfkotte, Frankfurt, Februar 2004.
[67] ebenda.
[68] TIME, 2. November 2003.
[69] ebenda, 27. April 2003.
[70] Renzo Guolo: Xenofobi e Xenofili. Gli Italiani e l’Islam. Bari, Laterza Publishing, 2003, S. 14.
[71] The Global Community, MABOnline, Muslim Association of Britain, 20. Dezember 2004.
[72] Broschüre des Forum of European Muslim Youth and Student Organizations, Januar 2004, dem Autor von einem Repräsentanten der FEMYSO per E-Mail zugesandt.
[73] ebenda.
[74] ebenda.
[75] „L’Islam en Europe ou L’Islam d’Europe,“ conference program, European Parliament, Brussels, Dec. 11, 2002.
[76] FEMYSO-Broschüre.
[77] „Animosity toward the Jews, „A Handy Encyclopedia of Contemporary Religions and Sects“ (WAMY), Übersetzung des FBI aus dem Arabischen; Steven Emerson, Stellungnahme vor der National Commission on Terrorist Attacks upon the United States, 9. Juli 2003; Kane: Supplemental Declaration in Support of Pre-Trial Detention.“
[78] Bassam Tibi: Islamische Zuwanderung: Die gescheiterte Integration. München, DVA, 2002, S. 135.

Originalartikel Middle East Forum